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Schrobsdorffhaus wird umgebaut

Neuer Bürgertreff in Pätz Schrobsdorffhaus wird umgebaut

Das Schrobsdorffhaus in Pätz hat eine lange Geschichte. Diese wird nun um ein Kapitel erweitert: So soll das Gebäude, das zwischenzeitlich als Bürgermeistersitz und Kita diente und immer noch die örtliche Bibliothek beheimatet, zu einem Bürgertreff umgebaut werden. Die Gemeinde Bestensee hat beschlossen, die erforderlichen Planungskosten zu übernehmen.

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Das Schrobsdorffhaus, von der Straßenseite aus gesehen.

Quelle: von Schell

Pätz. Für die Einwohner von Pätz geht ein Wunsch in Erfüllung. Das Schrobsdorffhaus im Hörningweg soll zum Bürgertreff werden. Mit dem Haushaltsbeschluss haben die Gemeindevertreter die Planungskosten eines Architekten genehmigt. „Das Schrobsdorffhaus befindet sich im Gemeindebesitz, Investitionen sind sinnvoll“, sagt Uwe Budach, Fraktionsvorsitzender der Unabhängigen Bürger Bestensee-Pätz (UBBP). Das Projekt würde drei Jahre dauern. Budach schätzt die Gesamtsumme auf jährlich 15 000 Euro. „Genaue Zahlen werden mit den Ergebnissen des Architekten vorliegen“, sagt Budach. Die Initiative, dass Geld für die Planung in den Haushalt einzustellen, geht auf die Unabhängigen zurück.

Nächster Schritt ist, sich auf die Nutzung zu einigen. Für Budach ist wichtig, dass im Versammlungsraum Familienfeiern stattfinden können. Kurse, Sportstunden im kleinen Rahmen und offizielle Veranstaltungen sind ebenso vorgesehen. Die Bibliothek bleibt erhalten und wird ausgebaut.

Die Pätzer Bürger waren bereits aktiv. Unter Federführung des Ortsbeirates haben sie an einem Konzept mitgewirkt, wie das Haus in Zukunft aussehen soll. „Mehr noch: Firmeninhaber, Vereine, aber auch einzelne Bewohner von Pätz sind bereit, sich mit ihrer Arbeitsleistung einzubringen“, sagt Jürgen Ostländer (UBBP) vom Ortsbeirat. Dadurch könne man den finanziellen Aufwand in Grenzen halten.

Das Haus hat eine bewegte Vergangenheit. Den Namen hat es nach einer jüdischen Schriftstellerin, Angelika Schrobsdorff, die als Kind in Pätz ihre Ferien verbrachte. Sie hat der Gemeinde das Haus geschenkt. Es diente als Bürgermeistersitz, als Kita und jetzt noch als Bibliothek. Aber da es ursprünglich nur für Wohnzwecke errichtet wurde, gibt es Probleme. Wie Bürgermeister Klaus-Dieter Quasdorf feststellt, auch aus rechtlichen Gründen. „Im Grundbuchamt ist es immer noch als Wohnhaus eingetragen, darum ist trotz des Konzeptes der Bebauungsplan eines Architekten erforderlich.“ Dann könne man offiziell eine Umnutzung zum Bürgertreff beantragen. „Wenn wir das Haus öffentlich nutzen wollen, sind zudem bauliche Veränderungen notwendig“, sind sich die Pätzer Ortsvorsteherin Annette Lehmann (UBBP) und Jürgen Ostländer einig.

Erforderlich ist nach dem Konzept beispielsweise die Neugestaltung der Küche. „Die Bürger sind dafür, die unwohnlichen Möbel, Regale und Schränke gegen eine Einbauküche auszutauschen“, so Ostländer. Zwei Schreiner aus Pätz haben sich bereit erklärt, diese Aufgabe zu übernehmen – kostenfrei.

Der Eingang soll so verlegt werden, dass man nicht mehr von der Rückseite, sondern direkt von der Straße ins Haus gelangt. Eine Rampe soll für Barrierefreiheit sorgen. Den größten Aufwand bereitet die Umgestaltung des Versammlungsraumes, die für 2018 geplant ist. Mit einem Durchbruch soll aus Wohnstube und benachbartem Bürgermeisterzimmer ein großer heller Saal geschaffen werden. Nach Ostländers Auffassung könne man mit dem Umbau schon im Frühjahr beginnen.

Von Dietrich von Schell

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