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Dahme-Spreewald Schüler räumen zum Umwelttag auf
Lokales Dahme-Spreewald Schüler räumen zum Umwelttag auf
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00:31 21.05.2018
Bauhofmitarbeiter Markus Noack verteilt vor dem Rathaus in der Hans-Grade-Allee blaue Müllsäcke an die Jugendlichen. Quelle: Josefine Sack
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Schönefeld

„Igitt, die Plastikfolie hat ja schon Algen angesetzt.“ Giovanni (15) rümpft die Nase, während er die zerfledderte Folie aus dem Busch angelt. Sichtlich angeekelt stopft er sie in den blauen Müllsack, den Jan (16) aufhält.

Die beiden sind zwei von insgesamt 60 Schülern, die am Donnerstagvormittag – verteilt übers gesamte Gebiet der Gemeinde Schönefeld – Müll gesammelt haben. Der Umwelttag der Oberschule am Airport Schönefeld hat mittlerweile Tradition: Einmal im Jahr rücken die zehnten Klassen nach ihren schriftlichen Abschlussprüfungen aus, um wegzuräumen, was andere achtlos in die Umwelt geworfen haben.

Vivien und Jessica (r.) packen beim Umwelttag der Airport Oberschule Schönefeld mit an. Quelle: Josefine Sack

Große Lust haben die Jugendlichen nicht. Verständlich. Wer sammelt schon gern Unrat von anderen auf? „Ich hätte heute morgen lieber weitergeschlafen“, gibt Jessica zu. Dennoch packt die 16-Jährige, die ab Herbst eine Ausbildung zur Binnenschifferin in Treptow macht, mit an. „Komm schon“, ermuntert Vivien (17) ihre Freundin, „es gibt schon viele Dreckecken hier“. Die beiden streifen sich die Gummihandschuhe über – „Kondome für die Hände“, witzelt eine Mitschülerin – und machen sich mit Jan, Giovanni und ihrem Schulleiter, Wolfgang Börner, auf den Weg ins Wohngebiet in Neu-Schönefeld. Sieben weitere Mitschüler laufen die Hans-Grade-Allee ab. Die Straße sei besonders wichtig, sagt Bauhofmitarbeiter Markus Noack, der Handschuhe und Müllsäcke an die Jugendlichen verteilt. „Sie ist das Aushängeschild für den Bürgermeister.“

Beim Umwelttag packt Direktor Wolfgang Börner mit an

Kurz nach 9 Uhr setzt sich der Trupp in Bewegung. Zuerst grasen Börner und die Schüler den Spielplatz am Park hinter dem Fitnesspfad ab. „Heute ist es hier nicht so schlimm, sehr schön“, bemerkt der Schulleiter. Börner lebt seit 1982 in Schönefeld, erst in Großziethen, seit Anfang des Jahres in Neu-Schönefeld. „Demnächst ziehen hier viele Familien mit Kindern her“, prognostiziert er, „da bin ich als Schulleiter gleich nah am Geschehen“. Und zur Oberschule am nahegelegenden Seegraben hat es Börner auch nicht weit. Beim jährlichen Umwelttag im Mai packt der Direktor stets selbst mit an: „Da stehe ich nicht mit Schlips und Anzug daneben, sondern helfe mit“, sagt er. Als Lehrer habe man schließlich eine Vorbildfunktion für die Schüler.

„Igitt, die Plastikfolie hat ja schon Algen angesetzt“: giovanni (l.) und Jan auf Müll-Tour durch Neu-Schönefeld. Quelle: Josefine Sack

Je weiter die Gruppe ins Wohngebiet rund um die Astrid-Lindgren-Straße vorstößt, desto schneller füllen sich die Müllsäcke. Neben Bauresten wie Styropor und Farbeimern finden die Jugendlichen vor allem leere Zigarettenschachteln, Kaffeebecher und Dosen am Wegesrand – Hinterlassenschaften von den Arbeitern der umliegenden Baustellen, vermutet Börner. Es dauert keine halbe Stunde, bis die ersten drei Säcke voll sind.

An einer Ecke liegen alte Teppiche. Im Feld gegenüber jede Menge Sperrholz. „Größere Sachen lasst ihr einfach liegen, wir sagen nachher dem Bauhof Bescheid“, ruft der Direktor seinen Schülern hinterher.

Von Josefine Sack

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