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Schülerinnen gewinnen Filmwettbewerb

Nachhaltige Mobilität Schülerinnen gewinnen Filmwettbewerb

Mit Sicherheit zum Erfolg: Vier Elftklässlerinnen des Friedrich-Schiller-Gymnasiums konnte sich mit ihrem mobilen Nachhaltigkeitskonzept durchsetzen und gewannen den ersten deutsch-israelischen Filmwettbewerb. Ihre Idee hat Praxistauglichkeit, denn es wird etwas in Königs Wusterhausen verändern.

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Sieger in Düsseldorf: Ulrike Dahms, Maxi Weighardt, Sindy Kartsch, Susanne Linke, Ministerin Sylvia Löhrmann (Grüne), Steffen Melzer (v.l.).

Quelle: Jaeger

Königs Wusterhausen. Die Sicherheit ihrer Mitschüler verbessern und gleichzeitig den Umweltschutz vorantreiben, das war das Ziel der 17-jährigen Maxi Weighardt und ihrer Filmgruppe des Friedrich-Schiller-Gymnasiums in Königs Wusterhausen. Sie kreierten das Projekt „Friedrich-Schiller-Greenriders“. Ihr Werk, das sie mit ihrem Handy und einer Go-Pro-Kamera drehten, gewann den ersten deutsch-israelischen Schülerwettbewerb „Mobile Ideen für morgen“. Die Schülerinnen warben für das Fahrradfahren mit Helm und Warnweste und organisierten in Zusammenarbeit mit der örtlichen Polizei einen Sicherheitscheck für Räder, der künftig einmal im Jahr angeboten werden soll.

Schüler aus ganz Deutschland und Israel hatten für den Wettbewerb kleine Filme zum Thema nachhaltige Mobilität gedreht, die besten wurden vergangene Woche im Rahmen des Paul-Spiegel-Filmfestivals der Jüdischen Gemeinde in Düsseldorf ausgezeichnet. Organisiert wurde der Wettbewerb vom Jüdischen Nationalfonds (JNF-KKL). Gemeinsam mit ihren Vertretungen in fast 50 Ländern engagiert sich die gemeinnützige Organisation mit Hauptsitz in Jerusalem im Umweltschutz, forstet Wälder auf, legt Grüngürtel an, baut Wasserreservoire und erschließt landwirtschaftliche Nutzflächen sowie Erholungsgebiete in Israel.

Filmprojekt wurde von den Teilnehmern ohne Hilfe umgesetzt

Für den neu organisierten Filmwettbewerb des Jüdischen Nationalfonds wurden die insgesamt 17 Schüler des Friedrich-Schiller-Gymnasiums von den Lehrern Stefan Melzer und Kerstin Bauer begleitet. Ausgangspunkt für ihre Teilnahme war ein deutsch-israelischer Austausch: Über die Partnerschule in Petach Tikwa – dort verbrachten die Schüler im Dezember 2015 eine Woche – kam man auf die Idee, bei dem Wettbewerb mitzumachen. Schon seit zehn Jahren gibt es einen regelmäßigen Schüleraustausch nach Israel, dort sind die Schüler in Gastfamilien untergebracht. In der Vergangenheit wurden schon verschiedene Projekte mit Zeitzeugen realisiert oder es wurde an Holocaust-Themen gearbeitet.

Bei der Umsetzung der Filme verfolgten die Schüler verschiedene Ansätze. „Die Probleme betrafen die Schüler selbst“, sagt Lehrer Stefan Melzer. „Es ging darum, ein lokales Problem zu verfilmen und etwas zu kreieren, was Veränderungen bewirken kann beim Thema nachhaltige Mobilität. Radfahren ist hier im Winter ein ganz großes Problem.“ Die Musik, der Schnitt, das Konzept – alles wurde von den Teilnehmern alleine umgesetzt, die 17 Schüler des Gymnasiums produzierten insgesamt drei Filme, ohne Hilfe von außen, so der Lehrer für Mathematik und Erdkunde.

Schüler haben Englisch- und Erdkunde-Wissen erweitert

„Am Anfang wussten wir nicht, wo es hingehen soll. Aber am Ende haben die Schüler mit dem Projekt gelernt, sich durchzusetzen. Sie konnten außerdem ihr Englisch- und Erdkunde-Wissen verbessern, etwa im Hinblick auf die globale Erwärmung“, so Melzer. „Kenntnisse aus dem wissenschaftlichen Bereich und dem Alltagsleben wurden dabei kombiniert.“

Der Film von Maxi Weighardt, Susanne Linke, Sindy Kartsch und Ulrike Dahms belegte den ersten Platz in der Kategorie Nachhaltigkeit. Bei dem Projekt wollten die Schülerinnen mehr Wert auf ihre Idee, als auf die kreative filmische Umsetzung legen. „Die Jury fand unser Projekt aber trotzdem lebhaft und honorierte, dass wir uns über die Sicherheit der Schüler Gedanken gemacht haben“, sagt Maxi Weighardt aus Neue Mühle, die durch den Schüleraustausch Land und Leute in Israel kennenlernen wollte.

Im September dürfen sie ihren Gewinn einlösen

Dass sie mit ihrem Film gewinnen, hätten die jungen Frauen nicht gedacht, erzählt Susanne Linke, die selbst jeden Tag mit dem Fahrrad zur Schule fährt. Sie freut sich schon auf September, wenn sie mit ihrer Filmgruppe wieder nach Israel fliegen und ein Nachhaltige-Mobilität-Seminar besuchen darf. Während ihres jüngsten Aufenthalts dort im Dezember war sie vor allem vom Toten Meer und den High Gardens beeindruckt.

Auch ein zweiter Film von Schülern des Friedrich-Schiller-Gymnasiums landete bei der Jury weit vorne. Das Projekt „Der Weg ist das Ziel: Schwing dich aufs Rad“ konnte den vierten Platz in der Kategorie Kreativität belegen. Die vier Schülerinnen organisierten ein Wettrennen und testeten, ob eine bestimmte Strecke schneller mit dem Rad oder mit dem Auto zurückzulegen ist. Im Zuge des Projektes wandten sie sich sogar an den Jugendbeirat der Stadt und kritisierten die Beschilderung der Fahrradrouten in Königs Wusterhausen. Wichtig war den Schülern, dass ihre Ideen letztlich auch in die Praxis umgesetzt werden können, sagt Maxi Weighardt: „Wir wollen, dass die Polizei jetzt einmal im Jahr an unsere Schule kommt und die Fahrräder durchcheckt.“

Von Melanie Höhn

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