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Schülerverkehr wird weitergeführt

Zeuthen Schülerverkehr wird weitergeführt

Der Bustransfer für Schüler vom Zeuthener Winkel bis zur Grundschule am Wald stand kurz vor dem Aus. Der Landkreis wollte diesen aus Kostengründen einstellen. Ein Kompromiss wurde gefunden. Die Kosten von 40 000 Euro teilen sich künftig Landkreis, Gemeinde und Eltern. Der Transfer ist befristet von August bis Ende Juli 2019.

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Schülerspezialverkehr im Zeuthener Winkel wird fortgesetzt.

Quelle: Peter Geisler , freier Bildjournalist, Telefon +491709009814

Zeuthen. Der Schülerspezialverkehr zwischen dem Zeuthener Winkel und der Grundschule am Wald wird weitergeführt. Derzeit nutzen 22 Kinder der Klassenstufen eins bis vier den Beförderungsservice. Die jährlichen Kosten in Höhe von 40 000 Euro teilen sich künftig Landkreis, Gemeinde und Eltern. Das beschloss die Gemeindevertretung auf ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause. Die Verlängerung ist befristet und läuft vom 1. August 2017 bis 31. Juli 2019. Bislang hatte die Beförderung der Landkreis Dahme-Spreewald alleine übernommen. Aus Kostengründen wollte dieser die Leistungen einstellen. Dem widersprach das Rathaus Zeuthen.

Maßnahmen vom Investor stehen aus

„Durch das nicht abgeschlossene Bauprojekt im Zeuthener Winkel müssen Anwohner und Busse das Gebiet großräumig umfahren“, sagte Zeuthens Bürgermeisterin Beate Burgschweiger (SPD). Grund sei, dass die Baustraße noch nicht für den öffentlichen Verkehr freigegeben sei. Auf Seiten des Investors stünden noch Maßnahmen aus. „Es fehlen der Fußweg, die Beleuchtung und Vieles mehr“, sagte Burgschweiger. Wegen der Sondersituation habe die Gemeinde intensive Gespräche mit dem Landkreis geführt. „Der Kreis wollte sich aus dem Projekt zum Schuljahresende 2016/17 zurückziehen, da er von einer früheren Fertigstellung des Bauprojekts ausgegangen war. Da haben wir gesagt, dass das nicht in Ordnung ist. Und wir als Gemeinde sind nicht Schuld daran, dass alles länger dauert“, sagte die Bürgermeisterin.

Auch Eltern müssen zahlen

Die Gemeinde und der Landkreis konnten schließlich einen Kompromiss finden. Danach richtet die Gemeinde Zeuthen selbst einen Schülerspezialverkehr ein und der Landkreis beteiligt sich zu 50 Prozent an den Kosten. Die Kostenbeteiligung gilt allerdings nur für die Kinder der Klassenstufen eins bis drei. Aus Gründen der Gleichbehandlung sollen aber auch Schüler der vierten Klasse eine Mitfahrmöglichkeit haben. Sie erhalten auf Antrag vom Kreis Tickets für den öffentlichen Personennahverkehr. Die Kostenerstattung soll mittels eines öffentlich-rechtlichen Vertrages zwischen der Gemeinde Zeuthen und dem Kreis festgeschrieben werden. Die Eltern der Kinder werden an den Kosten des Schülerspezialverkehrs beteiligt. Die Gemeinde Zeuthen will dazu eine eigene Satzung erlassen. Mit anteilig acht Euro pro Monat werden die Eltern zur Kasse gebeten. „Bis zum nächsten Schuljahr können wir nun den Schülerspezialverkehr aufrecht erhalten“, sagte Burgschweiger. Sie hofft, dass der Service bis zur Fertigstellung des Zeuthener Winkels aufrecht erhalten werden kann.

Ältere Kinder sollen auch mitfahren

„Wir wollten keine Schülertickets haben, die der Landkreis normalerweise nur zur Verfügung stellt. Wir wollten den Bustransfer über ein Einzelunternehmen im Zeuthener Winkel – das war uns wichtig“, sagte Nadine Selch (CDU). Deshalb gebe es eine Co-Finanzierung durch den Kreis in der Höhe, die er auch hätte leisten müssen. „Das ist ein guter Kompromiss, der hier auf den Tisch gekommen ist und gefunden wurde. Mit der S-Bahn zu fahren, ist für Kinder im Grundschulalter, die im Zeuthener Winkel wohnen, nicht die bessere Alternative“, sagte sie. Normalerweise sei der Kreis verpflichtet, die Schulwegsicherung zu übernehmen. Allerdings würde er dies hier nur im Rahmen des ÖPNV gewährleisten. „Die Kinder müssten dafür zuerst zum Bahnhof Eichwalde, nach Zeuthen mit der S-Bahn und anschließend mit dem Bus zur Schule“, so die CDU-Frau. Wegen der Baustraße habe man eine Notlage, für die eine Übergangslösung gefunden werden musste. Aus Gemeindesicht müssten Kinder aus den Klassenstufen vier bis sechs auch zur Schule fahren. „Wenn der Bus bestellt ist, ist er bestellt. Da macht es keinen Unterschied, wenn ein oder zwei Schüler mehr mitfahren. Wir müssen ein Angebot für die gesamte Grundschule anbieten“, sagte Selch. Das werde mit der Vereinbarung abgedeckt.

„Das Projekt ist völlig unstrittig. Denn den Weg im Zeuthener Winkel ohne Bürgersteig hin zum Bahnhof Eichwalde kann man den Kindern nicht zumuten“, sagte Karl-Uwe Fuchs (Grüne/FDP). Der Spezialverkehr gehe nahtlos ineinander über. Die Kosten seien nicht hoch. „Finanziert wird das Ganze aus der allgemeinen Haushaltsreserve“, sagte Fuchs.

Von Oliver Becker

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