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Schützenverein feiert 120-jähriges Bestehen

Gallun Schützenverein feiert 120-jähriges Bestehen

Die Mitglieder des Galluner Schützenvereins haben in diesen Tagen gleich zwei gute Gründe zum Feiern. Der Landwehrverein, aus dem der heutige Verein hervorgegangen ist, wurde vor 120 Jahren gegründet. Zudem ist die Neugründung nach der Wende genau 25 Jahre her.

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Der Landwehrverein Gallun, aus dem der Schützenverein hervorgegangen ist, im Jahre 1902.

Quelle: Schützenverein

Gallun. Wenn der Schützenverein Gallun 1896 am Sonnabend sein traditionelles Schützenfest feiert, gibt es für die 33 Mitglieder eigentlich gleich zwei Anlässe zu feiern: natürlich das große 120-jährige Bestehen, das auf eine Königsmedaille aus dem Jahre 1896 zurückgeht, aber auch die Neugründung des Vereins 1991, also vor 25 Jahren. „Man wollte nach der Wende das Vereinsleben ebenso bewahren, wie die Tradition des Galluner Schützenfestes“, sagt Dirk Koschel, seit 1997 Vereinsvorsitzender.

Die Anfänge liegen jedoch im Dunkeln. „Wir sind aus einem Landwehrverein hervorgegangen“, sagt er. Das waren Kameradschaften von Veteranen, Offizieren und Reservisten, die um die Jahrhundertwende sehr populär waren. Wer im Heer oder der Marine gedient, den Fahneneid geleistet und nie im Zuchthaus gesessen hatte, konnte diesem Kriegervereinen beitreten.

Der Vorstand des Schützenvereins Gallun 1896 eV

Der Vorstand des Schützenvereins Gallun 1896 e.V. mit dem Vorsitzenden Dirk Koschel (r.).

Quelle: Dietrich von Schell

Bereits 1896 fand ein Schützenfest statt

Diese Männer, die den Kaiser und das Soldatentum so sehr verehrten, haben gerne geschossen, und 1896 muss bereits ein Schützenfest stattgefunden haben. Denn es existiert noch heute die Medaille, die dem damaligen Schützenkönig verliehen wurde – die Königsplakette. „Das ist unser ältestes historisches Zeugnis, danach haben wir das Gründungsjahr bestimmt“, erklärt der Vereinsvorsitzende. Ansonsten gibt es bloß noch ein Foto von 1902, das die Galluner Schützen zeigt, sowie einen Fahnennagel. „Das sind Schmuckstücke für die Fahnenhölzer, die werden gerne an befreundete Schützenvereine verschenkt“, sagt Dirk Koschel.

Das Galluner Exemplar stammt von 1924 und an ihm hängt eine besondere Geschichte. „Durch Zufall habe ich unseren Fahnennagel im Internet entdeckt, irgendwie ist er nach Polen gekommen und stand zum Verkauf“, so Koschel. Keine Frage, dass er das Stück wieder in den Galluner Besitz brachte.

Gedenken ist traditionell Teil des Festes

Erstaunlich ist zudem, dass seit 1896 – mit Ausnahme der Kriegsjahre und einer kurzen Pause zu DDR-Zeiten – das Galluner Schützenfest jedes Jahr begangen wurde. So soll es auch an diesem Wochenende wieder sein – und zum 120. Jubiläum bunter und größer als sonst.
Vorher, gegen Mittag, erfolgt die traditionelle Kranzniederlegung zum Gedenken und zu Ehren der Gefallenen aus beiden Weltkriegen, ein Ritual, das mit der Neugründung des Vereins eingeführt wurde. Anschließend, ab 14.30 Uhr, geht der fröhliche Teil des Schützenfestes los: Bei Speisen und Getränken können sich große und kleine Gäste vergnügen. Auf die Kinder warten Hüpfburg und Karussell, die Männer können ihrer Liebsten eine Blume schießen oder sich mit ihnen auf dem Tanzparkett versuchen. „Bei der alljährlichen Tombola verlosen wir diesmal einen Profi-Rasenmäher“, so Koschel. Ein Bühnenprogramm mit Galluner Jugendfeuerwehr, Kunstradschau, Blasmusik und Rock ’n‘ Roll-Tänzern wird ebenfalls geboten.

Pflicht ist selbstverständlich das Ausschießen des neuen Schützenkönigs. „Das ist reine Glückssache“, verrät Koschel. „Zehn Schützen, die sich qualifizieren müssen, schießen jeweils einmal auf die Königsscheibe.“ Bei den Galluner Schützen kommen im Übrigen ausschließlich Luftgewehre zum Einsatz. Mit nur zehn Meter Länge ist der Schießstand entsprechend darauf ausgerichtet.

Gesellige Stunden

Die Mitglieder des Vereins treffen sich zwar zweimal im Monat zum Schießen. Aber das Reden und die gemeinsame Zeit bedeutet den Schützen genauso viel. Nicht nur, dass sie mehrmals im Jahr zu anderen Schützenfesten eingeladen werden. Skatturniere und eine Karnevalsfeier sorgen gleichermaßen für gesellige Stunden. „Jeder ist willkommen. Wir treffen uns das ganze Jahr lang, und das seit 25 Jahren“, so Koschel.

Von Dietrich von Schell

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