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Schulerweiterung beschlossen

Schulzendorf Schulerweiterung beschlossen

Die Grundschule Schulzendorf wird erweitert. Das beschloss die Gemeindevertretung. Sechs neue Klassenzimmer und sieben Funktions-, Aufenthalts- und Besprechungsräume sind geplant.

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Die Schulzendorfer Grundschule soll um 13 Räume erweitert werden.

Quelle: Foto: oliver becker

Schulzendorf. Die bauliche Erweiterung der Schulzendorfer Grundschule ist beschlossene Sache. Die Gemeindevertretung gab auf ihrer jüngsten Sitzung grünes Licht für das Bauvorhaben. Um die Kapazitäten der überlasteten Schule zu erweitern, sollen insgesamt 13 neue Räume entstehen – darunter sechs Klassenzimmer sowie weitere sieben Besprechungs-, Fach-, Teilungs-, Ruhe- und Sozialarbeiterräume. In Modulbauweise soll aus einer dreizügigen eine Schule mit vier Klassen je Altersstufe werden.

Kosten noch ungewiss

„Die zusätzlichen Räume neben den sechs Klassenzimmern sind sicher sinnvoll, verlangen aber ein größeres finanzielles Volumen“, sagte Schulzendorfs Bürgermeister Markus Mücke (parteilos). Über die Kosten des Bauprojekts könne man noch nichts Genaues sagen. Der Bürgermeister schätzt die Kosten jedoch auf rund vier Millionen Euro. „Ob das finanzierbar ist, müssen wir sehen“, sagte Mücke. Man habe zwar eine Rücklage von über acht Millionen Euro in der Kasse. Doch sei bei solchen Gebäuden nicht allein der Bau, sondern auch die jährliche Unterhaltung zu finanzieren. Das gelte für Schule, Hort, Kita.

„Wir werden jetzt eine Ausschreibung machen, um einen Planer zu finden und zu beauftragen. Der muss dann sehen, wie viel Platz auf dem Schulgelände ist, um ein Gebäude mit der gewünschten Raumzahl zu errichten“, so Mücke weiter. Laut Beschluss der Gemeindevertreter soll bereits 2018 mit dem Bau begonnen werden. Der Bürgermeister hält das aber nicht für realistisch. Ausschreibung, Planerstellung, Abstimmung mit der Gemeindevertretung und Baugenehmigungsverfahren sowie Beauftragung von Baufirmen benötigten viel Zeit. Voraussichtlicher Baustart könne erst 2019 mit Fertigstellung in 2020 sein. Für die Übergangszeit müssten Räume in der Turnhalle für das Lernen genutzt werden – sie werden derzeit von Schule und Hort doppelt genutzt.

Gemeinsame Schule ist Zukunftsprojekt

Eine gemeinsame Schule mit den Nachbarkommunen ist für Mücke zunächst kein aktuelles Thema. „Zunächst müssen wir das Problem mit den geringen Kapazitäten an unserer Schule lösen. Die Kinder brauchen neue Klassenräume, um anständig beschult zu werden. Ein gemeinsamer Schulneubau ist interessant, es gibt aber noch gar keinen Standort, auf den man sich festgelegt hat.“ Ferner werde die Umsetzung mehrere Jahre dauern.

„Ob die Erweiterung ausreicht, wird die Zukunft zeigen. Wir haben uns daran orientiert, was uns die Schule als Anforderung gesagt hat“, sagte Herbert Burmeister (Linke). Der Anbau sei finanzierbar. „Wir haben die notwendigen Mittel. Wir könnten das aus eigener Kraft tun. Kredite müssen nicht aufgenommen werden, weil die Rücklage dafür da ist“, sagte Burmeister. Die gemeinsame Schule sei „eine Fiktion“. „Von allen drei Gemeinden ist das keine Gegenwartsaufgabe“, sagte der Linken-Politiker. Zuerst müssten eigene Probleme gelöst, die entsprechenden Voraussetzungen geschaffen werden. Danach könne man sehen, wie sich die Schulsituation entwickelt.

Planer sind am Zug

„Wir haben uns für eine Erweiterung entschieden. Erst mittelfristig ist ein gemeinsamer Schulneubau mit Eichwalde und Zeuthen machbar. Vielleicht ist sogar Wildau mit im Boot, wenn ein geeignetes Grundstück gefunden wird“, sagte Joachim Kolberg (CDU). „Mich freut es, dass wir eine Lösung gefunden haben. Jetzt sind die Planer am Zug, kommt es auf die Kosten an und darauf, dass das Projekt zeitnah umgesetzt wird“, sagte Andreas Körner (Grüne). Mit dem Zuzug von Familien könne der Bedarf für eine weitere gemeinsame Schule entstehen. Dennoch könne man nicht solange warten, bis man sich mit den Nachbargemeinden final auf einen Schulneubau an einem bestimmten Standort geeinigt habe.

Von Oliver Becker

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