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Dahme-Spreewald Schulreporter klären, wie der BER Strom kriegt
Lokales Dahme-Spreewald Schulreporter klären, wie der BER Strom kriegt
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06:55 05.03.2018
MAZ-Schulreporter bei Edis: Hier wird Energie gemacht. Quelle: Gerlinde Irmscher
Schönefeld

Im Rahmen des MAZ-Schulreporter-Projektes besuchte die siebte Klasse der Oberschule „Villa Elisabeth“ in Eichwalde das Energiezentrum des Schönefelder Unternehmens Edis Contracting GmbH. Geschäftsführer Wilfried Pester erklärte den Schülern, wie das Unternehmen Strom, Wärme und Kälte erzeugt und dem Flughafen Schönefeld sowie dem BER zur Verfügung stellt.

Am frühen Morgen empfing Pester die rund 20 Schüler im Vorraum zur Maschinenhalle. Der Leiter der Energiezentrale, Jansen Guth, und Auszubildender Lucas Dobberitz standen ihm dabei zur Seite und gaben Auskunft zur Funktionsweise des Energiezentrums sowie den Ausbildungsinhalten eines Elektronikers für Betriebstechnik.

Eichwalder Siebtklässler vor der Edis-Energiezentrale in Schönefeld. Quelle: Gerlinde Irmscher

Anhand von vielen anschaulichen Beispielen zeigte Geschäftsführer Pester den Siebtklässlern auf, in welchen Dimensionen der Energiekonzern arbeitet. So sei Edis zum Beispiel in der Lage, mit der Menge des gespeicherten Wassers in den Warm- und Kaltwassertanks, 10 000 Badewannen zu füllen, wenn jede Badewanne jeweils mit 150 Litern Wasser befüllt werden würde.

Flughafen braucht so viel Strom wie eine Stadt

„Mit der Energie, die wir hier erzeugen, könnten wir ganze Städte versorgen und so ein Flughafen ist ja auch fast wie eine Stadt“, sagte Pester. Die Möglichkeit, heißes und kaltes Wasser zu speichern, sei besonders wichtig für den Flughafen, denn der Bedarf an Wasser ändere sich stetig, während die Prozesse bei der Erzeugung immer gleich ablaufen würden. Wilfried Pester ist schon erfahren – es ist nicht das erste Mal, dass MAZ-Schulreporter bei ihm nachfragen.

Nach einer kurzen Einführung in die Arbeitssicherheit durch Jansen Guth durften die Schüler die Maschinenhalle betreten. Nach der Ermahnung, bloß nichts anzufassen und keine Knöpfe zu drücken, war die Versuchung für die Schüler groß, als sie die haushohen Kessel und Labyrinthe aus Rohre erblickten.

Jansen Guth (l.) zeigt den MAZ Schulreporter, wie der Strom für den BER produziert wird. Quelle: Gerlinde Irmscher

Ein besonderes Highlight: der Gang durch eine Kabine, in der ein riesiger Motor die Stromgeneratoren antreibt. Zu diesem Zeitpunkt war dieser allerdings abgeschaltet, denn sonst mache er einen ohrenbetäubenden Lärm, so Pester. Da die Kinder es aber ganz genau wissen wollten, öffnete er kurzerhand die Kabine zu einem laufenden Motor, sodass sich die Schüler vom Lärm überzeugen konnten.

Lehrlinge für Edis sollten Spaß an IT und Chemie haben

Bei dem Rundgang entdeckten die Siebtklässler außerdem die große Wasseraufbereitungsanlage. Dort werden Wasserproben genommen und mit bestimmten Chemikalien versetzt, um eine gute Wasserqualität zu gewährleisten. Die Tätigkeit in der Energiezentrale verlange, so Pester, auch ein gutes chemisches Verständnis „Wer bei uns eine Lehre antreten möchte, muss pfiffig sein und Interesse für Computer, Systeme und Chemie mitbringen“, so Pester.

Wilfried Pester verdeutlicht die Dimensionen der Anlage. Quelle: Gerlinde Irmscher

Während vor dem Rundgang durch die Maschinenhalle noch Berufswünsche wie Sommelier, Auto-Designer und Berufssportler geäußert wurden, konnten sich manche Schüler danach vorstellen, irgendwann in der Zukunft für den Energie-Riesen zu arbeiten. Adrian Christian Kühn aus Ragow war einer von ihnen. Bei Edis hätte er die Möglichkeit eine technische Ausbildung anzutreten. „Wenn die Noten denn stimmen“, sagte Pester. „In der Zukunft werden sich Unternehmen um gut ausgebildete Menschen reißen“, prognostiziert er.

Sichtlich beeindruckt, aber auch etwas geschafft von den vielen Informationen und Eindrücken wirkten die Schüler am Ende der Betriebsbesichtigung. Mit neuem Elan stiegen sie anschließend in den Bus und fuhren zum Abschluss des Ausflugs ins nahegelegene Wildauer A10-Center.

Von Ronja Tillmann

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