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Dahme-Spreewald Ein Abend mit Urjazz
Lokales Dahme-Spreewald Ein Abend mit Urjazz
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00:18 11.07.2018
Ulrich Gumpert (Klavier) mit seinem Quartett in der Schulzendorfer Patronatskirche.  Quelle: Heidrun Voigt
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Schulzendorf

Das zweite Konzert des Schulzendorfer Jazzsommers ging am Sonnabend über die Bühne. Die Besucher erlebten mit Jazzlegende Ulrich Gumpert, Henrik Walsdorff am Saxofon, Jan Roder am Bass und Michael Griener am Schlagzeug einen packenden Abend. Das exzellente Ensemble überzeugte mit improvisatorischer Leichtigkeit, rhythmischer Stärke und durchweg kraftvolle Soli.

Ulrich Gumpert zeigte sich am Klavier als bildhafter Improvisator und subtiler Erzähler. Mit expressiven, energiegeladenen Klängen infizierten Jan Roder und Michael Griener das Publikum. Henrik Walsdorff blies beseelt und virtuos sein Saxofon. Mit dem Quartett waren Musiker am Werk, denen der Jazz regelrecht durch die Adern pulsiert. Und das übertrug sich auch auf das Publikum.

Unter den Zuhörern waren viele Wiederholungstäter, denn dass beim Jazzsommer Hochkarätiges geliefert wird, davon kann man sich bei jedem Konzert überzeugen. Für die beiden nächsten Konzerte gibt es nur noch wenige Karten.

„Das ist Urjazz für mich“

Evelyn Huck sichert sich seit fünf Jahren eine Abokarte. „Es ist ein ganz toller Abend. Ich finde es beachtenswert, was der Verein auch sonst für die Patronatskirche tut“, lobte die Zeuthenerin. Auch Horst König, dessen Bilder in der Kunstausstellung, die traditionsgemäß den Jazzsommer begleitet, zu sehen sind, war begeistert. „Das ist Urjazz für mich. Es hat etwas Holzschnittartiges. Ich habe extra eine Malwoche abgesagt, um dabei zu sein“, betonte der Senziger Künstler.

Nach der Pause ging es mit den Höhenflügen weiter. Gumpert verliert kaum Worte bei den Ansagen – die Musik spricht für sich. Nur bei der Zugabe sagt er: „Das ist ein Gruß an einen Kollegen, Ernst-Ludwig Petrowsky, der sehr krank ist.“

Stück für Jazz-Urvater Petrowsky

Das Quartett spielte ein Stück, das Ulrich Gumpert für Petrowsky komponiert hat. Petrowsky gilt als einer der Urväter des Jazz in der DDR und gehörte 1973 mit Gumpert zu den Gründern der Freejazzformation „Synopsis“ und spielte mit ihm im Nachfolger „Zentralquartett“ zusammen.

Paul Schwingenschlögl, der in Schulzendorf schon öfter auf der Bühne stand und ein ausgezeichneter Kenner der Jazzszene ist, hat sich bereit erklärt, den Patronatskirchenverein bei der Auswahl der Bands zu beraten. „Als Musiker habe ich viele Kontakte, und für das Kulturamt Neukölln agiere ich als eine Art Kurator für zwei Konzertreihen“, erzählte der Österreicher, der in Berlin lebt.

Auf die Frage, warum er den Verein nach dem Tod des Gründungsvaters des kleinen Festivals, Ronald Mooshammer, unterstütze, antwortete Paul Schwingenschlögl: „Ich habe in der Kirche einige Male gespielt, die Atmosphäre und das Publikum waren toll. Ronald und ich waren befreundet, die tolle Reihe sollte nicht enden.“

Im nächsten Konzert am Samstag steht der Trompeter mit der Formation „Hang Caravan“ selbst auf der Bühne. Das Abschlusskonzert am 21. Juli bestreiten „Fuasi & the Latin Jazz Connection“ mit afro-kubanischer Musik.

Die Bilder von Horst König sind nicht nur zu den Konzerten, sondern auch am jeweils darauffolgenden Sonntag von 16 bis 18 Uhr zu sehen

Von Heidrun Voigt

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