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Schulzendorf bekommt mobile Lärmmessstation

Schulzendorf Schulzendorf bekommt mobile Lärmmessstation

Schulzendorfs Grundschule bekommt eine mobile Lärmmessstation. Damit soll die zusätzliche Lärmbelastung der Gemeinde während des Betriebs der BER-Südbahn gemessen werden. Die erhobenen Daten dienen als Argumentationsgrundlage für einen besseren Schallschutz der Gemeinde.

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Eine mobile Lärmmessstation in Mahlow. Meßtechniker Andre Jacob liest die Daten ein.

Quelle: Foto: Klaus Schlage

Schulzendorf. Schulzendorf bekommt eine mobile Lärmmessstation. Die Gemeinde beauftragte die Aufstellung während des Betriebs der BER-Südbahn vom 16. Juli bis 28. Oktober diesen Jahres. In der Zeit wird die Rollfeldanbindung an die Nordbahn für das Double-Roof-Konzept geschaffen. Das Konzept sieht den Betrieb des BER mit zwei Terminals vor. Da die Messstation derzeit anderweitig im Einsatz ist, kann sie aber erst ab dem 28. September aufgestellt werden, teilte das Rathaus auf seiner Internetseite mit. Die Aufstellung auf dem Schulgelände wird zurzeit vorbereitet.

„Es gibt eine mobile Lärmmessstation, die der Landkreis angeschafft hat. Die kann man in Schulzendorf aufstellen, wenn sie gerade nicht anderweitig verwendet wird“, sagte Schulzendorfs Bürgermeister Markus Mücke (parteilos). Der Betrieb auf der Südbahn führe dazu, dass der Landeverkehr näher an Schulzendorf herankommt. „Die Flugzeuge fliegen über die Waldstraße, was eine Zunahme von Lärm bedeutet, was wir auch zu erwarten haben, wenn der BER richtig in Betrieb geht“, sagte Mücke. Die Starts gingen Richtung Norden – hier habe Schulzendorf keine besondere Belastung zu befürchten. Die Grundschule liege südlich von der Südbahn. „Möglicherweise wird man dort mehr Lärm als bisher messen. Ich weiß aber nicht, welche Erkenntnis man aus diesen Daten ziehen kann“, sagte der Bürgermeister. Wenn es jedoch der Wunsch der Gemeindevertretung sei, Daten vor Ort zu erheben, werde er sich nicht dagegen sperren.

„Gerade jetzt, wo die Südbahn des BER geöffnet wurde, weil an der Nordbahn gebaut wird, und dadurch mehr Flugzeuge wieder über Schulzendorf fliegen, muss eine Messung erfolgen“, sagte Winnifred Tauche (Linke). Gerade mit Blick auf das Dialogforum sei eine solche Datenerhebung sinnvoll, da man sehen könne, wie bereits jetzt die Fluglärmbelastung sei. Ein Vorher-Nachher-Vergleich sei sinnvoll. Anhand der Daten könne man auch erahnen, was in Zukunft auf die Gemeinde an Belastung zukomme. Dazu müssten intensive Gespräche im Dialogforum geführt werden. Die Fluglärmbelastung sei bereits heute intensiver. Gerade auf dem Eichberg sei die Frequenz hoch. „Im Moment fliegen die Flugzeuge nicht über die Schule. Aber die Frequenz könnte nach Eröffnung steigen, wenn die größeren Flugzeuge im Einsatz sind, die die 15-Grad-Kurve nicht fliegen können“, so Tauche weiter. Sie werde sich aktiv dafür einsetzen, dass etwas passiert und die Flugrouten eingehalten werden. Geprüft werden müsse ferner, ob beim Schallschutz auch in der Qualität nachgebessert werden muss. „Der Radius der vom Schall betroffenen Gemeinden muss eventuell vergrößert werden. Entsprechend müssten dann mehr Gelder in einen verbesserten Schallschutz fließen“, sagte die Linken-Politikerin.

„Die Messstation bei der Schule aufzustellen – das kann man machen. Wenn der BER eröffnet, werden wir aber natürlich andere Ergebnisse bekommen“, sagte Andreas Körner (Grüne). Bei dem jetzigen Flugbetrieb knicken die Flugrouten nach Norden ab. Nach der Eröffnung des BER könne es mehr Lärm sein. „Das bisherige Tagschutzgebiet wird nicht das endgültige sein. Das muss später angepasst werden“, sagte Körner. Die Schule müsse Teil des Tagschutzgebiet sein und müsse es einen erhöhten Schallschutz geben. Es sei sinnvoll zwischen Schule und Rathaus längerfristig eine stationäre Messstation einzurichten. „Das ist aber immer eine finanzielle Frage“, sagte Körner.

Von Oliver Becker

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