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Schulzendorf Schulzendorf braucht mehr Kitaplätze – dringend
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00:27 25.02.2019
Das Wohngebiet „Mühlenschlag“ gilt als idealer Standort für eine neue Kita. Dort sollen demnächst neue Mietwohnungen entstehen. Quelle: Josefine Sack
Schulzendorf

Auf einen Kitaplatz müssen Eltern in Schulzendorf derzeit mehrere Monate warten. Bis zum Sommer sind alle fünf kommunalen Kitas und der Hort voll ausgelastet. „Frühestens zum Schuljahresbeginn ab August werden wieder Plätze frei“, teilte Irma Klausch, Leiterin des Geschäftsbereiches Soziales, Bildung und Kultur, mit.  

Erst im vorigen Jahr eröffnete an der Ernst-Thälmann-Straße die neue Kita „Ritterschlag“ der Johanniter Unfallhilfe mit 70 Plätzen. Weil dringend zusätzliche Betreuungsplätze benötigt werden, diskutiert die Gemeinde erneut über potenzielle Kita-Standorte. „Wir brauchen eine neue Kita, am besten jetzt“, sagte Bürgermeister Markus Mücke (parteilos) kürzlich im Sozialausschuss.

Zuzug stellt die Gemeinde vor ein Dilemma

Allein im neuen Wohngebiet „Ritterschlag“ entstehen mehr als 400 Wohneinheiten. Die ersten Familien ziehen im Herbst ein. Der Zuzug stellt die Gemeinde vor ein Dilemma: In Schulzendorf gibt es kaum Bauland. Die wenigsten noch verfügbaren Flächen gehören der Gemeinde.

Das ehemalige Rathaus in der Otto-Krien-Straße ist ein denkbarer Kita-Standort. Allerdings sollen dort Wohnungen entstehen. Quelle: Josefine Sack

Mühlenschlag gilt als idealer Standort

Ein Beispiel ist das Wohngebiet „Zum Mühlenschlag“. Es gilt als idealer Standort für eine neue Kita, vor allem, weil dort demnächst Mietwohnungen gebaut werden sollen. Das Gebiet gehört der Kirche. Für eine Kita müsste der Bebauungsplan (B-Plan) geändert werden.

„Warum gibt es dann keinen Beschlussvorschlag, wenn Eile geboten ist?“, wollte Claudia Mollenschott (Linke) wissen. „Wir sind dran. Zuerst muss der B-Plan stehen“, sagte Bürgermeister Mücke. Zudem müssten die Besitzverhältnisse geklärt werden und es müsse entschieden werden, wer die Kita baut und betreibt.

Campus-Idee an der Miersdorfer Straße

Dominic Lübke (SPD), sachkundiger Einwohner, stellte die Idee eines Schul- und Kita-Campus an der Miersdorfer Straße zur Diskussion. „Die Idee ist nicht schlecht, aber das Grundstück gehört uns nicht“, sagte Joachim Kolberg (CD). Er warf Lübke vor, den Campus-Vorstoß vor den Kommunalwahlen absichtlich ins Spiel gebracht zu haben.  

„Ich bin ja nicht der Erste, der die Idee geäußert hat“, gab Lübke zu. „Ich will nur nicht, dass der Mühlenschlag der einzige Standort ist, über den wir hier reden.“ Der Acker zwischen Kölner Straße und Friedhof gilt für kommunale Zwecke als ungeeignet. Um dort eine Kita zu bauen, müsste die Gemeinde das Gelände kaufen und in Bauland umwidmen.

Am ehesten käme noch das ehemalige Rathaus in der Otto-Krien-Straße in Frage. Zurzeit ist das Grundstück für einen sozialverträglichen Wohnungsbau vorgesehen.

Von Josefine Sack

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