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Schulzendorf Vollsperrung sorgt für Umwege
Lokales Dahme-Spreewald Schulzendorf Vollsperrung sorgt für Umwege
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01:16 25.06.2018
Eine Vollsperrung in der Verlängerung der Walther-Rathenau-Straße in Schulzendorf sorgt bei den Anwohnern für Unmut. Quelle: Josefine Sack
Schulzendorf

Wegen einer Straßensperrung müssen die Anwohner rund um die Walther-Rathenau-Straße in Schulzendorf in den kommenden Wochen und Monaten größere Umwege in Kauf nehmen. Grund sind die Erschließungsarbeiten auf dem als „Ritterschlag/Ritterfleck“ bekannten Gelände zwischen der Freiligrathstraße und der Miersdorfer Straße. Der Projektentwickler Bonava aus Fürstenwalde errichtet dort an die 200 neue Eigenheime.

Anwohner nutzten Trampelpfad zum Friedhof

Der Bauzaun steht bereits seit einigen Wochen. Für Unmut in der Nachbarschaft sorgt nun offenbar die kürzlich eingerichtete Vollsperrung des früheren Trampelpfads an der Freiligrathstraße/Ecke Walther-Rathenau-Straße. Viele ältere Menschen nutzten den unbefestigten Durchstich, um zu Fuß oder mit dem Rad zum Friedhof an der Miersdorfer Straße zu gelangen.

„Sie hätten ja wenigstens eineinhalb Meter für Fußgänger und Radfahrer frei lassen können“, moniert ein Rentner, dessen Grundstück direkt an das Baufeld grenzt. Grundsätzlich begrüße er die Entstehung des neuen Wohnquartiers. „Bei uns wurde schon zweimal eingebrochen“, erzählt er. Die Diebe verschafften sich von hinten über den Acker Zutritt ins Haus. Der Pensionär hofft, dass das bald bewohnte Gebiet Einbrecher in Zukunft abschreckt.

Weg aus Platzgründen nicht möglich

„Wollen die hier eine U-Bahn bauen?“, scherzt ein älterer Herr und deutet auf den tiefen Graben hinter dem Bauzaun. Auch er bedauert, dass der Abschnitt vorerst gesperrt ist. „Vor allem für Hundebesitzer ist es schade“, sagt der Anwohner. Viele Schulzendorfer nutzten den Zugang, um im angrenzenden Wäldchen Gassi zu gehen, erzählt er. Immerhin – die Glascontainer und die Altkleider-Box sind von der Sperrung nicht betroffen.

„Die Genehmigung zur Straßensperrung gilt vorerst bis zum Jahresende“, informierte Bonava-Sprecher Christian Köhn auf MAZ-Anfrage. Auf dem gesamten Gelände laufen aktuell die Erschließungsarbeiten für das neue Wohngebiet. „Für die Erschließung werden tiefe Gräben ausgeschachtet, in die dann Wasser- und Abwasserleitungen verlegt werden“, erläuterte Köhn.

Bonava baut Straßen fürs Wohngebiet

Die Gräben seien teilweise mehrere Meter tief. Sie sollen das gesamte Gelände durchziehen. Weil die Ausschachtungen direkt hinter der Absperrung „einen gewissen Raum“ erfordern, ist „ein provisorischer Gehweg schon rein platzmäßig momentan nicht möglich“, ergänzte der Unternehmenssprecher.

Nachdem die Gräben wieder verschlossen sind, soll der eigentliche Straßenbau beginnen. „Denn bisher handelt es sich an dieser Stelle ja eher um eine unbefestigte Staubpiste“, sagte Köhn.

Bonava versprach, im Laufe der Bauarbeiten zu prüfen, ab wann wieder ein gefahrloser Durchgang möglich ist. Vorerst führe an einer Sperrung aber kein Weg vorbei. „Wir bitten um Verständnis, dass Sicherheit in diesem Fall absolut Vorrang hat“, sagte der Sprecher.

Von Josefine Sack

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