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Dahme-Spreewald Spendenaktion für Familie in Not
Lokales Dahme-Spreewald Spendenaktion für Familie in Not
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00:28 23.03.2018
Eine Schulzendorferin setzte auf Facebook einen Hilferuf ab – und bekam innerhalb kurzer Zeit viel Unterstützung. Quelle: Screenshot
Schulzendorf

Mit einem Hilferuf in der Gruppe „Freundliches Miteinander in Schulzendorf“ bei Facebook hat es begonnen. Er stammt von Kerstin S. Die Schulzendorferin und ihre Familie sind unverschuldet in Not geraten. Krankheit, Todesfälle und Arbeitslosigkeit haben dazu geführt, dass das Ehepaar Manfred und Kerstin S. wiederholt finanzielle Engpässe durchlitt.

Zwangsversteigerung drohte wegen 219 Euro Grundsteuern

Ende Februar erreichte die Familie eine Mitteilung des Amtsgerichts Königs Wusterhausen, dass ihr Grundstück in der Jahnstraße „wegen offener Grundstückslasten“ zwangsversteigert werden soll. Es geht um nicht gezahlte Grundsteuern aus dem Jahr 2017 in Höhe von 219,35 Euro an die Gemeinde. „Ich konnte nicht glauben, dass uns die Verwaltung wegen 219 Euro auf die Straße setzen will“, sagt Kerstin S. Die 44-Jährige lebt mit ihrem kranken Mann und der gemeinsamen fünf Jahre alten Tochter im Haus der verstorbenen Mutter. Sie weiß sich nicht zu helfen und wendet sich an die 452 Mitglieder der Schulzendorfer Facebook-Gruppe.

Der Hilferuf von Kerstin S. bei Facebook. Quelle: Screenshot

Hilferuf in Schulzendorfer Facebook-Gruppe

Ramona Brühl, Gemeindevertreterin für die Fraktion Bürgerbündnis in Schulzendorf und Administratorin der Gruppe, antwortet prompt: „Kann ich irgendwie behilflich sein?“ Die beiden Frauen treffen sich. Kerstin S. erzählt der ehemaligen Bürgermeisterkandidatin, was passiert ist. S. scheint vom Pech verfolgt: Noch als sie schwanger ist, verstirbt ihre 61-jährige Mutter nach einem Routineeingriff an Multiorganversagen. Der hinterbliebene Lebensgefährte zieht kurz darauf aus deren Haus in der Jahnstraße aus. Die Wertsachen nimmt er mit und hinterlässt einen Berg offener Rechnungen, die Kerstin S. begleichen muss. 2012 zieht sie mit ihrer Familie in das Haus und hat direkt Ärger mit dem Nachbarn. Dieser zeigt das Paar mehrfach an, nachdem deren Hündin auf sein Grundstück ausgebüxt ist. Versuche, sich privat zu einigen, scheitern. Familie S. muss 1000 Euro Strafe zahlen.

Ramona Brühl, Bürgerbündnis Schulzendorf. Quelle: privat

Der Rechtsstreit nach dem Tod der Mutter, das Haus, der Ärger mit den Behörden, dazu die erst sechs Monate alte Tochter – die Sorgen wachsen Kerstin S. über den Kopf. Sie wird krank, verliert ihren Job als Busfahrerin. Ihr Mann ist selbst krank und hat Schulden aus erster Ehe. Das Paar verliert den Überblick über noch offene Rechnungen.

Nachdem Ramona Brühl vom Schicksal der Familie erfahren hat, startet sie einen Aufruf bei Facebook: „Wir brauchen 300 Euro bis zum 24.03.2018, um eine Familie (...) vor der Zwangsversteigerung ihres Heims zu bewahren.“ Die Resonanz ist enorm: 350 Euro Spenden kommen zusammen. „Wir sind überwältigt von der Solidarität“, sagt Manfred S. Im Sommer will sich die Familie mit einem Fest bei den Helfern bedanken.

Schulden sind dank der Spenden beglichen

Ihre Schulden bei der Gemeinde hat Kerstin S. am vergangenen Freitag bei der zuständigen Mitarbeiterin im Rathaus in bar beglichen. Die Zwangsversteigerung ist damit vom Tisch, die Geldsorgen nicht. Mithilfe der Schuldner- und Insolvenzberatungsstelle in Eichwalde will das Paar finanziell nun wieder auf die Beine kommen.

Von Josefine Sack

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