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Dahme-Spreewald Schwerverletzte Radfahrerin gestorben
Lokales Dahme-Spreewald Schwerverletzte Radfahrerin gestorben
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08:47 15.05.2018
Vier Radfahrer wurden bei einem Unfall nahe Klein Köris am Sonntagnachmittag an dieser schwerst verletzt. Quelle: Julian Stähle
Klein Köris

Nach dem schweren Unfall einer Radfahrergruppe auf der Bundesstraße 179 nahe Klein Köris ist eine der schwer verletzten Frauen gestorben. Das teilte die Polizeidirektion Süd am Montag mit.

Der Zustand der drei überlebenden Radler ist weiter kritisch, so die Polizei am Dienstagmorgen

Abtransport der demolierten Räder Quelle: Julian Stähle

Am Sonntag war ein 81 Jahre alter Autofahrer in die vier Radfahrer aus Berlin gerast. Die zwei Männer und zwei Frauen wurden lebensbedrohlich verletzt in Krankenhäuser gebracht.

Woher und wohin die Vier radelten, blieb unklar

Am Sonntagnachmittag hatte der Autofahrer die Radler aus Berlin, die auf der Bundesstraße 179 bei Klein Köris im Spreewald unterwegs waren, mit seinem Wagen in voller Fahrt von hinten erfasst. Nach Zeugenaussagen war der Senior zu weit rechts gefahren und der Radlergruppe nicht ausgewichen.

Bei den Radlern handelte es sich um eine 55-Jährige und ihren gleichaltrigen Ehemann sowie eine 51-Jährige und einen 64-Jährigen. In der Nähe des Unfallortes gebe es ein Gartengrundstück, das einem der Opfer gehöre, sagte eine Sprecherin der Polizeidirektion Süd. Es blieb unklar, ob die Paare möglicherweise dorthin fahren wollten oder von dort kamen.

Zeugen standen unter Schock

Der 81-jährige Autofahrer erlitt einen Schock und musste ebenfalls im Krankenhaus behandelt werden. Er sei aber nach einem stationären Aufenthalt wieder nach Hause entlassen worden, so die Sprecherin. Die Unfallursache werde derzeit mit Auswertung der Spuren und Befragungen von Zeugen ermittelt. Dazu sei auch die Prüfgesellschaft Dekra herangezogen worden. Einige Zeugen standen am Sonntag noch unter Schock und konnten erst später befragt werden.

In Brandenburg gab es laut dem Bundesverband Allgemeiner Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) in den vergangenen Jahren nicht signifikant mehr Radunfälle auf Bundesstraßen. „Auf Bundesstraßen Rad zu fahren ist für Alltags- und Tourenradler eher unattraktiv“, sagte ADFC-Sprecherin Stephanie Krone der Deutschen Presse-Agentur.

35 Prozent der Bundesstraßen haben laut Verein Radwege

Jedoch liege das Bundesland beim Ausbau von Radwegen an Bundesstraßen deutlich hinter dem Bundesdurchschnitt. Nur 35 Prozent der Brandenburger Bundesstraßen sind laut dem Verein mit Radwegen ausgestattet. Im Bundesdurchschnitt seien es 44 Prozent.

Zwar müssten nicht alle Bundesstraßen mit Radwegen ausgestattet werden. „Dort, wo viel Radverkehr zu erwarten ist, sollte es aber Ausweichrouten abseits des schnellen Autoverkehrs geben – oder gute, separierte Radwege entlang der Bundesstraße.“

Von MAZonline

Es sollte ein unbeschwerter Fahrradausflug werden. Für zwei Paare endete er im Krankenhaus. Dort werden ihre lebensgefährlichen Verletzungen behandelt. Ein 81-jähriger Autofahrer hatte die Radler erfasst.

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