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Schwingende Petticoats und glänzende Luxuskarossen

Auf dem Mittenwalder Salzmarkt trafen sich zum zwölften Mal Oldtimerfreunde Schwingende Petticoats und glänzende Luxuskarossen

Einer der einst schnellsten Sportwagen der Welt, der Auburn Speedstar, gehörte zu den Höhepunkten beim zwölften Oldtimertreffen in Mittenwalde. Das auch Besitzer und Fans von schmucken Zweirädern anlockte und seit drei Jahren vom Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr organisiert wird.

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Madelaine Krugler nahm das erste Mal am Treffen mit einer Schwalbe aus dem Jahr 1964 teil.

Quelle: Uta Schmidt

Mittenwalde. Nicht nur dutzende auf Hochglanz polierte Edelkarossen zogen am Samstag die Blicke der begeisterten Besucher auf dem Mittenwalder Salzmarkt an, auch die strahlenden Damen des Feuerwehrfördervereins in ihren 50er-Jahre-Sommerkleidern mit Petticoats. „Die haben wir uns extra für dieses Treffen besorgt. Wir wollen, dass unser Fest immer bunter und fröhlicher wird“, sagte Vereinsvizevorsitzende Yvonne Glaschke.

Die weiblichen Mitglieder des veranstaltenden Feuerwehr-Fördervereins empfingen die Besucher in Sommerkleidern im 50er-Jahre-Stil

Die weiblichen Mitglieder des veranstaltenden Feuerwehr-Fördervereins empfingen die Besucher in Sommerkleidern im 50er-Jahre-Stil.

Quelle: Uta Schmidt

Seit zwölf Jahren zieht es nun schon die Besitzer von zwei- und vierrädrigen Oldtimern nach Mittenwalde. Vor drei Jahren übernahmen die Mitglieder des 2002 gegründeten Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr kurzerhand das Steuer. Auch die Mitglieder der Kirchengemeinde, des Karnevalvereins, des Heimatvereins und anderer Vereine sowie Unternehmen tragen zum Gelingen bei.

„Hier stimmt einfach alles, die gute Organisation, die vielen fröhlichen Menschen, die lockere Fachsimpelei – sogar das Wetter“, lobte Harry Böckmann aus Berlin. Seit zehn Jahren nimmt der Besitzer alter Fahrzeuge bereits an diesem Oldtimertreffen teil. Diesmal kam er mit einer besonderen Rarität angerollt, einem Volvo-Cabrio aus dem Jahr 1977. Von diesem zum 50. Firmenjubiläum von Volvo mit besonders hochwertiger Ausstattung in Italien gebauten Wagentyp würden nur noch 90 Exemplare in Europa gefahren. Der große Magnet aber war der glänzende Auburn Speedstar 876 aus den USA, den Gudrun Behrend aus Ragow präsentierte. „Das ist ein sogenanntes Second-Generations-Fahrzeug. Es wurde erstmals 1935 in Amerika gebaut und nach 40 Jahren erneut produziert. Mein Auto stammt aus dem Jahr 1979“, erklärte die stolze Ragowerin. Das Auto habe in den 30er-Jahren zu den schnellsten Sportwagen der Welt gehört.

Viel Lob für den veranstaltenden Feuerwehrförderverein

Davon können die „Simsonfreude aus Mittenwalde“ nur träumen. Die Gruppe verstärkte das Ausstellerfeld auf ihren in Suhl produzierten Motorrädern nach einem morgendlichen Abstecher beim Simson-Treffen in Wünsdorf. „Ich fahre eine SR 1 aus dem Jahr 1955“, sagte Kalle Gärtner, „habe die Maschine aus lauter Einzelteilen zusammengebaut“. 2001 hat er die „Simsonfreunde“ gegründet. „Das Faszinierende an diesen Zweirädern ist doch, dass man daran selbst schrauben kann“, so Gärtner. Auch er lobte den ideenreichen Feuerwehrförderverein für die gelungene Veranstaltung. Das Oldtimertreffen sei zu einem Highlight für Mittenwalde geworden. Mit den vielen Fahrzeugen aus DDR-Produktion wie Trabant, Wartburg und Simson-Motorrädern hätte das Treffen sogar einen besonderen Charakter entwickelt, so der Mittenwalder.

Mit Spaß dabei

Mit Spaß dabei: Die Simsonfreunde aus Mittenwalde mit ihren Mopeds.

Quelle: Uta Schmidt

Madelaine Krugler kam kurzentschlossen auf ihrer roten Schwalbe, Baujahr 1964, aus Königs Wusterhausen angebraust: „Ich wollte unbedingt ein altes, stilvolles Zweirad fahren, das nicht jeder hat.“ Sie hatte sich in ein passendes Outfit gehüllt und genoss den Spaß mit Ehemann Lars.

Wer sich nicht nur für die Geschichte alter Karossen, sondern auch für die der Stadt interessierte, dem standen das Heimatmuseum und die Sankt-Moritz-Kirche zur Besichtigung offen. „An unserem Trödelstand sammeln wir Spenden für die Restaurierung des wertvollen, unvermutet aufgefundenen Deckengemäldes ‚Paradiesgarten‘ aus dem Jahre 1480“, so Monika Kurz von der Kirchengemeinde.

Von Uta Schmidt

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