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Dahme-Spreewald Selbst für ’nen Hunderter ginge es nicht weiter
Lokales Dahme-Spreewald Selbst für ’nen Hunderter ginge es nicht weiter
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17:55 25.07.2013
Kein Durchkommen: Da bleiben Axel Firmont (rechts) und Uwe Schmädicke beharrlich und vor allem ziemlich unbeweglich. Quelle: Bastian Pauly
KÖNIGS WUSTERHAUSEN

Für Sylvia und Bernd Schmoldt endet der Törn an der Schleuse Neue Mühle. Zumindest vorerst. Von Spandau über Schmöckwitz zum Scharmützelsee, das war das Ziel der beiden Skipper vom Segler-Club Gothia in Berlin.

Kein Durchkommen in Königs Wusterhausen. Urlaubskater? Niemals! Sylvia und Bernd Schmoldt strahlen wie die Sonne auf ihre "Aida piccola", ein Acht-Meter-Delanta 80, Jahrgang 1977. "Der Weg ist das Ziel bei solchen Urlauben", sagt er, 58Jahre. "Und irgendwann fährt man wieder nach Hause." Kurze Pause. "Wenn man kann."

Aber Firmont und sein Kollege Schmädicke lassen nicht mit sich reden, auch wenn sie einem Paddelbootfahrer schon mal beim Umsetzen helfen. Der Streik soll doch wehtun. Der Adressat: Peter Ramsauer, Bundesverkehrsminister und oberster Chef der Schleusenwärter. Der CSU-Minister will die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung umkrempeln. Heißt: Stellenabbau, Mehrarbeit, Versetzungen. Monatsweise kommen andere zu Schleusenwart Firmont, um auszuhelfen. Schmädicke, eigentlich Streckenarbeiter und seit 1989 im Geschäft, nennt das "Lückenfüllerei". "Wir kriegen immer mehr Aufgabengebiete." Als Streckenarbeiter kümmert er sich um Schilder und Wegmarkierung, geht auf Baumschau. Wenn Schmädicke an der Schleuse arbeitet, fehlt er anderswo.

"Dieser Betrieb wird bestreikt!", prangt es gut lesbar auf mehreren Schildern im Schleusenvorhafen. "Das ist mehr als nur ein Fingerzeig, dass wir uns nicht alles gefallen lassen", sagt Firmont. Streiks hat es immer wieder gegeben, aber an einen dreitägigen Ausstand können sich Firmont und Schmädicke nicht erinnern.

Von Bastian Pauly

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