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Dahme-Spreewald Selbstbestimmtes Leben im Fokus
Lokales Dahme-Spreewald Selbstbestimmtes Leben im Fokus
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21:55 25.05.2016
Carola Diehl wird für ihr Engagement von DSMG-Schirmherr Matthias Platzeck geehrt. Quelle: Karen Grunow
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Teupitz

Vor 14 Jahren erhielt Carsten Diehl im Asklepios-Fachklinikum Teupitz die Diagnose Multiple Sklerose. In der Selbsthilfegruppe in seiner Heimatstadt Luckenwalde trafen er und seine Frau Carola auf andere Betroffene, hier fanden sie Halt. Seit 2010 leitet Carola Diehl diese Gruppe mit viel Enthusiasmus und ehrenamtlich, dafür wurde sie gestern im Rahmen der Festveranstaltung zum Welt-MS-Tag in Teupitz ausgezeichnet. Der frühere brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck, der Schirmherr des Landesverbandes der Deutschen Multiple-Sklerose-Gesellschaft (DSMG) ist, überreichte ihr die DSMG-Ehennadel in Gold mit den Worten „So’ne Menschen braucht’s, meine Damen und Herren, dann geht fast alles.“

Rund 260 Besucher, MS-Patienten und ihre Angehörigen, hatten sich zum Welt-MS-Tag der DSMG angemeldet, der zum bereits fünften Mal in Folge im Asklepios-Klinikum stattfand. Dort werden rund ein Viertel aller MS-Patienten des Landes behandelt, denn die von Jürgen Hartmut Faiss, Ärztlicher Direktor des Teupitzer Klinikums, geleitete Klinik für Neurologie ist anerkanntes MS-Zentrum für Südbrandenburg. Dort gibt es ein spezialisiertes Kompetenzteam, allein drei Krankenschwestern sind ausschließlich für MS-Patienten da.

5000 Euro für die Deutschen Multiple-Sklerose-Gesellschaft

Judith Faiss, die dieses Betreuungsteam leitet, hat mit ihren Kolleginnen den Welt-MS-Tag organisiert. Neben Sven Reisner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Asklepios Fachkliniken in Brandenburg, der einen Scheck über 5000 Euro an die DSMG überreichte, dem stellvertretenden Teupitzer Bürgermeister Mario Hecker und Landrat Stephan Loge (SPD) sprach auch Marianne Siebert zur Eröffnung der Veranstaltung. Sie ist seit vielen Jahren Vorsitzende der brandenburgischen DSMG. „Der Welt-MS-Tag hilft, Verständnis für Menschen, die an Multipler Sklerose erkrankt sind, zu wecken“, sagte sie. „Das Leben geht aus dem Gleichgewicht, wenn man die Diagnose erfährt.“ Gerade wenn es um junge Leute gehe, kochen viele Ängste hoch: „Kann ich Kinder bekommen? Kann ich meinen Beruf ausüben?“ Almuth Hartwig-Tiedt, Staatsekretärin im brandenburgischen Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, betonte: „Wir müssen in der Arbeitswelt dafür sorgen, dass Sensibilität herrscht.“ Selbstbestimmt leben mit der unheilbaren, aber, wie Siebert betonte, behandelbaren Krankheit MS war das große Motto des Tages, an dem die Gäste Workshops und Vorträge sowie eine Podiumsdiskussion besuchen konnten.

Von Karen Grunow

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