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Selbstbewusste Liberale

Königs Wusterhausen Selbstbewusste Liberale

Die FDP in Königs Wusterhauen gibt sich im Wahljahr kampfeslustig. Im MAZ-Gespräch nehmen Fraktionschef Raimund Tomczak und Ortsvorsitzender René Klaus die Rathauspolitik aufs Korn. Bei der Bürgermeisterwahl rechnen sich die Liberalen Chancen aus. Sie stellten schon mal eine Amtsinhaber.

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FDP-Trio: Fraktionschef Raimund Tomczak, Bürgermeister-Kandidatin Anke Gerth und Ortsvorsitzender René Klaus (v.l.).

Quelle: Privat

Königs Wusterhausen. Für die Freien Demokraten ist Königs Wusterhausen eine Hochburg. Der Ortsverband, zu dem Heidesee und das Schenkenländchen gehören, ist mit 31 Mitgliedern der größte in der Kreis-FDP. Ortsvorsitzender René Klaus und der Königs Wusterhausener Fraktionschef Raimund Tomczak blicken aufs Wahljahr.

Stadt hat wertvolle Zeit verloren

Mit großer Verspätung wurde gerade der Stadthaushalt beschlossen, mit den FDP-Stimmen. Gab es nichts zu meckern?

Raimund Tomczak: Der Haushalt ist in Ordnung, aber vieles hätte schon auf dem Weg sein können, zum Beispiel bei der Planung der Kita- und Schulneubauten. Wertvolle Zeit wurde verloren, weil die Verwaltung personell verändert und der Haushalt spät vorgelegt wurde. Auch die Kitabeiträge waren ein Grund für die Verzögerung. Übrigens wird immer vergessen, woher die Einnahmen kommen – von den steuerpflichtigen Bürgern und Unternehmern.

Hafenentwicklung und beitragsfreie Kitas

Als Opposition hat die FDP bei Abstimmungen oft das Nachsehen. Was ärgerte Sie am meisten?

Tomczak: Die Untersuchung der Mehrkosten für den Rathausneubau und der Personalentscheidungen des Bürgermeisters ist bis heute offen. Unser Antrag dazu wurde abgelehnt.

Klaus: Es gibt etliche ungeklärte inhaltliche Fragen, zu denen wir Antworten einfordern werden. Etwa Hafenentwicklung, Tempo-30-Limit vor Kitas und Schulen, Beitragsfreiheit in Kitas.

Was läuft aus Ihrer Sicht gut?

Tomczak: Man muss anerkennen, dass der Kreis und die Stadt beim Wohnungsbau gut dastehen, da passiert etwas. Die Schaffung von Wohnraum, privat und öffentlich finanziert, bleibt eine wichtige Aufgabe.

KW braucht mehr Bürgerbeteiligung

Was muss besser werden?

Tomczak: Die Bürgerbeteiligung. Wir begrüßen die Gründung des Kitabeirates. Es ist ein großer Erfolg, dass Eltern das geschafft haben. So können sie künftig vor Entscheidungen besser einbezogen werden. Außerdem fordern wir, dass der Stadtrat mehr als fünf Mal im Jahr tagt. Das würde den Bürgern mehr Möglichkeiten geben, an den Sitzungen teilzunehmen und ihre Anliegen vorzubringen.

Ein liberaler Bürgermeister

Warum tritt die FDP mit einer eigenen Kandidatin zur Bürgermeisterwahl im September an?

Klaus: Damit zeigen wir, dass wir Liberale in Königs Wusterhausen und in den Ortsteilen gut verankert sind. Wir gehen sehr selbstbewusst in die Wahl. Der erste Bürgermeister nach dem Krieg in Königs Wusterhauen war Willi Hein, ein Liberaler. Der langjährige Bürgermeister Jochen Wagner war in der LDPD, bevor er zu den Sozialdemokraten ging.


Von Frank Pawlowski

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