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Senioren wollen neuen Treffpunkt

Königs Wusterhausen Senioren wollen neuen Treffpunkt

Nach der Schließung eines Gemeinschaftsraumes in der ASB-Wohnanlage in Neue Mühle wünschen sich die Bewohner einen neuen Treffpunkt. Sie bekommen Unterstützung vom Seniorenbeirat Königs Wusterhausen. Der ASB sieht hingegen keine Notwendigkeit.

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Irene Friedel mit Gerhard Holz vor einer gelben Bank im Hof. „Unser neuer Gemeinschaftsraum“, sagt Gerhard Holz sarkastisch.

Quelle: Frank Pawlowski

Königs Wusterhausen. Mit selbstlose Hilfe eines Samariters hat das Handeln des Arbeiter-Samariter-Bundes, ASB, in diesem Fall nichts zu tun, findet Heinz Nigbur. „Die müssen einen anderen Namen bekommen. Das sind Gutsherren-Methoden“, sagt der 92-Jährige aufgebracht.

Großer Unmut unter Bewohnern

Der Grund für seinen Groll liegt schon einige Monat zurück, sorgt aber weiter für großen Unmut unter Bewohnern der ASB-Anlage für betreutes Wohnen in der Zernsdorfer Straße in Neue Mühle. Damals wurde der Gemeinschaftsraum geschlossen. „Wir wurden nicht informiert, man uns den Schlüssel einfach weg genommen“, erzählt der 80 Jahre alte Gerhard Holz, der mit Heinz Nigbur und anderen Bewohner gegen die Schließung protestierte.

Proteste fanden kein Gehör

Es wurden Unterschriften gesammelt. Heinz Nigbur wandte sich an den ASB-Bundesverband, schrieb an den Petitionsausschuss des Bundestages und an den Landtag . Nirgends fand er Gehör. Der Raum, berichten die Senioren, war ein beliebter Treffpunkt, wurde auch für private Feiern genutzt. Er ist zwar nicht Teil der Mietverträge. Aber Heinz Nigburs Tochter Irene Friedel verweist darauf, dass der Wohlfahrtsverband mit diesem zusätzlichen Angebot wirbt in Broschüren und einem Werbeflyer zur Anlage in Neue Mühle. „Der ASB ist gegen die ganzen Leute hier“, sagt sie.

ASB weist die Kritik zurück

Der ASB-Regionalverband weist die Kritik zurück und begründet die Schließung damit, dass der Gemeinschaftsraum kaum noch genutzt wurde. Daher sei entschieden worden, ihn an die ansässige Physiotherapie-Praxis zu vermieten und den Bewohnern kostenlose Gymnastikkurse anzubieten. „Das Angebot wird dankend angenommen“, so Sprecherin Anja Briese. Es sei eine „attraktiven Alternative“. Ein anderer Raum stehe nicht zur Verfügung, der ASB sehe angesichts des Nutzungsverhaltens der letzten Jahre“ dafür auch keine Notwendigkeit.

Treffpunkt verhindert Einsamkeit

Heinz Nigbur gibt sich damit nicht zufrieden. „Wir wünschen uns einen Raum, in dem wir uns wieder treffen können.“ Unterstützung bekommt er vom Seniorenbeirat Königs Wusterhausen. Vorsitzende Renate Grupe: „Wir sind immer sehr für Gemeinschaftsräume, weil wir wissen, dass sie gerne genutzt werden. Das verhindert auch Einsamkeit.“ Sie bedauere außerordentlich, dass den Senioren in neue Mühle der Raum weg genommen wurde.

Von Frank Pawlowski

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