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Senzig erhält ein neues Feuerwehr-Gerätehaus

Neubau vor Sanierung Senzig erhält ein neues Feuerwehr-Gerätehaus

Nach eingehender Prüfung wurden alle bisherigen Pläne zur Sanierung des Gerätehauses in Senzig verworfen. „Nicht zukunftsfähig“ hieß es im Rathaus sowie bei den Kameraden der Senziger Wehr übereinstimmend. Den Vorzug erhielt jetzt ein etwa 1,5 Millionen Euro teurer Neubau.

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Lutz Franzke (l.) und Sebastian Kanschur präsentieren die Pläne für den Neubau des Senziger Gerätehauses.

Quelle: Franziska Mohr

Senzig. „Alle guten Dinge sind drei“, sagt der Königs Wusterhau-sener Bürgermeister Lutz Franzke (SPD) schmunzelnd, während er den Plan für den in seiner Amtszeit nun schon dritten Neubau eines Feuerwehr-Gerätehauses in den Händen hält. Die Senziger Kameraden hätten nach ihren Kollegen aus Zernsdorfer/Kablow sowie den Niederlehmer Kameraden wahrlich ordentliche Arbeitsbedingungen verdient.

Nach eingehender Prüfung hat die Rathausspitze jetzt gemeinsam mit den Senziger Feuerwehrleuten die Sanierung beziehungsweise den Ausbau des 1936 errichteten Gerätehauses verworfen. Stattdessen soll am gleichen ortsbildprägenden Standort in der Chausseestraße/Ecke Gussower Straße ein Neubau entstehen. Nach seiner Fertigstellung 2017 wird der Altbau abgerissen. Auf diese Weise bleibt auch während der Bauzeit die Einsatzbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehr Senzig durchgängig gewahrt. Die Wehr kann Ortswehrführer Sebastian Kanschur zufolge auch künftig am Tag mit mindestens einer Staffel von sechs bis acht Personen ausrücken.

„Wir haben jahrelang diskutiert, aber das Gebäude mit der alten Bausubstanz, den steilen Treppen und dem beengten Platz ist einfach nicht zukunftsfähig“, sagt Kanschur. Umso mehr freuen sich die 30 Aktiven jetzt über die Pläne für den Neubau. Diese sehen in dem prosperierenden Ortsteil gleich Platz für 54 Feuerwehrleute vor. Außerdem können in der neuen Fahrzeughalle drei moderne Einsatzfahrzeuge abgestellt werden, während das bisherige schon um einen Meter verkürzt werden musste, damit es überhaupt in das alte Gerätehaus passt.

Künftig gehört auch das Umziehen der Kameraden direkt neben den Einsatzfahrzeugen der Vergangenheit an. Moderne Sanitäranlagen für Frauen und Männer sind dann selbstverständlich. Der neue Eingang befindet sich hinten, so dass sich im Interesse der Sicherheit der Verkehr der eintreffenden und bereits ausrückenden Kameraden nicht kreuzt. Hinter dem Gebäude entstehen 20 Pkw-Stellplätze für die ehrenamtlichen Feuerwehrleute. Das Gebäude neben der Fahrzeughalle wird zweigeschossig, wobei sich in der oberen Etage vor allem Schulungsräume befinden werden. Die Baukosten werden auf etwa 1,5 Millionen Euro geschätzt. Mit dem Umzug in das neue Haus rechnet Bürgermeister Franzke bereits 2017. „Für die Umsetzung dieser Pläne stehe ich im Wort“, sagt er. Ortswehrführer Sebastian Kanschur hört dies gern. „Allerdings“, sagt er mit ein bisschen Wehmut, „unseren alten Turm werden wir vermissen.“ Allein in diesem Jahr mussten die Senziger Kameraden schon zu 23 Einsätzen ausrücken. Ein Wohnungsbrand in der Herderstraße in Senzig endete dabei mit einem Totalschaden. Hier blieb am Ende nur noch der Abriss.

Von Franziska Mohr

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