Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Dahme-Spreewald Sinnlose Schmiererein
Lokales Dahme-Spreewald Sinnlose Schmiererein
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:38 10.04.2018
In Schenkendorf-Krummensee gibt es immer wieder Schmierereien wie hier auf dem Spielplatz an der Straße in Richtung Krummensee. Quelle: Andrea Müller

Das neue touristische Leitsystem in Mittenwalde sowie weitere Schilder sind in Schenkendorf-Krummensee mit Edding und weißer Farbe beschädigt worden. Inzwischen haben die Stadtarbeiter von Mittenwalde einen Großteil wieder gereinigt.

Am Bruch in Schenkendorf-Krummensee wurde das Schild zur Bergbau-Geschichte von den Mittenwalder Stadtarbeitern bereits wieder gereinigt. Es sind nur noch Spuren der Beschädigung erkennbar. Quelle: Andrea Müller

„Wir haben im ganzen Stadtgebiet immer wieder damit zu tun, dass Schilder beschmiert werden“, so Mittenwaldes Bürgermeisterin Maja Buße (CDU). So schlimm wie in Schenkendorf-Krummensee sei es allerdings in keinem Ortsteil. Nur Motzen reiche da noch heran – allerdings seien es dort vor allem rechte Schmierereien.

Am Ortseingang Schenkendorf-Krummensee wurden diese beiden Schilder mit Edding beschmiert. Der Weg führt zum Pferdehof. Aus dieses Hinweisschild ist kaum noch lesbar.. Quelle: Andrea Müller

Erst im Januar hatte die MAZ berichtet, dass das neue touristische Leitsystem in Mittenwalde und den dazu gehörigen acht Ortsteilen aufgestellt worden ist. Dazu zählen elf große und acht kleine Informationstafeln sowie 29 Pfosten mit insgesamt 80 Richtungs- und Entfernungshinweisen. Die Stadt Mittenwalde hatte für das moderne System 22 000 Euro ausgegeben. Im Layout war es an den ebenfalls neuen Internetauftritt der Stadt angepasst worden. Alles ist in Blau gehalten. In Schenkendorf-Krummensee gibt es mehrere Informationstafeln. Eine ist direkt im Dorfanger in Bestensee aufgestellt, eine weitere befindet sich am Strand in Krummensee. Eine dritte befindet sich Am Bruch. Die kleine Straße führt zur ehemaligen Bergbau-Siedlung.

Zur Geschichte der Braunkohlesiedlung

1874 waren Brunnenbauer bei Schachtarbeiten in geringer Tiefe auf Braunkohle gestoßen. Trotz ständigen Problemen mit dem Grundwasser wurde die Braunkohle abgebaut. Es wurden eine Schachtanlage und eine Brikettfrabrik errichtet. Die bis zu 66 Meter hohen Schornsteine waren damals das Wahrzeichen der „Grube Centrum“ Die Braunkohlezeit belebte Schenkendorf. Dort lebten im Jahr 1900 immerhin 1039 Menschen. Für sie entstand die Bergbausiedlung, die bis heute von der bewegten Braunkohlezeit berichtet. 1899 hatten die Schornsteine aufgehört zu rauchen. In der Bergbau-Siedlung – sie wurde nach der Wende saniert – entstanden moderne Wohnungen.

In Schenkendorf-Krummensee immer wieder zu sehen: MIt Aufklebern und Schmierereien versehene Verkehrsschilder. Hier direkt an der Hauptstraße war es wohl ein Fan vom Fußballklub Union Berlin.. Quelle: Andrea Müller

Das blaue Schild mit dem Hinweis auf die Bergbau-Siedlung Am Bruch wurde mit Farbe beschädigt. Das gleiche Schicksal ereilte andere Schilder in der nahen Umgebung – so auch am Spielplatz. „Ich habe das im Ordnungsamt Mittenwalde angezeigt“, so der Ortsbeiratsvorsitzende Lutz Krause (Pro Bürger). Ihn ärgert es, dass es immer wieder zu solchen Schmierereien kommt. „Ich würde das gerne noch einmal im Stadtparlament und mit der Sozialarbeiterin besprechen, was wir dagegen unternehmen können“, so Krause. Da dies nicht nur ein Problem von Schenkendorf-Krummensee und Mittenwalde sei, sondern auch in Königs Wusterhausen, Wildau und anderen Orten passiere, wäre das möglicherweise auch ein Thema für das Jugendparlament in Königs Wusterhausen, so Krause.

Klären, was das die Stadt im Jahr kostet

In Mittenwalde werden so kontinuierlich die Kapazitäten der Stadtarbeiter gebunden, die die Schilder immer und immer wieder von Schmiererein mit Edding oder Farbe reinigen müssen. „Wir wollen jetzt auch mal wissen, was das die Stadt eigentlich im Jahr kostet“, so Krause. Denn das Geld fehle dann an anderer Stelle, etwa für die Jugendsozialarbeit in der Stadt.

Von Andrea Müller

Bei der Jahreshauptversammlung der Wildauer Feuerwehr zog Stadtbrandmeister René Sperling mit Blick auf das vergangenen Jahr eine positive Bilanz. Derzeit gehören 38 Kameraden zur aktiven Einsatztruppe. Sie haben nun ein neues Tanklöschfahrzeug bekommen.

10.04.2018

Unbekannte haben in der Nacht zu Montag auf dem Rasthof Fichtenplan an der A10 nahe dem Schönefelder Kreuz eine Lkw-Plane aufgeschlitzt und zwölf Paletten Motorkettensägen von der Ladefläche des Fahrzeugs entwendet. Der Schaden fällt entsprechend hoch aus.

26.03.2018

ADAC-Mitarbeiter riefen am Sonntagabend Polizisten nach Wildau, weil ein Unbekannter Mann ihnen gegenüber äußerst aggressiv aufgetreten war. Die Wut des Mannes richtete sich wenig später auch gegen die Polizisten, die er zudem körperlich angreifen wollte. Die Beamten nahmen ihn in Gewahrsam.

10.04.2018
Anzeige