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Dahme-Spreewald Skandal-Schnüffelei beschäftigt Landkreis
Lokales Dahme-Spreewald Skandal-Schnüffelei beschäftigt Landkreis
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17:16 04.02.2016
Uwe Pfeiffer. Quelle: Irmscher
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Mittenwalde

Die Vorwürfe gegen den Bürgermeister von Mittenwalde (Dahme-Spreewald), er habe sich im Amt widerrechtlich Adressen von Frauen besorgt, ist bei der Staatsanwaltschaft im abgeschlossenen Korruptionsverfahren gegen Uwe Pfeiffer bereits abgehandelt worden, sagte ein Sprecher der Anklagebehörde in Neuruppin am Donnerstag.

Im Disziplinarverfahren des Landkreises sind die über 180 Halteranfragen, um über die Auto-Kennzeichen an die Adressen von Frauen zu gelangen, jedoch weiterhin Bestandteil. Im MAZ-Interview sagte Pfeiffer zu den Anschuldigungen: „Sehen Sie es mir nach, dass ich mich zu dieser Frage vor dem Hintergrund des derzeit noch nicht abgeschlossenen Disziplinarverfahrens nicht äußern werde.“

Der parteilose Politiker war im vergangenen Jahr wegen Vorteilsnahme und Untreue zu neun Monaten Bewährungsstrafe verurteilt worden. Um das Verfahren zu beschleunigen, waren manche Komplexe eingestellt worden. Dazu zählte laut Staatsanwaltschaft auch der Vorwurf, beim Kraftfahrtbundesamt unberechtigt Halterabfragen zu stellen, um an Privatadressen zu kommen.

Pfeiffer hatte dem Urteil zufolge eine Baufirma mit städtischen Mitteln begünstigt. Laut Stadtverwaltung ist er seit Oktober vom Dienst suspendiert. Das Amt hat seither seine Stellvertreterin Hedda Dommisch kommissarisch inne. Am Sonntag sollen die Mittenwalder in einem Bürgerentscheid darüber abstimmen, ob Pfeiffer im Amt bleibt.

Von MAZonline und dpa

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