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Dahme-Spreewald So achtet Coca Cola auf die Umwelt
Lokales Dahme-Spreewald So achtet Coca Cola auf die Umwelt
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18:05 31.08.2016
Betriebsleiter Holger Lorenschat zwischen den Kesseln der Wasseraufbereitung. Quelle: Jutta Abromeit
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Genshagen

Coca-Cola Genshagen gehört zu den wassereffizientesten Abfüllwerken der Marke. Zudem erreichen die Coca-Cola Company und ihre Abfüllpartner fünf Jahre früher als geplant das Ziel, ihren Wasserverbrauch vollständig auszugleichen, also sämtliches benutztes Wasser in den Wasserkreislauf zurückzuführen. Das haben der Konzern und sein deutscher Abfüllpartner zur Weltwasserwoche mitgeteilt, mit der in dieser Woche auf die Wasserknappheit in vielen Ländern der Erde aufmerksam gemacht werden soll.

Hintergrund

Das Abfüllwerk Genshagen gehört zur Coca-Cola European Partners Deutschland. Dort sind 164 Mitarbeiter im Drei-Schicht-System beschäftigt. Deutschlandweit arbeiten 9000 Mitarbeiter für den Getränkehersteller.

Im Brandenburg Park Genshagen werden die Marken Coca-Cola, Coca-Cola Light, Cola Zero, Fanta und Fanta Zero in verschiedenen Geschmacksrichtungen, Sprite, Sprite Zero, Mezzo Mix und Mezzo Mix Zero abgefüllt.

Jährlich verlassen das hiesige Werk etwa 250 Millionen Flaschen an fertigen Getränken, abgefüllt in 1-, 1,25-, 1,5- und 2,0-Liter-Flaschen. Sie werden vor allem an Kunden in Berlin-Brandenburg geliefert.

Außerdem meldet Coca-Cola, es sei das erste der sogenannten Fortune-500-Unternehmen, das dieses Ziel erreicht habe. Als Fortune 500 Companies werden die weltweit 500 umsatzstärksten und fast durchweg börsennotierten Firmen bezeichnet. Diese Liste führt das US-Wirtschaftsmagazin Fortune.

In den Wasserkreislauf zurück

Jeder Tropfen Wasser, den das Coca-Cola-System weltweit einsetzt, werde in den Wasserkreislauf zurückgeführt, heißt es vom deutschen Coca-Cola-Konzessionär Coca-Cola Europe Partners Deutschland GmbH. Insgesamt habe der Getränkehersteller seine Wassereffizienz seit 2004 weltweit um 27 Prozent verbessert. In dem im September erscheinenden Nachhaltigkeitsbericht stehe eine neue Bestmarke: Das Unternehmen benötige im Durchschnitt nur noch 1,88 Liter Wasser zur Herstellung eines seiner Getränke. Zum Vergleich: 2005 seien es noch 2,53 Liter gewesen. „Mit 1,17 Litern Wasserverbrauch ist der Standort Genshagen einer der wassereffizientesten Betriebe innerhalb der Coca-Cola-Organisation“, so Unternehmenssprecherin Ulrike Meier.

Grit Oehlert, die Leiterin des Qualitätsmanagements, in der Produktion. Quelle: Jutta Abromeit

Für Holger Lorenschat, den Betriebsleiter am Standort Genshagen, fällt dieser Erfolg nicht vom Himmel. Seine Erklärung: „Wir haben eine sehr gute Prozesssteuerung, Prozessoptimierung und Prozessüberwachung. Und wir haben ein großes Maß Disziplin bei allen Mitarbeitern, sonst wären solche Werte nicht zu schaffen.“

Alle Faktoren berücksichtigt

In die Wassereffizienz fließen alle Faktoren mit ein. Nicht nur der reine Produktionsverbrauch werde dabei erfasst, so der Betriebsleiter, sondern vom Händewaschen über die Klospülung bis hin zum Kaffeewasser wird alles berücksichtigt. „Es geht bildlich gesprochen wirklich um jeden Tropfen. Und solche Ergebnisse sind nur mit konsequentem Wassersparen und -sammeln zu schaffen“, sagt Lorenschat. Er freut sich, dass die gesamte Belegschaft das verinnerlicht habe.

Als die zwei Säulen der Wasserstrategie von Coca-Cola nennt Meier die Förderung kommunaler Projekte in 2000 Gemeinden und 71 Ländern sowie eine umfassende Abwasseraufbereitung an jedem Standort.

Hans-Reiner Aethner, Vorsteher des Ludwigsfelder Wasser- und Abwasserzweckverbandes, nimmt das vorfristig erfüllte Coca-Cola-Ziel zur Kenntnis. Er sagt, durch die Einweg-Produktion verbrauche der Standort Genshagen schon immer weniger Wasser als andere Abfüllwerke mit Mehrweg-System und Flaschen-Waschanlage. „Damit und mit der Innovationskraft der Mitarbeiter hat das hiesige Werk natürlich beste Voraussetzungen, bei der Wassereffizienz an der Konzernspitze zu rangieren.“ Außerdem macht Aethner darauf aufmerksam, dass mit sinkendem Wasserverbrauch das im Klärwerk ankommende Abwasser „dicker“ ist, also stärker aufbereitet werden muss. „Aber die Leistungsfähigkeit unserer Anlage verkraftet das sehr gut.“

Vor zwei Jahren wurde die Produktion in Genshagen so gesteigert, dass der eigene Brunnen auf dem Betriebsgelände nicht mehr reichte, um den Wasserbedarf komplett zu decken. „Etwa ein Fünftel kaufen wir seit 2014 dazu“, sagt Standortchef Lorenschat.

Von Jutta Abromeit

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