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So hat Königs Wusterhausen gewählt

Die Stadtverordnetenversammlung ist nun jünger und bunter So hat Königs Wusterhausen gewählt

In der Stadtverordnetenversammlung von Königs Wusterhausen sitzen erstmals die Piratenpartei, die AfD und "Wir für KW". Bürgermeister Lutz Franzke bewertet das positiv. Wir geben einen Überblick, wer im Stadtparlament sitzt und wie die neuen Ortsbeiräte besetzt sind.

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Im SPD-Wahlkreisbüro in der Königs Wusterhausener Schlossstraße verfolgte man die Bekanntgabe der Ergebnisse aufmerksam.

Quelle: Gerlinde Irmscher

Königs Wusterhausen. Mit neun verschiedenen Gruppierungen ist das Stadtparlament von Königs Wusterhausen noch bunter als zuvor. Erstmals sind nun Piratenpartei, AfD und „Wir für KW“ vertreten. Bürgermeister Lutz Franzke (SPD) sagte:„Ich freue mich , dass wir einen handlungsfähigen und konstruktiven Stadtrat bekommen. Es gibt eine deutliche Verjüngung. Das ist das richtige Signal.“

Die SPD ist mit neun Sitzen stärkste Kraft, die CDU kommt trotz Stimmengewinnen erneut auf sechs Sitze. Die Linke hat zwei Mandate verloren und ist mit sieben verbleibenden Sitzen der größte Wahlverlierer. Die bisherige Fraktionschefin der Linken, Irene Welski, zeigte sich enttäuscht, „dass wir Sitze verloren haben, aber auch, dass das Parlament so zersplittert ist, dass die NPD eingezogen ist und über die geringe Wahlbeteiligung.“ Tatsächlich ist die Wahlbeteiligung gegenüber 2008 um fünf Punkte auf 45,2 Prozent gesunken. „Aber ich freue mich, dass wir viele junge Leute im Parlament haben, denen müssen wir eine Chance einräumen sich zu entwickeln“, sagte Welski.

Der jüngste Abgeordnete ist Tobias Schröter, Jahrgang 1993, der der SPD-Fraktion angehört. Ronny Friedrich (Piraten), Jahrgang 1992, ist ebenfalls neu im Parlament. „Ich führe diese Woche die ersten Gespräche, denn ich möchte Teil einer Fraktion werden, um dem Ausschuss für Jugend und Sport, sowie dem Wirtschaftsausschuss anzugehören“, sagte Friedrich. „Ich freue mich total, denn wir sind mit Abstand stärkste Kraft geworden. Ich glaube, dass die Zusammenarbeit auch in Zukunft positiv und konstruktiv sein wird, wenn ich die mir bekannten Persönlichkeiten, die nun im Parlament sitzen anschaue“, sagte Heinz-Georg Hanke, Vorsitzender des Stadtverbands und Vorsteher der Stadtverordneten.

Raimund Tomczak (FDP) freute sich, dass seine Partei ihre zwei Mandate „gegen den Trend gehalten“ hat. CDU-Chef Peter Dreher sagte: „Wir haben uns etwas mehr erhofft. Ich denke, dass viele Menschen, die die AfD bei der Europawahl gewählt haben, diese auch auf kommunaler Ebene gewählt haben, was unser Ergebnis geschwächt hat.“

Die neuen Stadtverordneten:
SPD: Heinz-Georg Hanke, Ludwig Scheetz, Elke Voigt, Ina Engel, Harald Wilde, Jürgen Förster, Nancy Engel, Reinhard Wenzel, Tobias Schröter. Linke: Stefan Ludwig, Irene Welski, Angela Laugsch, Anne Müller, Niko Dorendorf, Thorsten Kleis, Frank Häusler. CDU: Peter Dreher, Martin Meinert, Christian Möbus, André Hollo, Peter Dittrich, Laura Lazarus. FDP: Raimund Tomczak, Volker Born. NPD: Michael Thalheim. AfD: Andreas Kalbitz, Benjamin Filter Piraten: Ronny Friedrich. Wir für KW: Stefan Puchert, Michael Reimann, Hannelore Gabriel. UFL: Birgit Uhlworm.

Das sind die Ortsbeiräte:

In den Ortsteilen der Stadt Königs Wusterhausen wurden am Sonntag folgende Mitglieder der Ortsbeiräte gewählt. Erstmals gibt es auch einen Ortsbeirat für die Kernstadt.

Diepensee: Michael Gleißner (154Stimmen), Ralf Bonkowski (59, beide Wählergruppe Diepensee) und Wolfgang Paege (56, Diepensee 2020).

Kablow: Martin Meinert (657, CDU, theoretisch zwei Sitze) und Ulf Brettschneider (289, Einzelbewerber).

Königs Wusterhausen: Elke Voigt (1835), Ludwig Scheetz (1000), Heinz-Georg Hanke (736), Nancy Engel (610, alle SPD), Angela Laugsch (1863), Danny Albrecht (994), Peter Reimann (737, alle Linke), Christian Möbus (1108) und Peter Dittrich (1026, beide CDU).

Niederlehme: Ina Engel (619), Marion Rosinus (206), Jutta Soulis (107, alle SPD), Michael Böhm (531), Frank Häusler (388, beide Linke), Katharina Ennullat (268, CDU) und Bernd Wischmann (169, FDP).

Senzig: Barbara Ingeburg Schemmel-Rieger (507), Knut Bittner (348, beide SPD), Renate Grätz (375), Anita Hellwig (215, beide CDU), Hannelore Gabriel (694), Günter Hörandel (153, beide Wir für KW) und Benno Breitmeier (352, Einzelbewerber).

Wernsdorf: Hans Dieckmann (296), Erik Janz (182, beide SPD), Michael Wippold (420, Linke), Corinna Schust (351, CDU) und Volker Born (323, FDP).

Zeesen: Jürgen Werner Otto Förster (377, SPD), Thorsten Kleis (558), Yvonne Klabisch (320, beide Linke), André Hollo (737), Jutta Nier (337, beide CDU), Stefan Puchert (856) und Frithjof von Rottkay (538, beide Wir für KW).

Zernsdorf: Harald Wilde (525), Uwe Borck (225, beide SPD), Manfred Jauert (251, Linke), Ingmar Bethke (394, CDU), Karin Schwitalla (293, BVO), Erich Richter (392) und Stefan Wichard (258, beide Wählergruppe Zernsdorf lebt!).

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