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Dahme-Spreewald So stark breitet sich die Grippe in der Region aus
Lokales Dahme-Spreewald So stark breitet sich die Grippe in der Region aus
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18:14 02.03.2018
Die Grippe breitet sich aus: In Teltow-Fläming wurden dieses Jahr 415 Influenza-Fälle gemeldet. Die Dunkelziffer könnte wesentlich höher liegen. Quelle: dpa
Dahmeland-Fläming

Es schnieft und hustet und fröstelt allerorts: Die Grippe-Welle ist in der Region angekommen – und hat sich in der vergangenen Woche besonders im Landkreis Teltow-Fläming stark ausgebreitet. Das Gesundheitsamt des Landkreises berichtet von 415 Fällen, die in diesem Jahr bislang gemeldet wurden. Allein in der vergangenen sieben Tagen seien 94 Neuerkrankungen dazu gekommen, hieß es. Das sei eine außergewöhnlich hohe Zahl, bestätigte eine Sprecherin des Landkreises.

Neben den normalen Krankheitsverläufen, bei denen die Symptome nach fünf bis sieben Tagen abgeklungen sind, wurden in Teltow-Fläming in diesem Jahr 39 Influenza-Erkrankte stationär ins Krankenhaus aufgenommen.

17 Krankenhausaufenthalte in der vergangenen Woche

Alleine 17 dieser Fälle mussten sich in der vergangenen Woche behandeln lassen. Besonders betroffen von der Grippewelle sei die Altersgruppe der über 45-Jährigen, hieß es aus dem Gesundheitsamt.

Dahme-Spreewald ebenfalls betroffen

Nicht viel besser sieht die Lage im Landkreis Dahme-Spreewald aus. Das dortige Gesundheitsamt berichtet von 162 Fällen in diesem Jahr. 25 der Erkrankten seien alleine in den vergangenen sieben Tagen dazugekommen. In 90 Prozent der Fälle wurde der Influenza-Virus des Typs B nachgewiesen.

Der Virus-Typ gilt als ungefährlicher als die Influenza-Viren des Typs A. Er sollte aber laut den Gesundheitsbehörden nicht unterschätzt werden, da das Vorkommen der Viren sich im Laufe der Grippe-Saison erfahrungsgemäß noch verändern kann. Zudem sind die kostenlosen Grippe-Impfungen der meisten Krankenkassen noch auf Influenza-Viren des Typs A eingestellt. Um gegen die derzeit kursierenden Viren des Typs B geschützt zu sein bedarf es eines speziellen Vierfach-Wirkstoffs. Diese Impfung übernehmen bisher nur wenige Krankenkassen.

Warum sich die Grippewellen unterscheiden

Wie viele Menschen in einer Saison an der Grippe erkranken, im Krankenhaus behandelt werden müssen oder sogar sterben, unterscheidet sich sehr stark. Viele Menschen werden dann krank, wenn sich das Virus genetisch verändert hat und nur ein kleiner Teil der Bevölkerung bereits immun ist.

Der Einfluss der Impfquote auf die Schwere der Grippewelle ist begrenzt. Zum einen ist die Impfquote vergleichsweise gering. Zum anderen sind viele Impfungen nicht optimal wirksam. Die wichtigste Schutzmaßnahme bleibt sie dennoch.

Keine genaue Prognose über weiteren Verlauf möglich

Die Welle der Erkrankungen hat sich derweil in ganz Deutschland ausgebreitet. Die Karte auf der Homepage des Robert-Koch-Instituts, die die Verbreitung der Influenza anzeigt, ist derzeit fast überall tiefrot. Wann sich die Lage entspannt, ist unklar. „Wir gehen davon aus, dass die Grippeaktivität in absehbarer Zeit wieder sinkt, aber eine genaue Prognose ist nicht möglich“, sagt Susanne Glasmacher, Sprecherin des Robert-Koch-Instituts. Die Grippewelle dauere inzwischen etwa zwei Monate. Wie lange sie noch anhält, kann auch die zentrale Einrichtung für die Überwachung von Krankheiten nicht sagen. „Grippewellen dauern meist drei bis vier Monate, können aber auch schon mal mehr als vier Monate lang sein“, sagt Glasmacher.

Dunkelziffer womöglich deutlich höher

Eine Grippe äußert sich oft durch plötzliches Auftreten von Fieber und Muskel- sowie Kopfschmerzen. Häufig kommt später trockener Reizhusten dazu. Viele Erkrankten kurieren sich daheim im Bett aus, ohne zum Arzt zu gehen. Die Zahlen der Influenza-Fälle in der Region könnten deswegen deutlich höher sein. Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts liegt die Dunkelziffer um das 80- bis 300-fache höher.

Von Ansgar Nehls

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