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Dahme-Spreewald Geldautomaten werden abgebaut
Lokales Dahme-Spreewald Geldautomaten werden abgebaut
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16:56 04.11.2018
Künftig gibt es kein Bargeld mehr aus dem Automaten. Quelle: dpa
Teupitz/Märkisch Buchholz

Die Geldautomaten in Märkisch Buchholz und Teupitz werden zum Monatsende abgebaut, bestätigt Daniela Toppel, Sprecherin der Mittelbrandenburgischen Sparkasse (MBS), die beide Automaten betreibt. „Sie werden nur zehn bis 20 Prozent genutzt von dem, was im Durchschnitt möglich ist“, sagt sie. Bei der MBS sehe man „leider keine Perspektive“, fügt sie hinzu.

Unterschriftensammlung in Teupitz

In Teupitz wurde nun eine Unterschriftenaktion gestartet. Als ein Einwohner entrüstet bei dem stellvertretenden Bürgermeister Bernd-Axel Lindenlaub (Bürgernettzwerk) vorsprach, nachdem er die Ankündigung am Zugang zum Automaten registriert hatte, wurde Anita Urspruch sofort aufmerksam. Sie hat daraufhin diese Unterschriftensammlung initiiert, viele Unterstützer gefunden, in Teupitzer Läden und Lokalen liegen Listen aus. „Man sieht, dass wir uns erweitern“, verweist sie auf die rege Bautätigkeit im Ort. „Im Moment ist es für die Bürger wichtig, dass wir den noch haben“, betont sie. Der Automat ist im Zentrum, Anlaufpunkt gerade auch für diejenigen, die in entfernteren Ortsteilen wohnen. Und für Touristen, die Schiffstouren auf dem Teupitzer See planen. Bernd- Axel Lindenlaub schaut vor allem in die Zukunft, denkt daran, dass gerade Verkaufsverhandlungen für das alte Klinikgelände laufen, der Investor plant dort viele Wohnungen. Und in Teupitz gibt es noch das Asklepios-Fachklinikum, dessen Patienten auch auf den Geldautomaten angewiesen seien.

„Klar, ist es immer schmerzlich“, so MBS-Sprecherin Toppel. Aber man habe sich das lange angeschaut und die Nachfrage sei kontinuierlich zurückgegangen. Sie verweist auf die MBS-Filiale in Groß Köris und die mobile Geschäftsstelle, einen Bus, der wöchentlich kurz in Märkisch Buchholz hält.

In Märkisch Buchholz gibt es ebenfalls Aktivitäten für einen Erhalt

Dort ist der amtierende Bürgermeister, Arno Winklmann, sehr aktiv geworden. Er habe sofort sämtlich politische Kontakte – sei es zum Landrat, zu Bundestags- und Landtagsabgeordneten – angesprochen. „Sehr frustrierend“ finde er das, er hätte gern mit der MBS nach Lösungen gesucht, stattdessen wurden die Menschen vor vollendete Tatsachen gestellt. Ihn ärgert vor allem, dass sich auch Politiker im MBS-Verwaltungsrat für den Abbau ausgesprochen haben, obwohl es doch darum gehen solle, den ländlichen Raum lebenswert zu gestalten.

Von Karen Grunow

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