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Dahme-Spreewald Spatenstich für neue Fahrbahn in Wolzig
Lokales Dahme-Spreewald Spatenstich für neue Fahrbahn in Wolzig
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05:30 09.08.2016
Spatenstich in Wolzig: Ortsvorsteher Mario Oswald, Bürgermeister Siegbert Nimtz, Bauleiter Stefan Meisner, Ortsbeiratsmitglied Siegbert Wolff und Marcel Hoewler von Agre Straßenbau Heidesee (v.l.). Quelle: Josefine Sack
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Wolzig

Ein bisschen schummeln mussten Marcel Hoewler von der Heideseer Straßenbaufirma Agre und Bauleiter Stefan Meisner für den symbolischen ersten Spatenstich in Wolzig. Denn die Fahrbahn in der Klein Schauener Straße wurde bereits vor dem offiziellen Baubeginn am gestrigen Montag abgefräst. Damit Bürgermeister Siegbert Nimtz (parteilos) und der stellvertretende Ortsvorsteher Mario Oswald die Baustelle dennoch mit dem Spaten eröffnen konnten, kippte ein Bauarbeiter eine Ladung Sand auf die gesperrte Straße.

Bis November wird in Wolzig in der Klein Schauener Straße die Fahrbahn grundhaft erneuert. Außerdem soll ein Gehweg entstehen, der diese Bezeichnung auch verdient. Die Straße zwischen der Wolziger Hauptstraße (L40) und dem Ende der Wendeschleife an der Kita „Waldameise“ stammt noch aus DDR-Zeiten und wurde vermutlich seit den 1970er-Jahren nicht erneuert.

Ursprünglich sollte das etwa 320 Meter lange Teilstück schon viel früher saniert werden. Allerdings hatten die Planer vor gut zwei Jahren die Entwässerungsproblematik in Wolzig nicht ausreichend berücksichtigt. Die Leitungen waren schadhaft und zum Teil über Zuflüsse mit den anliegenden Privatgrundstücken verbunden. Dies ergab eine Untersuchung der unterirdischen Wasserleitungen mit Hilfe von Kameras. Das Bauvorhaben musste neu geplant werden.

Der aktuelle Entwurf sieht nun eine neue, etwa 3,50 Meter breite Asphaltfahrbahn samt Rigolentwässerung vor. Eine Rigole ist ein unterirdischer Pufferspeicher, der eingeleitetes Regenwasser aufnimmt und versickern lässt. Verlegt werden dafür Drainagerohre.

Schätzungsweise 245 000 Euro kostet die Gemeinde Heidesee die Fahrbahnsanierung in der Klein Schauener Straße. Davon entfallen etwa 90 000 Euro auf die Anlieger.

Erst vor zwei Wochen hatten die Gemeindevertreter eine überplanmäßige Auszahlung in Höhe von 8400 Euro für das Bauprojekt beschlossen. Hintergrund für die finanzielle Aufstockung war die archäologische Begleitung der Bauarbeiten an der Klein Schauener Straße. Weil sich die Straße im alten Ortskern befindet wurde ein Teil als Verdachtsfläche ermittelt.

Laut einer Auflage der Denkmalschutzbehörde ist die Baumaßnahme dort ohne eine begleitende bodendenkmalpflegerische Durchführung nicht zulässig. Konkret gefunden wurde in Wolzig bislang nichts. Sollten die Archäologen im Zuge der Baumaßnahmen auf historische Funde stoßen, könnten weitere Kosten auf die Gemeinde zukommen.

Von Josefine Sack

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