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Dahme-Spreewald Spezialisten für das Steuerrecht
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16:20 05.10.2016
Bettina Westphal auf dem Campus der Finanzfachhochschule. Quelle: Karen Grunow
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Königs Wusterhausen

Bettina Westphal ist selbst die beste Werbung für ihren Beruf. Die Direktorin der Fachhochschule für Finanzen des Landes Brandenburg in Königs Wusterhausen erzählt mit ansteckender Begeisterung vom Berufsbild des Diplom-Finanzwirtes, das am Freitag im Rahmen des Hochschulinformationstages ausführlich vorgestellt wird. „Wir bieten eine Generalistenausbildung im Bereich des Steuerrechts“, sagt sie. Zahlreiche Fachdozenten werden von 10 bis 16 Uhr Einblick in die Vielfalt der Tätigkeiten geben.

Seit 2014 gibt es einmal im Jahr diesen Infotag, bei dem sämtliche Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten, die die Fachhochschule für Finanzen und die ebenfalls auf dem Campus ansässige Landesfinanzschule sowie die Landesakademie für öffentliche Verwaltung und die Justizakademie bieten. Es kamen viele neugierige junge Leute in Begleitung ihrer Eltern und oft auch Großeltern – allein 2014 waren es etwa 600 Besucher. Ideal sei es, findet Bettina Westphal, wenn bereits Zehntklässler das Angebot des Hochschulinformationstages nutzen, um so frühzeitig auszuloten, ob das etwas für sie sein könnte. „Wir bieten in den Finanzämtern auch Praktikumsplätze an“, sagt sie. Solche zu vermitteln, wurde zu den Infotagen in den vergangenen beiden Jahren auch nachgefragt. Einen Wunsch hat sie an die jungen Besucher: „Traut euch, denjenigen, der diese Arbeit macht, Löcher in den Bauch zu fragen.“

Höchstalter für Bewerber liegt bei 32 Jahren

Dabei sind es keineswegs nur Schüler, die sich mit dem Gedanken einer Beamtenlaufbahn im gehobenen Dienst tragen. Viele Interessenten haben schon eine Berufsausbildung, vielleicht sogar bereits jahrelang in einem anderen Beruf gearbeitet. Das Höchstalter für Bewerber im Land Brandenburg liegt bei 32 Jahren, Schwerbehinderte sollten nicht älter als 42 sein. „Das Land Brandenburg ist ein sehr behindertenfreundlicher Arbeitgeber“, sagt Bettina Westphal.

Für die in diesem Jahr vergebenen Studienplätze hatten sich 14 Interessenten auf eine Stelle beworben, erzählt sie. Die Nachfrage ist also da. Trotzdem: Der demografische Wandel mache sich auch in den Finanzämtern bemerkbar, der Bedarf an qualifiziertem Nachwuchs ist groß. In Königs Wusterhausen wird nicht nur für das Land Brandenburg ausgebildet, sondern auch für Berlin, Sachsen-Anhalt und das Bundeszentralamt für Steuern. Mehr als 1000 Studierende gibt es derzeit in Königs Wusterhausen. Wie einige von diesen direkt auf dem Campus wohnen und was dort so an Freizeitmöglichkeiten angeboten wird, kann am Freitag ebenfalls erkundet werden.

Hintergrund

Am 7. Oktober von 10 bis 16 Uhr findet der Hochschulinformationstag der Fachhochschule für Finanzen, Schillerstraße 6 in Königs Wusterhausen, statt.

Neben zahlreichen Fachvorträgen gibt es Campus-Führungen – jeweils um 13, 14 und 15 Uhr. Außerdem werden regionale Vereine vorgestellt.

Das Online-Bewerbungsverfahren für das im September 2017 beginnende Studien- und Ausbildungsjahr läuft bis zum 15. November. Weitere Infos unter www.afz-kw.brandenburg.de

Kleinere Vorträge sind geplant, an Ständen wird über die Auswahlverfahren informiert, der moderne Campus kann besichtigt werden, der Ablauf des Studiums wird erläutert. Wer Finanzwirt werden will, studiert in der Regel drei Jahre, 15 Monate davon sind Praxisphasen im Finanzamt. Mit Studienbeginn wird man Beamter auf Widerruf und erhält sogenannte Anwärterbezüge in Höhe von rund 1200 Euro monatlich.

Einige Studierende haben außerdem Filme gedreht, in denen ehemalige Absolventen über ihre Lebenswege sprechen. „Einer ist im Bundeskanzleramt, ein anderer bei der Uno, in der Politik oder auch in großen Firmen“, zählt Bettina Westphal auf. „Mit unserem Studium zum Diplom-Finanzwirt steht einem die Welt offen.“

Von Karen Grunow

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