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Spießrutenlauf für Israel-Touristin in Schönefeld

Antisemitischer Vorfall am Flughafen Spießrutenlauf für Israel-Touristin in Schönefeld

Am Montagabend wurde eine Frau am Flughafen Berlin-Schönefeld von einer großen Gruppe junger Männer angepöbelt. Sie musste sich ihren Weg durch die Gruppe bahnen. Zudem wurde versucht, ihren Rucksack in Brand zu stecken.

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Quelle: dpa

Schönefeld. Eine aus Israel ankommende Reisende ist am Berliner Flughafen Schönefeld antisemitisch beleidigt worden. Die Täter gehörten zu einer größeren Gruppe junger Männer arabischer Herkunft, die in der Ankunftshalle standen. Ein Flughafensprecher bestätigte am Freitag den Vorfall, der sich schon am Montag ereignet hatte. Die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) hatte als erste berichtet.

Demnach landete die Frau mit einem EL-AL-Flugzeug aus Israel, das wegen zweistündiger Verspätung gleichzeitig mit einem Flug aus dem Libanon ankam. Als die Frau als erste in die Ankunftshalle trat, rief die Gruppe der jungen Männern „Free, free Palestine“. Die Männer bildeten ein schmales Spalier, durch das die Frau hindurchlaufen musste. Sie meldete die bedrohliche Situation dem Sicherheitsdienst. Später stellte sie fest, dass jemand eine brennende Zigarette in ihren Rucksack geworfen hatte.

Der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus zufolge lebt die Frau in Sachsen-Anhalt und kam von einem Besuch aus Israel zurück.

Flughafensprecher Lars Wagner sagte: „Wir verurteilen den Angriff auf das Schärfste. Wir werden es nicht zulassen, dass Menschen bei uns am Flughafen auf diese Art und Weise – ob verbal oder tätlich – attackiert werden.“ Videoaufzeichnungen seien sichergestellt worden.

Auch Volker Beck (Grüne), Vorsitzender der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestages, verurteilte den Vorfall scharf. „Dieser antisemitische Angriff ist auf das Schärfste zu verurteilen und muss aufgeklärt werden. Dieser Hass auf Israel ist unerträglich und wird in unserem Land nicht geduldet. Das sollen unsere israelischen Freunde wissen“, so Beck auf seiner Facebook-Seite

Von MAZonline

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