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Spritzenhaus soll saniert werden

Heimatverein Niederlehme jetzt Eigentümer des Gebäudes Spritzenhaus soll saniert werden

Mit der Enthüllung einer schmucken Tafel vor dem Spritzenhaus am Dorfanger in Niederlehme ist es nun auch offiziell: Eigentümer des 1909 erbauten Spritzenhauses ist fortan der Heimatverein Niederlehme. Er erwarb das kleine Gebäude mit den Türmchen und Rundbögen für ein Euro von der Stadt Königs Wusterhausen, nachdem es 2010 schon fast der Abrissbirne zum Opfer gefallen wäre.

Niederlehme. Damals stoppten der ehemalige Vorsitzende des Heimatvereins, Reiner Fischer, sowie einige Mitglieder des Ortsbeirates den Abriss in der sprichwörtlich letzten Minute.

"Wir wollen das historische Gebäude bis Ende 2015 komplett sanieren, um es später als attraktive Ausstellungsfläche zu nutzen", betont Rainer Schinck, der im vorigen Jahr die Leitung des Heimatvereins übernahm. Hier soll die Geschichte des alten Niederlehmer Dorfangers präsentiert werden. Erste Schritte auf diesem Weg sind getan. So verfügt das alte Spritzenhaus bereits über eine Stromleitung. Außerdem unterstützt das ortsansässige Kalksandsteinwerk die Rekonstruktion mit 1000 Mauersteinen im historischen Reichsformat. Schinck: "Sollten sie für den Wiederaufbau des maroden Nordgiebels nicht reichen, so sicherte die Geschäftsführung bereits zu, weitere derartige Steine anfertigen zu lassen." Die beim Bau des alten Spritzenhauses verwendeten Steine haben noch die ursprünglichen Maße aus der Produktion der 1902 errichteten Berliner Kalksandsteinwerke Robert Guthmann GmbH.

Für das Abstellen der Feuerwehrtechnik schon bald zu klein geworden, diente das Spritzenhaus von 1923 bis 1945 auch als Gefängnis für Kriegsgefangene beziehungsweise als Leichenhalle. Darüber gibt die vom Niederlehmer Unternehmer Karl-Heinz Kuhlke gesponserte Tafel Auskunft.

Jetzt aber bedarf das einstige Spritzenhaus einer Generalüberholung - von der Trockenlegung bis zu Dach- und Fußbodenarbeiten ist alles erforderlich. Dabei setzt Schinck vor allem auf die Unterstützung der ortsansässigen Handwerker.

Obendrein aber plagt den Heimatverein noch eine zweite Baustelle. Er verfügt nach dem Verkauf des ehemaligen Niederlehmer Rathauses in der Karl-Marx-Straße 31 noch immer über kein geeignetes Domizil . Im Gespräch ist eine Kooperation zwischen dem Stadtjugendring, der Volkssolidarität und dem Heimatverein über die gemeinsame Nutzung der Räume sowie des Außenbereiches in der Triftstraße 9. In dem hier vorhandenen Gesellschaftsraum finden etwa 60 Personen Platz. Derartige Pläne werden auch von der Stadtverwaltung KW unterstützt.

Von Franziska Mohr

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