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Stabile Gebühren trotz wachsender Müllmenge

Ludwigsfelde: Abfallzweckverband stellt Jahresbilanz vor Stabile Gebühren trotz wachsender Müllmenge

Der Südbrandenburgische Abfallzweckverband (SBAZV) zieht eine positive Jahresbilanz. Zwar muss auch in Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming immer mehr Müll entsorgt werden. Doch die Gebühren dafür bleiben stabil. Auch weil der Verband inzwischen fast den kompletten Abfall weiterverwertet.

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In Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming muss immer mehr Müll entsorgt werden.

Quelle: dpa

Ludwigsfelde. In der Region Dahmeland-Fläming fällt jedes Jahr mehr Müll an, dennoch brauchen umweltbewusste Menschen nicht gleich Alarm zu schlagen. Denn der hiesige Abfallzweckverband SBAZV (Südbrandenburgischer Abfallzweckverband) mit Sitz in Ludwigsfelde verwertet mittlerweile 98,5 Prozent des anfallenden Mülls. Diese Quote errechnete der SBAZV jetzt erstmals. Verbandsvorsteher Lutz-Rainer Pätzold ist von der Höhe dieser Zahl selbst überrascht.

Der Verband produziert aus dem Hausmüll, der früher vergraben oder auf Deponien gebracht wurde, inzwischen Strom und Wärme oder gewinnt daraus weiterverwertbare Stoffe. Mit dieser Strategie schafft es der Verband, die Gebühren trotz steigener Spritpreise und höherer Personalkosten seit 1996 stabil zu halten. Ein Faktor dabei sind die Einwohnerzahlen. Diese stiegen im Verbandsgebiet seit 1994 um 40.000. Das heißt, dass mit derselben Infrastruktur der Abfall von mehr Menschen entsorgt wird. Damit ist diese Infrastruktur effektiver als bei sinkender Einwohnerzahl.

Der SBAZV ist für die Abfallentsorgung im Kreis Teltow-Fläming und zu großen Teilen des Nachbarkreises Dahme-Spreewald zuständig. Vorsteher Lutz-Rainer Pätzold präsentierte den Mitgliedern der Verbandsversammlung jetzt die Bilanz für das vergangene Jahr. Danach wurde 2014 mit 127.000 Tonnen in der Region 6000 Tonnen mehr Müll als im Vorjahr gesammelt. Im Einzelnen sammelten die Mitarbeiter 52.000 Tonnen Hausmüll, 9400 Tonnen Sperrmüll, 20.000 Tonnen Papier, 6800 Tonnen Grünabfälle und 1940 Tonnen Elektronikschrott. Zu letzterer Zahl erläutert Pätzold: "Damit liegen wir stabil bei sieben Kilogramm Elektronikschrott pro Einwohner und Jahr. Im Bundesdurchschnitt werden vier Kilo angestrebt." Allerdings könnte diese Zahl noch deutlich höher sein, so Pätzold, "wenn nicht Fremdfirmen vor allem aus Osteuropa den angemeldeten und für uns vor dem Haus abgelegten Schrott illegal abholen würden". Das sei praktisch Diebstahl, denn für Elektronikschrott gibt es bei Verwertungsfirmen Geld, das dem SBAZV fehlt. "Außerdem haben wir damit unnötige Leerfahrten", erklärt der Verbandsvorsteher.

Er freut sich darüber, dass die drei Recyclinghöfe im Verbandsgebiet ‒ Niederlehme, Ludwigsfelde und Frankenfelder Berg in Luckenwalde‒ immer besser angenommen werden. Auch dort steigen die abgegebenen Mengen. "Und wenn man bedenkt, dass der Abfall in Autos und Hängern, also in kleinen Mengen, gebracht wird, dann ist die Steigerung von 22.500 auf 25.000 Tonnen von 2013 zu 2014 beachtlich", sagt Pätzold.

Ein Ärgernis bleibt für ihn das Einsammeln illegal in die Landschaft geworfener Abfälle. "Da sind wir zwar bei relativ konstant 800 bis 900 Tonnen, aber davon ist jede eine zu viel", erklärt der Verbandsvorsteher.

Von Jutta Abromeit

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