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Dahme-Spreewald Stadt lädt zum Bildungsgipfel
Lokales Dahme-Spreewald Stadt lädt zum Bildungsgipfel
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08:50 19.02.2016
Uwe Borck (SPD), Ortsvorsteher in Zernsdorf. Quelle: Franziska Mohr
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Königs Wusterhausen

So paradox es klingen mag: Die Stadt Königs Wusterhausen steht vor einem geradezu zauberhaften Dilemma, um das es viele andere Kommunen Brandenburgs beneiden dürfte. Aufgrund des starken Zuzugs von Familien vor allem in den Ortsteilen Senzig, Zeesen und Zernsdorf stoßen sowohl die Kitas als auch die dortigen Grundschulen an ihre Kapazitätsgrenzen. Eine Entwicklung, die maßgeblich auch die Beratungen zum Entwurf des Stadthaushaltes beeinflusst, der am 29. Februar verabschiedet werden soll.

Die CDU-Fraktion unterbreitete daher in dieser Woche im Hauptausschuss gleich mehrere Änderungswünsche zum Haushaltsplan, die die Schulentwicklung betreffen. Auf ihrer Prioritätenliste ganz oben stehen der Erwerb eines Grundstücks direkt neben der Zeesener Grundschule sowie das Vorziehen der geplanten Investitionen für die Sanierung des dortigen Altbaus. Zudem wird auf Vorschlag der Senziger Ortsvorsteherin Renate Grätz (CDU) gefordert, dass die Kommune für einen Schulneubau in Senzig eine Liegenschaft auf dem Bullenberg in Form eines Grundstückstauschs erwirbt.

Bürgermeister Lutz Franzke (SPD) erklärte, dass der Bedarf in den Grundschulen in Senzig, Zeesen und Zernsdorf unstrittig ist. „Die Stadt kann aber nicht drei Schulen gleichzeitig bauen.“ Als Kompromiss schlug er daher vor, die allgemeinen Planungskosten in der Stadt um 200 000 Euro auf nunmehr 320 000 Euro zu erhöhen. Dem folgte der Hauptausschuss. Wohin diese Planungsgelder aber letztlich fließen, ist noch offen. Die genaue Datenlage für die Schulentwicklung wird derzeit erst in der Verwaltung erarbeitet. Der Bürgermeister lud daher die Fraktionschefs und Ortsvorsteher für den 10. März zu einem Bildungsgipfel ein, bei dem die Rathausspitze ihre Positionen zu den Schulbauten präsentieren wird. Das wird in den drei Ortsteilen mit Spannung erwartet.

Der Zeesener Ortsvorsteher Frithjof von Rottkay (Wir für KW): „Wir haben eine Situation, wonach spätestens in drei Jahren nicht mehr alle Zeesener Kinder auch in Zeesen beschult werden können“. Und das, obwohl Zeesen seit der Wende mit der Sanierung des über 100 Jahre alten Schulgebäudes sowie dem Bau der Sporthalle und des Hortes kräftig in den Schulstandort investiert hat. Ein Neubau sei dringend geboten, der Ankauf des Nachbargrundstücks unumgänglich. Zernsdorfs Ortsvorsteher Uwe Borck (SPD) erklärt, dass der Zuzug in den Ort ungebrochen ist. Allein mit der Anlage „Wohnen am See“ werden in den nächsten drei Jahren mindestens 300 neue Einwohner erwartet, fast die Hälfte davon sind Kinder. Außerdem habe sich der Dachausbau in der Schule für Unterrichtszwecke als Fehlinvestition erwiesen. Auch eine neue Kita sei erforderlich.

Die Senziger Ortsvorsteherin Renate Grätz (CDU) verweist darauf, dass sich in „ihrer“ Grundschule 25 Jahre nach der Wende die Toiletten für die Kinder noch immer auf dem Hof befinden. Eine Sanierung des Alt-Gebäudes sei ausgeschlossen. Ein Neubau auf dem engen Areal in der Ringstraße ist für Grätz keine Option. „Das bedeutet, dass wir den Jugendklub und den Bolzplatz schleifen müssten.“ Ihr Favorit ist der Bullenberg.

Von Franziska Mohr

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