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Stadt soll Gesamtschule mit Abitur bekommen

Königs Wusterhausen Stadt soll Gesamtschule mit Abitur bekommen

Aus einer Grund- und zwei Oberschulen soll in Königs Wusterhausen eine gemeinsame Einrichtung mit Abiturstufe werden. Das jedenfalls sieht ein entsprechender Antrag von SPD, CDU und Linken im Stadtrat vor.

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Die Bredow-Oberschule soll, geht es nach SPD, CDU und Linke, Teil einer Grund- und Oberschule mit Abiturstufe werden.

Quelle: Gerlinde Irmscher

Königs Wusterhausen. Die Fraktionen von SPD, CDU und Linken in der Stadtverordneten haben eine neue Diskussion um die künftige Bildungslandschaft in Königs Wusterhausen angestoßen. In einem gemeinsamen Beschlussantrag schlagen sie vor, die Grundschule „Wilhelm Busch“ sowie die Oberschulen „Dr. Hans Bredow“ und „Johann Gottfried Herder“ zum Schuljahr 2018/2019 aufzulösen und als Grund- und Oberschule fortzuführen. Außerdem fordern die Fraktionen die Errichtung einer Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe. Der Antrag wird jetzt in den Ausschüssen des Stadtrates diskutiert, im Bildungsausschuss voraussichtlich am 4. April.

Das neue Schulzentrum mit Grund- und Oberschule soll demnach an zwei Standorten eingerichtet werden. Ein Standort ist für den Grundschulbetrieb und die Hortbetreuung vorgesehen, an dem anderen Standort werden die beiden Oberschulen zusammengeführt. In dem Antrag ist nicht benannt, wo das sein soll. Ein Name für die Grund- und Oberschule soll in einem Wettbewerb gefunden werden. „Ergänzung des Bildungsangebotes“ und „zur Absicherung der Bildungsqualität in Königs Wusterhausen“ solle in einem zweiten Schritt eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe in städtischer Trägerschaft eingerichtet werden. Voraussetzung sei die Aufnahme des entsprechenden Antrages in den Schulentwicklungsplan des Landkreises für die Jahren 2017 bis 2022. In dem Beschlussantrag der Fraktionen heißt es weiter: „Im gesamten Prozess sind neben dem zuständigen Fachausschuss die drei Schulkonferenzen der betroffenen Schulen einzubeziehen, um eine größtmögliche Akzeptanz für diese Entscheidung zu erreichen.“

Kreis plant Oberstufe im Schenkenländchen

Vor einem Jahr hatten die Königs Wusterhausener Stadtverordneten bereits einen Anlauf für eine Gesamtschule mit Abistufe gemacht. Im Dezember kam das Thema erneut zur Sprache, als der Kreistag die Errichtung einer solchen Gesamtschule in Groß Köris beschloss. Die dortige Grund- und Oberschule soll ab dem Schuljahr 2020/21 umgewandelt werden. Die Leiter der beiden Königs-Wusterhausener Oberschulen warnten damals in einem offenen Brief vor „fatalen Folgen“ für ihre Standorte. Sie berufen sich auf eine Machbarkeitsstudie des Kreises, die den Neubau oder die Erweiterung eines Gymnasiums vorsah. Die Schulleiter befürchten, dass eine Gesamtschule in Groß Köris mehr Schüler anlocken würde und die Oberschulen in Königs Wusterhausen in ihrer Existenz gefährdet seien. Es drohe eine „bedenkliche Absenkung des Niveaus der Oberschulen in Richtung Resteschulen“, heißt es in dem Brief.

Zu einer Gesamtschule in Königs Wusterhausen und zum Vorschlag für eine Grund- und Oberschule werden sich die beiden Schulleiter Sabine Neumann und Erik Dorow im April im Bildungsausschuss äußern. Die Herder-Schule hatte bis 2006 schon einmal eine Abistufe, die wegen fehlender Schülerzahlen wieder geschlossen wurde.

Von Frank Pawlowski

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