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Stadt will Bürgerhaus als Standort etablieren

Kulturbund wagt erste Schritte zum Kulturverbund Stadt will Bürgerhaus als Standort etablieren

Der Kulturbund Dahme-Spreewald geht mit einem neuem Konzept an die Öffentlichkeit. Vorstandsmitglied Gerd Bandelow erklärt im MAZ-Gespräch, welche Aufgaben sich der Verein gestellt hat und wer ihn dabei unterstützt.

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Königs Wusterhausen. MAZ: Von Freitag bis Sonntag präsentieren sich regionale Künstler und der Kulturbund im Bürgerhaus „Hanns Eisler“ Königs Wusterhausen. Muss man sich die Veranstaltung als Messe vorstellen?
Gerd Bandelow: Wenn Sie die Bedeutung „Großmarkt, Ausstellung“zugrunde legen, trifft das Bild unser Anliegen. Wir wollen an den drei Tagen unterschiedlichen künstlerischen Genres eine Bühne geben: Kunst, Musik und Film.
Sind alle beteiligten Künstler Mitglieder des Kulturbundes?
Bandelow: Nein. Der Kulturbund empfindet sich als eine Plattform für Künstler, Kulturschaffende und Kulturinteressierte.
Bislang stand der Kulturbund Pate für Veranstaltungen mit einzelnen Künstlern. Woher stammt die Idee, in die Breite zu gehen?
Bandelow: Projekte mit einzelnen Künstlern werden weiterhin im Fokus unserer Arbeit stehen. Bis jetzt haben wir eine überschaubare und finanzierbare Arbeit geleistet. Durch aktive neue Mitglieder erweiterte sich die Möglichkeit einer breiteren Aufstellung des Vereins. In dieser spannenden Phase, in der wir die Zusammenarbeit mit anderen Gleichgesinnten erproben, befinden wir uns: Nach langen Gesprächen mit der Stadtverwaltung Königs Wusterhausen haben wir erreicht, dass man das Bürgerhaus „Hanns Eisler“ als ein kulturelles Zentrum für die Stadt ausbauen will. Wir sehen dabei unseren Verein als einen Netzwerker, der in diesem zentral gelegenen Gebäude Kulturangebote ausprobiert und verbindet.
Sie bündeln die Kräfte. Wie profitiert das Publikum davon?
Bandelow: Es gibt in unserer Region eine Vielzahl von Kulturangeboten. Leider behindern sie sich oft gegenseitig, da vieles parallel, ohne gegenseitige Abstimmung, auf unterschiedliche Art beworben wird. Dadurch führen wertvolle kulturelle Angebote nicht immer zu dem gewünschten Erfolg für den Veranstalter. Dem könnte man durch eine koordinierte Planung und Werbung entgegenwirken. Erste gute Ansätze sehe ich in der Internet-Plattform ZEWS, einem Verbund der S-Bahn-Gemeinden und Königs Wusterhausen. Jedoch ist diese teilweise abgestimmte Bewerbung kultureller Veranstaltungen nicht immer effizient und müsste unbedingt in ihrer derzeitigen Form verbessert und ausgebaut werden.
Bisher agierte der Kulturbund bei Veranstaltungen eher im Hintergrund? Wie werden seine Mitglieder künftig mehr Gesicht zeigen und werben, etwa auf Dorffesten der Region?
Bandelow: Mehr Gesicht zeigen ist auch eine Frage der Personaldecke! An jeder bisherigen Kulturveranstaltung, die auch ein kultureller Schwerpunkt der Stadt war, haben sich Mitglieder unseres Vereins beteiligt. Ich denke hier an die Brandenburgische Frauenwoche, an die Höfenacht, das Schlossfest Ende August, wo der Kulturbund mit neuen Werbestrategien auf sich aufmerksam machte. So waren der Ausschneidebogen des Jagdschlosses sowie der neue Flyer des Vereins meines Erachtens ein effizientes Werbemittel.
Wie sind die Aufgaben im neuen Vorstand verteilt?
Bandelow: Der neue Vorstand zählt fünf Mitglieder. Christiana Lücke ist Vorsitzende, ich bin ihr erster Stellvertreter, Katja Lützelberger aus der Gemeinde Wildau ist zweite Stellvertreterin. Petra Sorge ist Schatzmeisterin und Ursula Jagsch Schriftführerin.
Bleibt der Name „Kulturbund Dahme-Spreewald“ oder denken Sie sich etwas Kürzeres aus?
Bandelow: Der Name Kulturbund Dahme-Spreewald wird definitiv bleiben.
Wer kann Mitglied des Kulturbundes werden?
Bandelow: Grundsätzlich jeder Bürger, der unsere Satzungsziele anerkennt. Ebenso können Unternehmen, andere Vereine oder Institutionen Mitglied werden. Man muss für die Mitgliedschaft keinen Künstlerberuf ausüben. Das Interesse für Kunst und Kultur im weitesten Sinne ist für die aktive Mitarbeit bei der kulturellen Bereicherung der Stadt und ihrer Umgebung ausreichend. Und genau richtig.
Interview: Tanja Kasischke
info Die Kulturmesse „Aus + Über. Kunst aus unserer Region“ findet statt vom 1. bis
3. November im Bürgerhaus „Hanns Eisler“ Königs Wusterhausen, Eichenallee 12. Vernissage ist am Freitag um 18 Uhr, sonnabends und sonntags ist die Messe von
11 bis 16 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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