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Stadt will neues „Zentrum Oberes Wildau“

Einkaufsmarkt Wildau Stadt will neues „Zentrum Oberes Wildau“

Der kurz nach der Wende errichtete Einkaufsmarkt in der Freiheit-/Ecke Fichtestraße befindet sich in der Zwangsverwaltung und kommt voraussichtlich noch in diesem Jahr unter den Hammer. Für diesen Zeitpunkt will die Stadt gerüstet sein.

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Käthe und Jürgen Schulze würden den Abriss des maroden Einkaufsmarktes begrüßen.

Quelle: Franziska Mohr

Wildau. Das kurz nach der Wende errichtete Einkaufszentrum mit dem einstigen Hauptmieter „Meyer Beck“ in der Freiheit-/Ecke Fichtestraße in Wildau ist in der Zwangsverwaltung. Das insgesamt mehr als 8000 Quadratmeter große Grundstück kommt Bürgermeister Uwe Malich (Linke) zufolge voraussichtlich noch in diesem Jahr unter den Hammer.

Für diese Zwangsversteigerung will die Rathausspitze gerüstet sein. Sind sich doch Stadtplaner, Verwaltung und Einwohner einig, dass dies die Chance für den Neubau eines attraktiven Zentrums im oberen Teil Wildaus eröffnet. Der Wildauer Vize-Bürgermeister Marc Anders (parteilos) schließt daher auf MAZ-Anfrage nicht aus, dass auch die Stadt gemeinsam mit ihrer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft (Wiwo) ein Gebot für den Erwerb des Areals abgeben wird.

Vorsorglich stimmten die Mitglieder des Bauausschusses in dieser Woche daher schon einmal einstimmig über die Ergänzung eines Aufstellungsbeschlusses zum Bebauungsplan „Zentrum Oberes Wildau“ ab. Darin gibt die Stadt potenziellen Investoren vor, dass sie an diesem zentralen Ort einen attraktiven Mix aus Wohnen und kleinteiligen Gewerbeeinheiten mit maximal 500 Quadratmetern anstrebt. Die Mitglieder des Ausschusses befürworten mindestens fünf Vollgeschosse. Die Pkw-Stellplätze sollen in einer Tiefgarage nachgewiesen werden, sodass für die Bürger eine Aufenthaltsqualität mit Platz zum Verweilen bleibt.

Diese Ziele gehen mit dem bereits 2013 beschlossenen Integrierten Stadtentwicklungskonzept (Insek) konform. Darin heißt es, dass bestehende Gewerbebetriebe auch in der künftigen Bebauung wieder angesiedelt werden können. Das betrifft beispielsweise das Bistro, den Blumenladen oder das Reisebüro.

Die Wildauer Käthe und Jürgen Schulze begrüßen das. „Die Sparkasse muss bleiben. Ansonsten ist gegen den Abriss nichts einzuwenden“, sagt Jürgen Schulze. Ähnlich sieht es der Wildauer Bernd Fischer, der auch im „Preis-Paradies“ gern vorbeischaut. Dessen Betreiberin Martina Hoffmann sagt, dass sich die Hausverwaltung schon seit Monaten nicht mehr blicken ließ. An den Decken bröckle die Farbe ab, überall zeigten sich Spuren des Verfalls. Sie habe gehört, dass das Gebäude im Sommer zwangsversteigert wird. „Was danach kommt, weiß ich nicht. Ich fürchte aber, dass ich bei einem Neubau die Miete nicht mehr aufbringen kann. Schließlich muss ich schon jetzt monatlich 1800 Euro Miete abdrücken“, sagt sie. Ein anderer Gewerbetreibender, der anonym bleiben wollte, meinte nur: „In diesem Staat habe ich mir abgewöhnt, darüber Gedanken zu machen, was nächstes Jahr ist.“

Von Franziska Mohr

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