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Stadtmeisterschaft im Fußball angeregt

Stadion in Königs Wusterhausen verwaist Stadtmeisterschaft im Fußball angeregt

Nach der Absage des 19. Stadionfestes 2012 wurde es ruhig rund um das „Stadion der Freundschaft“ in Königs Wusterhausen. Einst in aller Munde ist das Oval jetzt zunehmend verwaist. Selbst die Eintracht-Fußballer kehrten ihm den Rücken. Zur Wiederbelebung soll jetzt eine alljährliche Stadtmeisterschaft aller Fußballvereine beitragen.

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Das „Stadion der Freundschaft“ in Königs Wusterhausen ist häufig verwaist.

Quelle: Franziska Mohr

Königs Wusterhausen. 18 Jahre lang trafen sich Ende August die Sportbegeisterten sowie die Lokalprominenz aus Königs Wusterhausen alljährlich zum Stadionfest in der Cottbuser Straße. Bei dem kleinen Istaf begrüßte Initiator Wieland Klingler im „Stadion der Freundschaft“ neben den beliebten Schülerstaffeln Spitzenathleten aus der ganzen Welt. Als Überraschungsgäste landeten dort mit dem Hubschrauber selbst Olympiasieger und Weltmeister wie der Hammerwerfer Heinz Weis, die Speerwerferin Christina Obergföll oder die Kugelstoßerin Astrid Kumbernuss. Nach der finanziell begründeten Absage des 19. Stadionfestes 2012 wurde es allerdings ruhig rund um das Stadion. Einst in aller Munde wirkt es heute meist verwaist. Statt sportlicher Wettkämpfe herrscht auf dem gepflegten Oval oft Leere.

Den 21-jährigen Stadtverordneten Tobias Schröter (SPD) ärgert das. Seine Fraktion brachte daher im Stadtrat einen Antrag ein, dass im Früh- und im Spätsommer ein Fußballturnier aller städtischen Vereine im „Stadion der Freundschaft“ stattfinden soll. Als Schirmherr wurde der Bürgermeister auserkoren, der auch den Pokal stiftet. „Diese alljährliche Stadtmeisterschaft kann ein Event mit viel Spaß werden“, begründete Schröter den Antrag. Ein fester Termin im Sportkalender der Stadt sei denkbar. Das erste Turnier dieser Art soll noch in diesem Jahr starten. Die Kreissportjugend habe Schröter zufolge bereits Interesse an der Ausrichtung bekundet. Etwaige Eintrittsgelder kämen einem karitativen Zweck zugute. Bei den Stadtverordneten stieß Schröter mit seinem Vorschlag auf offene Ohren, so dass der Antrag mit nur einer Enthaltung angenommen wurde.

Auch Dirk Rahmelow vom Kampfsportverein San-Da-Kempo, der seit 2014 nach Monaten des Leerstandes das dortige Sportler-Café betreibt, begrüßt die Idee. „Außer mittwochs, wenn die Läufer kommen, ist hier nicht mehr viel los. Wozu ich mir noch eine teure Zapfanlage leiste, weiß ich nicht“, sagt er. Nicht einmal die Eintracht-Fußballer spielen mehr dort, so dass das Café den Sonntag als Ruhetag ausweist.

Jürgen Naumann, Mannschaftsleiter bei der Eintracht, begründet den vor drei Jahren erfolgten Auszug der Fußballer aus dem Stadion vor allem mit den fehlenden Lagermöglichkeiten in Folge der Schließung des Sportlerheims. „Wir mussten Bälle, Trikots, Pausengetränke hin- und herfahren. Im Stadion müssen wir noch 15 Euro pro Stunde für die Nutzung zahlen. Kosten, die auf unserem Gelände in Zeesen nicht anfallen“, sagt Naumann. Er, seit 1973 dabei, sei aber im Stadion groß geworden und daher der letzte, der bei einer entsprechenden Einigung nicht auch dorthin zurückkehren würde. Im Rathaus weist man den Vorwurf, dass das Stadion kaum genutzt wird, zurück. Dort seien noch die Kegler und die Läufer beheimatet. Das Wilhelm-Gymnasium und die Kästner-Grundschule halten dort Sportunterricht ab. Es gebe Einzelveranstaltungen wie jüngst die Norddeutschen Meisterschaften der Behinderten. Am 9. September treffen die deutsche und die französische Polizeiauswahlmannschaften der Frauen aufeinander.

Von Franziska Mohr

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