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Stadtrat bremst beim Kitabau

Königs Wusterhausen Stadtrat bremst beim Kitabau

Bürgermeister Swen Ennullat (Freie Wähler KW) ist Montagabend im Stadtrat mit dem Versuch gescheitert, einen schnelleren Kitabau im Ortsteil Zernsdorf auf den Weg zu bringen. SPD/Wir für KW, Linke und mehrheitlich die CDU vertagten den Beschluss auf Januar. In der Stadt fehlen 250 Kitaplätze.

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Im Stadtrat a Montagabend herrschte Riesenandrang. Der Sitzungsbeginn musste verschoben werden, weil noch nicht genügend Stühle für die Besucher da waren.

Quelle: Frank Pawlowski

Königs Wusterhausen. Trotz des dramatischen Kitaplatzmangels in der Stadt haben sich die Königs Wusterhausener Stadtverordneten nicht zu einer Eilentscheidung für einen Kita-Neubau durchringen können. Ein Antrag von Bürgermeister Swen Ennullat (Freie Wähler KW), in Zernsdorf eine Container-Kita für 120 bis 140 Plätze zu errichten, wurde mit 18 zu 12 Stimmen in den Sozialausschuss verwiesen. Er soll am 8. Januar wieder auf die Tagesordnung der SVV kommen.

Container statt Neubau

Ennullat will die Container als Ersatz für den beabsichtigten Neubau durch einen Investor aufstellen, weil das schneller gehe. Binnen eines Jahres könne so die neue Kita stehen, sagte er. Über den Betreiber sollte später entscheiden werden. Laut Ennullat könne das die Stadt oder ein freier Träger sein. Ein Neubau würde zwei bis drei Jahre dauern. Der Ortsbeirat hatte diese Variante deshalb einstimmig abgelehnt. „Wir können uns keinen Verzug mehr leisten, dazu ist die Situation zu dramatisch“, sagte Ennullat im Stadtrat.

Stadtpolitiker wollen Vorschlag erst prüfen

Die geschätzten Kosten bezifferte er auf rund 3,5 Millionen Euro. Doch den Stadtverordneten war das zu vage. „Der Vorschlag ist diskussionswürdig, aber die Kosten sind nicht untersetzt“, sagte der Fraktionschef von SPD/Wir für KW, Ludwig Scheetz. So äußerten sich auch Redner der Linken und von der CDU. Nur die Fraktionen Freie Wähler KW/Frauenliste, FDP sowie AFD unterstützten den Antrag, auch CDU-Stadtverordneter Christian Möbus sprach sich dafür aus. AFD-Fraktionschef Andreas Kalbitz bekam großen Beifall von den zahlreichen Besuchern, als er sagte: „Wir brauchen diese Lösung, die Eltern warten darauf. Wir müssen mal zu Potte kommen.“

Bürgermeister ist entsetzt über die vorläufige Ablehnung

Laut Stadtverwaltung fehlen in der Stadt 250 Kitaplätze. Der geplante Modulbau für die Kita Spielspaß verzögert sich, er wird erst 2019 stehen, nicht schon im kommenden Jahr. Die geplante Königspark-Kita wird möglicherweise gar nicht gebaut. Ennullat informierte im Stadtrat darüber, dass der Königspark soeben verkauft wurde. Ob der neue Eigentümer sich an die Kita-Absprache hält, sei unbekannt. Ennullat sprach von einer „krisenhaften Situation“ bei den Kitaplätzen. In der Sitzungspause sagte er zur vorläufigen Ablehnung seines Zernsdorf-Antrages: „Ich bin entsetzt.“

Von Frank Pawlowski

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