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Dahme-Spreewald Stadtverordnete stimmen für Bullenberg
Lokales Dahme-Spreewald Stadtverordnete stimmen für Bullenberg
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05:25 12.10.2016
Der neue Schulkomplex soll am Bullenberg entstehen. Quelle: Gerlinde Irmscher
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Senzig

Um den künftigen Standort der Grundschule am Krimnicksee in Senzig wurde lange gerungen. Nun scheint eine Lösung in Sicht. Mit großer Mehrheit haben die Stadtverordneten von Königs Wusterhausen am Montag entschieden. Demnach soll der Bildungsstandort Senzig unter Aufgabe des jetzigen Schulkomplexes an der Lindenstraße und der Ringstraße am „Bullenberg“ neu errichtet werden, wie es in dem Beschluss heißt.

„Ich bin sehr glücklich über den Beschluss“, kommentierte Ortsvorsteherin Renate Grätz einen Tag nach der Grundsatzentscheidung, die nicht aus heiterem Himmel kam. Zwei Jahre kämpften Grätz und der Ortsbeirat für den neuen Standort. „Es bedurfte einer Menge Beratungen, um das alles so zu erarbeiten, dass die Stadtverordneten zustimmen konnten“, sagte die Ortsvorsteherin.

Ortsbeirat befürwortet die zentrale Lage

Hintergrund: Die Grundschule in Senzig platzt aus allen Nähten. Schon jetzt wird dort zweizügig unterrichtet. Ausgelegt ist dafür weder das derzeit genutzte Schulgebäude an der Lindenstraße noch die gut 600 Meter entfernte Turnhalle. Diskutiert wurden zwei Lösungsmöglichkeiten: der Schulneubau in der Ringstraße 28 (Variante a) oder die Neuerrichtung in der Chausseestraße 53, besser bekannt als „Bullenberg“ (Variante b). Während man in der Verwaltung mit der – wie es hieß – „wirtschaftlicheren“ Variante a für knapp 9,2 Millionen Euro liebäugelte, sprach sich der Ortsbeirat Senzig schon früh für das Grundstück am Bullenberg aus (die MAZ berichtete). Die Kosten für den dortigen Neubau bezifferte das zuständige Fachbereichsamt für Bildung auf 11,8 Millionen Euro. Dennoch befürwortete der Ortsbeirat die zentrale Lage in der Chausseestraße. „Auf diese Weise bleibt auch der Bolzplatz an der Ringstraße erhalten, der mit Spendengeld und unter Arbeitseinsatz der Eltern errichtet wurde“, hob Grätz hervor.

Die Bürgerinitiative Bullenberg dürfte dieses Argument kaum trösten. Sie will nicht, dass der Bullenberg bebaut wird. Alljährlich findet hier das Osterfeuer statt. „Wir wollen doch nicht den ganzen Bullenberg bebauen“, besänftigt die Ortsvorsteherin Kritiker. Auf dem gut 8400 Quadratmeter großen Areal bliebe trotz des neuen Schulkomplexes noch genug Platz für Feste und zum Rodeln.

Bis am Bullenberg tatsächlich die Bagger rollen, dürfte es noch dauern. Der Kommune gehört nur ein Teil der Flächen, der Großteil befindet sich im Besitz eines Privateigentümers. Erst wenn alle Grundstücksfragen geklärt sind, können die Planungen für einen Bebauungsplan beginnen.

Von Josefine Sack

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