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Dahme-Spreewald Stadtwehrführer ist 100 Tage im Amt
Lokales Dahme-Spreewald Stadtwehrführer ist 100 Tage im Amt
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05:15 05.10.2016
Sandro Viehöfer ist der Stadtwehrführer von Königs Wusterhausen. Quelle: Franziska Mohr
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Königs Wusterhausen

Sandro Viehöfer ist seit dem 1. Juli neuer Stadtwehrführer in Königs Wusterhausen. Er trat die Nachfolge von Dietmar Rechenberg an, der in diesem Amt mehr als 25 Jahre tätig war.

Sie sind jetzt die berühmten 100 Tage im Amt. Was sind Ihre ersten Eindrücke?

Sandro Viehöfer: Von den hauptberuflichen sowie den ehrenamtlichen Feuerwehrleuten wurde ich gut aufgenommen. Das gilt auch für die Mitarbeiter der Verwaltung. Ansonsten muss ich das Rad wahrlich nicht neu erfinden, da mir mein Vorgänger ein gut bestelltes Feld hinterlassen hat.

Womit waren die Arbeitstage denn bisher so angefüllt?

Viehöfer (augenzwinkernd): In jedem Fall nicht mit Langeweile. Selbstverständlich habe ich erst einmal sondiert, wie der Dienstbetrieb hier geregelt ist. Außerdem nutzte ich die Zeit, um mich auch bei den Kameraden in den Ortsteilen vorzustellen. Hier stehen allerdings noch die Wehren in Diepensee, Kablow und Senzig aus. Dabei gaben mir die Kameraden zahlreiche Wünsche mit auf den Weg, die sich ganz sicher in der einen oder anderen Form auch bei der jetzt notwendigen Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplanes der Stadt widerspiegeln werden. Eine gute Gelegenheit zum Kennenlernen der Kameraden bot auch der Feuerwehrball.

Haben Sie schon Schwachstellen entdeckt, wo dringender Handlungsbedarf besteht?

Viehöfer: Nein, diesbezüglich kann ich noch keine markanten Punkte nennen.

Und wie steht es mit dem Neubau des Gerätehauses in Senzig?

Viehöfer: Dazu gab es am 27. September ein Gespräch mit den Anwohnern, das aus meiner Sicht trotz aller Ängste und Befürchtungen sehr konstruktiv verlief. Die zuständige Fachbereichsleiterin Bianca Urban und ich nahmen von dort diverse Prüfaufträge mit, die unter anderem die Wegerechte, Dienstbarkeiten sowie die Verlegung von Leitungen betreffen. Das ist ein laufendes Verfahren. Wir schauen zielorientiert nach vorn und suchen selbstverständlich auch Alternativen beziehungsweise Kompromisse.

Warum aber wird erst jetzt das Gespräch mit den Anwohnern gesucht?

Viehöfer: Fachbereichsleiterin Urban und ich sind bekanntlich noch nicht allzu lange im Amt. Da lief das Bauprojekt bereits. Unser Ziel ist, den Neubau des Senziger Gerätehauses so schnell wie möglich voranzutreiben. Planungs- und Baurecht sind aber nicht unser Metier. Es wäre daher vermessen, wenn ich jetzt einen Zeitpunkt für den Baubeginn nennen würde. Auch wenn ich offen bekenne, dass ich lieber heute als morgen mit diesem Neubau beginnen würde.

Baubeginn ist auch ein gutes Stichwort für die Königs Wusterhausener Feuerwache, die bekanntlich aus allen Nähten platzt. Stimmt es, dass das ursprünglich aufgrund der aktuellen Schulbauten zurückgestellte Projekt jetzt möglicherweise doch vorgezogen wird?

Viehöfer: Das Land Brandenburg hat jetzt ein kommunales Investitionsprogramm in einer Gesamthöhe von 130 Millionen Euro aufgelegt, in dem auch 15 Millionen Euro für eine verbesserte Infrastruktur der Feuerwehren zur Verfügung stehen. Die Stadt Königs Wusterhausen sieht hier eine Chance und stellte daher für den Neubau der Feuerwache auf dem Funkerberg bereits einen Fördermittelantrag. Um hier Berücksichtigung zu finden, muss die neue Feuerwache allerdings bereits bis 2019 fertiggestellt sein. Das Ziel ist sportlich, so dass jetzt Eile geboten ist.

Wie ist denn der aktuelle Stand des Projekts?

Viehöfer: Derzeit wird die Aufgabenbeschreibung aktualisiert und einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung unterzogen, so dass voraussichtlich Anfang 2017 ein nachhaltiges Konzept vorliegt, das einschließlich BER und Bevölkerungswachstum den Anforderungen der nächsten 20 bis 25 Jahre gerecht wird. Das bildet die Grundlage für die Planungen, so dass Ende nächsten Jahres mit dem Bau begonnen werden könnte. Auch das Gutachten für den Lärmschutz läuft bereits, so dass der Zeitkorridor verkürzt wird.

Liegen schon Kostenschätzungen vor?

Viehöfer: Nein. Zumal hier neben den insgesamt etwa 100 Kameraden der Orts- sowie der Berufsfeuerwehr noch Räume für den Zivilschutz entstehen sollen.

Die Stadt hat in den vergangenen Jahren mit den neuen Gerätehäusern in Zeesen, Niederlehme sowie Zernsdorf und Kablow große Anstrengungen getätigt. Dennoch gestaltet sich die Tageseinsatzbereitschaft bei den freiwilligen Kräften immer schwieriger. Ist es richtig, dass viele Kameraden daher in der neuen Alarm- und Ausrückeordnung eher eine Tendenz in Richtung Berufsfeuerwehr sehen?

Viehöfer: Es steht außer Frage, dass wir all diese neuen Gerätehäuser auch tatsächlich benötigten. Gleichzeitig ist es mit der neuen Alarmordnung aber auch unser Ziel, dass wir die ehrenamtlichen Kräfte von Bagatellalarmen – mit Stichworten wie Ölspur oder kommunalen Hilfeleistungen wie einer toten Katze auf der Fahrbahn – befreien wollen. Dennoch benötigen wir jeden ehrenamtlichen Feuerwehrmann in der Stadt und wertschätzen seine Arbeit.


Von Franziska Mohr

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