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Standort für neue Wildauer Sporthalle gesucht

Sportstätten-Ausbau in Wildau Standort für neue Wildauer Sporthalle gesucht

Die Stadt Wildau benötigt dringend eine zusätzliche Sporthalle. Das ist unstrittig. Heiße Diskussionen hingegen gibt es bezüglich ihrer Größe sowie des Standortes. Archtitekten haben für den Neubau jetzt acht potenzielle Flächen untersucht. Möglicherweise fällt eine Entscheidung noch vor der Sommerpause.

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Das Otto-Franke-Stadion in Wildau bedarf dringend einer Generalüberholung. Ob dort auch eine Sporthalle entsteht, bleibt abzuwarten.

Quelle: Franziska Mohr

Wildau. Über den Bau einer zusätzlichen Sporthalle wird in der Stadt Wildau mit ihren mehr als 10 000 Einwohnern und den zehn Sportvereinen schon seit Jahren diskutiert. Zumal die fehlenden Hallenkapazitäten mit der im Oktober vorigen Jahres erfolgten Anerkennung des HSV Wildau als Landesleistungsstützpunkt für Handball noch deutlicher zutage treten. Daher sollen noch in diesem Jahr die berühmten Nägel mit Köpfen gemacht werden. Das erklärte Ziel von Bürgermeister Uwe Malich (Linke) ist, dass die Stadtverordneten möglichst noch vor der diesjährigen Sommerpause über die Größe des Neubaus sowie den Standort entscheiden. Um ihnen dies zu erleichtern, liegt jetzt eine von Architekten erarbeitete, 27-seitige Analyse vor, in der das Für und Wider von acht potentiellen Standorten im Ort untersucht wurde.

Standorte im Überblick

Insgesamt acht Flächen wurden in der städtebaulichen Standortuntersuchung für den Neubau einer Sporthalle in Wildau in Betracht gezogen:

1. Areal neben der Sporthalle des Wil-dorado

2. das Otto-Franke-Stadion in der Grabowskistraße

3. die Fläche westlich des Waldfriedhofs

4. die Dahmewiesen in der Richard-Sorge-Straße

5. die Friedrich-Engels-Straße am Ortsausgang in Richtung Zeuthen

6. A10/Funkerberg

7. Chausseestraße/ Goethebahn

8. Freiheitstraße „Pferdekoppel“

Zur Auswahl stehen zwei Hallentypen. Zum einen eine Mehrzweckhalle (Dreifachhalle) mit 1000 Zuschauerplätzen und einem Flächenbedarf von etwa 12 000 Quadratmetern, deren Baukosten auf sechs Millionen Euro geschätzt werden. Zum anderen eine kleinere Variante: eine Doppelhalle für 400 Zuschauer und mit einem Flächenbedarf von etwa 4000 Quadratmetern, die voraussichtlich zwei Millionen Euro kosten würde.

Standorte wurden nach einheitlichen Kriterien untersucht

Die Architekten untersuchten jeden der acht Standorte nach einheitlichen Kriterien. Sie erstreckten sich unter anderem auf die Eigentumsverhältnisse und den damit verbundenen möglichen Grunderwerb, die Verkehrs-, Siedlungs- sowie die technische Infrastruktur und die nötigen Freiräume. Dafür vergaben sie jeweils Kennziffern. Für die städtebauliche Einbindung in den Ort sprechen vor allem die Standorte Wil-dorado, Otto-Franke-Stadion und „Pferdekoppel“ in der Freiheitstraße, die sich zudem alle in kommunalem Besitz befinden, so dass die Stadt keine Flächen ankaufen müsste. Als sehr geeignet erscheint den Architekten aber auch das Areal Chausseestraße/Goethebahn, das sich aber ausschließlich in Privatbesitz befindet. Letzteres gilt auch für die Fläche westlich des Friedhofs, deren standortspezifische Mehrkosten die Architekten aufgrund der „erheblichen Erweiterung der verkehrlichen und technischen Infrastruktur in den Außenbereich“ im Vergleich zu allen anderen Standorten als sehr hoch bewerten.

Auch die größten Wildauer Sportvereine mit Hallenbedarf, die Handballer des HSV sowie die Fußballer von Phönix Wildau mit jeweils etwa 300 Mitgliedern, stehen einem neuen Sportkomplex am Friedhof skeptisch gegenüber. „Vor allem für unsere Jugendmannschaften und die Schulen scheint uns der zentrale Standort neben dem Wildorado am geeignetsten“, sagt HSV-Vize-Chef Falk Neubauer. Eine Halle mit 1000 Zuschauern bewertet er „als sehr zukunftsorientiert“. Das „Urgestein“ von Phönix, Manfred Stöpper, würde den Neubau am liebsten im Otto-Franke-Stadion sehen: „Auch für die Schulen wäre der Standort ideal. Das Stadion muss ohnehin saniert werden. Dann könnten sich Synergieeffekte wie ein gemeinsamer Sanitärtrakt ähnlich wie in der Dinterhalle in KW ergeben.“ Konflikte mit der umliegenden Wohnbebauung aufgrund der Lärmbelastung sieht der 2. Vorsitzende von Phönix nicht. Das Stadion befände sich seit 1929 an diesem Standort. Und Fußball werde dort noch länger gespielt.

Von Franziska Mohr

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