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Startschuss für Technologiepark

Königs Wusterhausen Startschuss für Technologiepark

Die Erschließungsarbeiten für den ersten 12,5 Hektar großen Bauabschnitt auf dem Funkerberg in Königs Wusterhausen haben begonnen. Auf ihm plant die Stadt die Ansiedlung von Hightech-Firmen. Mit ersten Bauanträgen wird bereits dieses Jahr gerechnet.

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Die Freisetzung und Befestigung des zentralen Zufahrtsweges steht zunächst im Mittelpunkt der Erschließungsmaßnahmen.

Quelle: Stadt Königs Wusterhausen

Königs Wusterhausen. Startschuss für den Technologiepark auf dem Funkerberg. Der erste Bauabschnitt an der nordwestlichen Seite des 12,5 Hektar großen Entwicklungsgeländes wird derzeit vorbereitet. Auf ihm plant die Stadt die Ansiedlung von Hightech-Firmen. Voraussichtlich Ende 2017 ist mit der vollständigen Erschließung der ersten Baufelder im ersten Bauabschnitt des Technologieparks zu rechnen.

Rodungen und Ausgleichsmaßnahmen

Anfang April hat die Untere Forstbehörde die Genehmigung zur Umwandlung des Waldes erteilt. Derzeit werden die Bereiche für die späteren Verkehrs- und Grünflächen gerodet. Bis 31. Mai sollen die Arbeiten andauern. Eine ergänzende Vermessung wird im Anschluss an die Rodungen genaue Erkenntnisse über die Topographie ergeben, die für die konkreten Ausführungsplanungen der Verkehrsanlagen und der unterirdischen Leitungen erforderlich sind. Nach Fertigstellung der Ausführungsplanung erfolgt die Ausschreibung der Tiefbauleistungen, die im Juli 2017 beginnen sollen.

Im Zusammenhang mit den Rodungsarbeiten erfolgen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen. Als Partner steht der Stadt, wie schon bei den Neue Mühler Tonteichen und dem Nottekanal-Seitenarm, die Flughafenumfeldgesellschaft BADC zur Seite. Der ökologische Ausgleich wird unter anderem über eine größere Entsiegelung und die Wiederherstellung eines naturnahen Raums in Senzig – alte Ferienbauten im Waldgebiet Richtung Bindow – und über den Rückbau von ehemaligen LPG-Anlagen in Gräbendorf erfolgen.

Bestimmte Branchen werden ausgeschlossen

„Wir wollen die Technologieparkerweiterung in Richtung Wildau entwickeln und setzen auf hochwertige Ansiedlungen“, sagte Lutz Franzke (SPD), Bürgermeister von Königs Wusterhausen, der MAZ. Logistikstandorte mit viel Lkw-Verkehr werde es dort nicht geben. „Wir haben einige Branchen komplett ausgeschlossen und machen eine klare Trennung zwischen dem Funkerberg und den Güterverteilzentren, was teilweise im Hafen stattfindet. Ansonsten ertrinken wir im Verkehr“, sagte Franzke. Darauf müsse geachtet werden.

Es gebe in Brandenburg eine Nachfrage für Neuansiedlung im Bereich Forschung und Entwicklung. Die Stadt stünde jedoch in Konkurrenz mit Flächen, die näher an Berlin lägen. „Gegenüber Standorten in Adlershof, Schönefeld, Selchow sind wir nur B-Lage“, sagte der Bürgermeister. Der Vorteil sei jedoch, dass man in Königs Wusterhausen großen Flächen habe. „Wir haben nicht nur die ersten 12,5 Hektar, die wir im ersten Bauabschnitt entwickeln, sondern wir gehen mit Wildau auch weiter gen Osten, wo noch weitere Flächen erschlossen werden können“, sagte Franzke.

Erste Bauanträge dieses Jahr erwartet

Neben Firmenansiedlungen soll ein wissenschaftliches Technologiezentrum entstehen. „Ich werde mich dafür einsetzen, dass wir dort eine besondere Art der Forschungsansiedlung haben“, sagte das Stadtoberhaupt. Dass Investoren und Wissenschaft auf den Funkerberg kämen, dafür müsse noch engagierter geworben werden. „Wir müssen baureife Areale schaffen, um die Entwicklungsflächen nicht nur auf dem Papier zeigen zu können“, sagte er. Deshalb habe die Stadt auch nicht mit der Erschließung gewartet, bis man die Auftragsbücher voll habe. So könne man sofort nach der Erschließung mit der Direktvermarktung bundesweit und über Deutschland hinaus beginnen.

Bereits in diesem Jahr rechnet Franzke mit den ersten zwei Bauantragstellungen für rund 20 000 Quadratmeter im ersten Bauabschnitt, 2018 mit der Grundsteinlegung. Entscheidende Kriterien für beide Familienunternehmen, sich hier anzusiedeln, wären der Standort direkt an der Autobahn, ebenso die gute Zusammenarbeit mit der Stadt.

Schwerpunktbranchen

Der Entwicklung des Funkerbergs ging eine 2010 in Auftrag gegebene Potenzialstudie voraus, die die Ansiedlung von Hightech-Firmen in bestimmten Schwerpunktbranchen empfahl – darunter die Luft- und Raumfahrt, Kommunikations- und Informationstechnik, Energietechnik und Gesundheitswirtschaft. Auch im Standortentwicklungskonzept des Regionalen Wachstumskerns Schönefelder Kreuz ist der Technologiepark verankert. Die an den Standort angrenzende Technische Hochschule Wildau will den Technologiepark mit der Hochschule vernetzen.

Von Oliver Becker

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