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Dahme-Spreewald Stattliche Summe für die Zugbrücke
Lokales Dahme-Spreewald Stattliche Summe für die Zugbrücke
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00:31 27.05.2018
Zufrieden vor der Groß Köriser Zugbrücke: der amtierende Amtsdirektor, Oliver Theel, Minister Jörg Vogelsänger mit dem Fördergeld-Bescheid und Bürgermeister Marco Kehling (v. l.). Quelle: Karen Grunow
Groß Köris

Der Minister will gleich zur Zugbrücke, das vorbereitete Frühstück kann noch etwas warten. Jörg Vogelsänger (SPD), Brandenburgs Minister für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft, ist eigens nach Groß Köris gekommen, um Bürgermeister Marco Kehling (parteilos) und Oliver Theel, dem amtierenden Amtsdirektor des Schenkenländchens, den Förderbescheid für die Sanierung der markanten Brücke zu überreichen. Über genau 657 357,46 Euro Zuschuss aus Mitteln des EU-Förderprogramms Leader kann die Gemeinde sich freuen.

Förderung aus Leader-Programm

„Wir sind das seenreichste Bundesland“, erklärte Vogelsänger, warum er ausgerechnet in Groß Köris einen solchen Zuwendungsbescheid persönlich überreicht. „Der Wassertourismus ist enorm wichtig.“ Mit Stolz auf die große Nachfrage nach Leader-Geldern in Brandenburg ergänzte er: „Ich will auch richtig Werbung machen für diese Leader-Projekte.“ Zugleich lobte er den Spreewaldverein, der in der Region für die Vorauswahl der eingereichten Anträge zuständig ist. Der frühere Vorsitzende des Vereins, Lutz Habermann, war auch gekommen. Dass Groß Köris den Zuschlag bekommen hat, freut ihn. Seit Jahren stand das Projekt im Raum.

Auch das Ensemble aus Brückenwärterhäuschen und Areal am Kanal-Ufer neben der Brücke soll erneuert werden. Quelle: Karen Grunow

Ende April bereits gesperrt

Und es ist dringend notwendig, dass dieses technische Denkmal, das derzeit tagsüber alle zwei Stunden für den Boots- und Schiffsverkehr öffnet, saniert wird. Erst im April musste die derzeit ohnehin für Fahrzeuge nur eingeschränkt nutzbare Brücke komplett gesperrt werden, weil sich Holzbohlen des Belags gehoben hatten. Die Notreparatur beanspruchte mehrere Tage. Eine schwierige Situation für all diejenigen, die jenseits des Kanals, der den Schulzensee mit dem Großen Moddersee verbindet, leben und dann über die Sputendorfer Straße ausweichen mussten. Diese jetzt soweit zu sichern, dass sie während der Brückensanierung auch für schwere Müllfahrzeuge und natürlich Feuerwehren gut geeignet ist, sei „aktuell der wichtigste Punkt neben der Fertigstellung der Planung“, so Oliver Theel.

Brücke wird größtenteils demontiert

Insgesamt ist das Projekt mit 876 000 Euro taxiert. Er rechne damit, dass der Wassertourismus während der Arbeiten kaum gestört werde, sagte Theel. Denn die Brücke werde zu einem großen Teil demontiert. Mit Einschränkungen sei eigentlich lediglich dann und bei der Wieder-Komplettierung der Brücke zu rechnen. Darauf hoffen Unternehmer wie Steffan Kaubisch, Geschäftsführer der Dahme-Schifffahrt Teupitz, denn in der Hochsaison ist das Familienunternehmen viermal täglich auf dem Kanal unterwegs. Nicht nur die Brücke, die, so hoffen viele, künftig automatisch geöffnet werden soll, wird instandgesetzt. Auch das Brückenwärterhäuschen und der Uferbereich davor sollen erneuert und für Wassertouristen zugänglicher gestaltet werden. Oberstes Ziel wäre, noch 2019 fertig zu werden“, so Oliver Theel. Realistisch aber sei wohl doch eher 2020.

Erst Scheckübergabe, dann Frühstück

Bevor es gemeinsam mit den Gästen – auch Mittenwaldes Stadtchefin Maja Buße (CDU) und Bestensees Bürgermeister Klaus-Dieter Quasdorf (parteilos) waren da – zum Frühstück ins Restaurant „Riviera da Mario“ ging, sagte Minister Vogelsänger noch munter: „Dann fahren wir 2020 zusammen mit dem Boot durch!“

Von Karen Grunow

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