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Steigenberger BER-Hotel im Schlummermodus

Infos rund um den BER Steigenberger BER-Hotel im Schlummermodus

Einem verwunschenen Dornröschenschloss ähnelt das schmucke Steigenberger Airport-Hotel am Willy-Brandt-Platz wahrlich nicht. Und doch rührt sich derzeit hier kaum ein Hauch. Es wird im Schlummermodus in Betrieb gehalten. 30 Mitarbeiter sind im Einsatz: doch von Gästen fehlt bislang noch jede Spur.

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Das neue Steigenberger Airport-Hotel direkt am Flughafen BER.
 

Quelle: Uta Schmidt

Schönefeld .  Einem verwunschenen Dornröschenschloss ähnelt das schmucke Steigenberger Airport-Hotel am Willy-Brandt-Platz wahrlich nicht. Und doch rührt sich derzeit hier kaum ein Hauch. Das für Flughafenhotels typische quirlige Leben scheint erstarrt zu sein. „Vom Bett bis zum Kaffeelöffel – seit drei Jahren ist in diesem Hause jeder Ausstattungsgegenstand vorhanden und wartet eingelagert auf die Nutzung“, sagt Torsten Schulze, der Regionaldirektor der Steigenberger-Hotels.

Der erfahrene Manager führt die Geschäfte im renommierten „Steigenberger Hotel am Kanzleramt“, einem Haus mit 339 Zimmern und großem Veranstaltungsbereich direkt am Berliner Hauptbahnhof, und ist gleichzeitig Chef des noch nicht erwachten Airport-Hotels in Schönefeld. Obwohl hier noch keine Gäste ein- und ausgehen, wird es dennoch im „Schlummermodus“ bewirtschaftet.

Manager Thorsten Schulze

Manager Thorsten Schulze

Quelle: Uta Schmidt

30 Mitarbeiter sind täglich im Einsatz, um die komplett ausgestatteten Zimmer, Restaurants, Veranstaltungsräume und den Wellnessbereich des Gebäudes am Laufen zu halten und zu sichern. Dazu gehört zum Beispiel der Betrieb der technischen Anlagen wie der Wasser- und Lüftungsleitungen ebenso wie die Reinigung der Räume oder das regelmäßige Unkrautjäten auf dem Dach. Schulze spricht von einer „stillen Bewirtschaftung“. Kosten würden für sein Unternehmen dabei dank einer weitsichtigen Vertragsgestaltung mit dem Hauseigentümer nicht anfallen. „Wir sind Mieter in diesem Haus und seiner gesamten Ausstattung. Kosten kommen erst zum Tragen, wenn der BER in Betrieb und das Haus tatsächlich eröffnet ist“, verrät er.

Vor genau drei Jahren hatten sich Schulze und das Steigenberger-Team auf die Eröffnung des Airport-Hotels direkt am BER – 50 Meter entfernt vom Terminal – gründlich vorbereitet. Diese war für den 3. August 2012 vorgesehen. Rechtzeitig vorher waren 80 Mitarbeiter eingestellt worden, 322 Zimmer waren ebenso empfangsbereit, wie ein großes Restaurant mit 250 Plätzen und die komfortable Lobby-Bar mit allem Drum und Dran.

„Für den Sommer 2012 waren wir schon gut ausgebucht, aber im Juni wurde uns mitgeteilt, dass die Inbetriebnahme des BER verschoben werden muss. Nach der Absage des Eröffnungstermins hofften wir, dass wir diesen auch für unser Haus nur um wenige Wochen verschieben müssen“, erinnert sich Schulze. Ende 2012 zog das Management die Reißleine. Die Betten wurden abgezogen, Ausstattungsgegenstände eingelagert.

Jetzt wartet das Unternehmen – wie viele andere auch – auf die Nennung eines verbindlichen Eröffnungstermins für den BER durch das Flughafenmanagement. Dann beginnt erneut der Countdown. In der Hotelbranche werde 18-Monate zurückgezählt, sagt Direktor Schulze. 2016 sei das Haus dann wieder in den Buchungssystemen zu finden. Derzeit wirbt das Steinberger am BER allerdings schon unter dem Motto „Gerade gelandet und schon zu Hause“ aktiv um Gäste in den Chefetagen und damit für einen gelungenen Neustart.

Eingestellt ist man auf 80 000 Gäste pro Jahr. Vor allem Tagungsteilnehmer werden ab 2017 erwartet, die direkt am neuen Airport landen und anschließend in klimatisierten sowie schallisolierten Veranstaltungsräumen tagen wollen. „Wir verfügen zudem über einen attraktiven, großzügigen Fitness- und Wellnessbereich mit einem spektakulären Blick direkt von der Sauna auf die Flieger“, schwärmt Schulze von seiner neuen Wirkungsstätte. Ein Großteil des Personals stehe in den Startlöchern. „Wir sind in der glücklichen Konstellation, dass viele unserer Mitarbeiter bereits Erfahrungen mit Neueröffnungen unserer Häuser haben und das Unternehmen gut kennen“, sagt Schulze. Das seien wichtige Faktoren für ein Hotel, das an den Start geht. Weitere Kollegen würden für die Aufgabe fit gemacht, um die man nicht werben müsse, denn Steigenberger sei das sechste Jahr in Folge als „Top-Arbeitgeber“ ausgezeichnet worden.

Der Standort direkt am BER sei trotz mehrjähriger Verzögerung des Eröffnungstermins für das Unternehmen aufgrund der kurzen Wege hochattraktiv, sagt Schulze. Von den acht Gebäuden am Terminal seien zwei als Hotels in der Planung, und die würden von der Unternehmensgruppe wie bereits am Berliner Hauptbahnhof geführt. Dort haben seit dem vergangenen Jahr in unmittelbarer Nachbarschaft ein Steigenberger- und ein Intercity-Hotel ihre Türen für Gäste der Hauptstadtregion geöffnet.

Von Uta Schmidt

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