Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Dahme-Spreewald Stelle für Flüchtlingsfragen wird nicht neu besetzt
Lokales Dahme-Spreewald Stelle für Flüchtlingsfragen wird nicht neu besetzt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:21 12.02.2018
Symbolbild. Quelle: dpa
Königs Wusterhausen

Die auf zwei Jahre befristete Stelle der Flüchtlingskoordinatorin Janneke Stein im Königs Wusterhausener Rathaus wird nicht verlängert und auch nicht neu besetzt. Das bestätigte Stadtsprecherin Uschi Schlecht auf MAZ-Anfrage. „Der Bedarf ist nicht mehr da“, begründete sie die Entscheidung des neuen Bürgermeisters Swen Ennullat (FWKW). Künftig soll es noch eine Viertelstelle für dieses Aufgabengebiet geben.

SVV-Beschluss von 2015

Die Stadtverordneten hatten Ende 2015 beschlossen, eine hauptamtliche Beauftragte für Asyl- und Flüchtlingsangelegenheiten befristet einzustellen. Sie wurde aus dem Stadthaushalt bezahlt. Damals musste Königs Wusterhausen hunderte Flüchtlinge unterbringen. Inzwischen sind die Zahlen laut Schlecht deutlich zurückgegangen. Sie verwies darauf, dass ohnehin der Landkreis zuständig sei. Die Streichung der Stelle begründete Schlecht auch damit, dass die Integration vor allem in der Kinder- und Jugendarbeit stattfindet, jährlich stelle die Stadt hierfür freiwillig 500.000 Euro bereit. „Es ist keinesfalls so, dass Integration nicht weiter nötig ist“, betonte sie.

Janneke Stein war Koordinatorin für Flüchtlinge und Asylangelegenheiten. Sie beendet im Februar ihre Tätigkeit. Quelle: Ursula Schlecht

Stadtpolitiker kritisieren die Entscheidung

Bei Stadtpolitikern stößt der Wegfall der Stelle dennoch auf Kritik. „Ich bedaure das ausdrücklich“, sagte der Vorsitzende der Fraktion SPD/Wir für KW, Ludwig Scheetz. Nach seiner Ansicht werde eine hauptamtliche Koordinatorin weiter gebraucht. „Das ist vom Ehrenamt nicht zu leisten.“ Scheetz kritisierte vor allem das Vorgehen. „Das ist klammheimlich vom Bürgermeister entschieden worden, darüber wird zu reden sein. Die SVV

Ankunft von syrischen Flüchtlingen vor zwei Jahren in Zeesen. Quelle: Andrea Müller

hätte einbezogen werden müssen, da es ihre „politische Entscheidung“ war. Der stellvertretende CDU-Fraktionschef, Peter Dittrich, war ebenfalls überrascht. „Ich finde es nicht gut, dass Frau Stein aufhört.“ FDP-Fraktionschef Raimund Tomczak hält die Stelle weiter für erforderlich. „Es ist noch nicht so weit zu sagen, wir brauchen sie nicht mehr.“ Birgit Uhlworm, Fraktionsvorsitzende von FWKW/UFL, sieht Gesprächsbedarf. „Das können wir nicht so hinnehmen“, sagte sie.

AFD fordert mehr Personal für städtische Bauprojekte

Zuspruch bekommt Ennullat von AFD-Fraktionschef Andreas Kalbitz. Die Stelle sei nicht mehr nötig. „Integration ist eine Bringschuld derer, die zu uns kommen“, sagte er. Es sei sinnvoller, zusätzliches Personal in anderen Bereichen einzusetzen, etwa bei der Planung von Bauvorhaben. „Da reichen die Kapazitäten bei weitem nicht aus.“

Fachdienst des Kreises auch in KW tätig

Im vorigen Jahr nahm der Landkreis 320 Flüchtlinge auf, 2015 waren es noch fast 1800. Aktuell sind in LDS 1200 Flüchtlinge untergebracht. Seit September 2017 gibt es in der Kreisverwaltung einen Fachberatungsdienst mit vier Sozialarbeitern an den Standorten Königs Wusterhausen und Lübben für die Flüchtlinge.

Von Frank Pawlowski

Ein Unfall, an dem ein Tanklaster beteiligt war, ging auf der A10 bei Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald) glimpflich aus. Ein Pkw und der Lkw waren nach einem Fehler beim Fahrspurwechsel kollidiert. Die alarmierte Feuerwehr brauchte nicht eingreifen, da der Lkw nicht beschädigt wurde.

08.02.2018

Aus dem Pferdehof Am Tonsee in Motzen soll ein Reit-Event-Center entstehen. Der dazugehörige Entwurf des Bebauungsplanes liegt gerade im Mittenwalder Rathaus aus. Auf dem rund vier Hektar großen Gelände der Familie Burschik sollen umfangreiche Reitanlagen entstehen, darunter eine Reithalle, ein Dressurplatz und ein Longierplatz entstehen.

08.02.2018

Auf der S2 gibt es am Sonnabend Schienenersatzverkehr. Von Baustellen bei der Bahn sind in den Landkreisen Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald auch die Linien S45, S46, RE5, RE7 und RB14 betroffen.

08.02.2018