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Sterne, Lichter und Tannenzweige

Weihnachtsdekoration Sterne, Lichter und Tannenzweige

In der Region Dahmeland-Fläming kommt so langsam Weihnachtsstimmung auf. Traditionell werden nach dem Totensonntag wieder die Innenstädte, Geschäfte und Fenster von privaten Häusern und Wohnungen weihnachtlich geschmückt und erleuchtet. In den meisten Städten kommt der große Weihnachtsbaum im Laufe dieser Woche an.

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XXL-Weihnachtskugeln zieren seit dieser Woche einen Kreisverkehr in Luckenwalde.

Quelle: Hahn Margrit

Dahmeland-Fläming. Für Susan Bobrowski gibt es in der kalten Jahreszeit kaum etwas schöneres als Weihnachtsdekoration. Nicht nur ihr Zuhause hat die Leiterin der Komma- 10-Filiale in Königs Wusterhausen mit vielen Lichtern geschmückt. Auch das Schaufenster ihrer Filiale zieren schon seit Tagen Lichterketten, weiße Tannen, Schwibbögen und kleine Holzfiguren. „Wir haben hier vergangene Woche mit der Weihnachtsdekoration angefangen“, erzählt Susan Bobrowski, die die Deko auch im Laden verkauft. „Die Kunden sind schon seit Mitte Oktober ganz wild darauf.“

Sterne im A10-Center

Sterne im A10-Center.

Quelle: Gerlinde Irmscher

Eigentlich ein Tabu, denn traditionell wird erst nach Totensonntag geschmückt – aus Rücksicht auf die Verstorbenen. Natürlich ist diese Tradition nicht festgeschrieben und jeder kann tun und lassen, was er will. Dennoch beobachtet man beim Spazieren durch die Innenstädte der Region Dahmeland-Fläming wie beim Fahren durch Wohngebiete: Bei den meisten geht es wirklich erst jetzt los. Deshalb erleuchtet die Region dieser Tage nach und nach in weihnachtlichem Glanz.

So wurden in Ludwigsfelde am gestrigen Montagmorgen die letzten Lichter in den Bäumen angebracht und am Abend zum ersten Mal erleuchtet. Sterne und Sternschnuppen an den Straßenlaternen hängen schon ein paar Tage länger. Wie Stadtsprecherin Marina Ujlaki erzählt, kam ein Erleuchten der Deko erst ab gestern in Frage. „Vor Totensonntag gehört sich das einfach nicht“, sagt sie.

Steffen Marwitz hat in Schlenzer sein Haus mithilfe von Tochter Stella geschmückt

Steffen Marwitz hat in Schlenzer sein Haus mithilfe von Tochter Stella geschmückt. Zum Anleuchten kamen mehr als 80 Gäste.

Quelle: Hahn Margrit

Die Städte und Gemeinden lassen sich ihre Weihnachtsdekoration einiges kosten, wie viel genau, konnte keine der von der MAZ angefragten Kommunen beziffern. Denn die Dekoration ist meist schon seit Jahren in ihrem Besitz und wird jährlich nur etwas erweitert, beziehungsweise repariert.

Zossens Stadtsprecher Fred Hasselmann erklärt, warum Kommunen an dieser Stelle investieren: „Die weihnachtliche Dekoration ist auch ein Dank an die Bürger.“ Für sie solle in der dunklen Jahreszeit ein festliches Ambiente geschaffen werden. „Ich freue mich selbst auch immer über die schönen Lichter“, sagt er. Dazu gehören auch die großen Weihnachtsbäume in den Städten. In Zossen sind die beiden Tannen auf dem Marktplatz und auf dem Kirchplatz bereits da und werden am 1. Advent erleuchtet. In den meisten anderen Städten werden sie in dieser Woche geliefert.

Weihnachts-Fahrrad in der Königs Wusterhausener Innenstadt

Weihnachts-Fahrrad in der Königs Wusterhausener Innenstadt.

Quelle: Gerlinde Irmscher

Wenn es nach Heiko Ratsch, Bauhofleiter aus Jüterbog, geht, könnte es in Jüterbog noch viel mehr Weihnachtslichter geben. „Aber das ist ja immer eine Kostenfrage“, sagt er. Im Auftrag der Stadt ist Ratsch für das Schmücken der Innenstadt zuständig, am Markt und den angrenzenden Straßen prangen nun sechszackige Sterne an 20 Laternenmasten. Insgesamt sind 600 kleine Lichter installiert. Heiko Ratsch schätzt die so entstehende Atmosphäre. „Ich schmücke mein Zuhause auch schön weihnachtlich“, sagt er. „Leider kann ich von außen keine Lichter anbringen – die würden schnell zerstört werden.“

Neben der schönen Stimmung haben die Geschäfte in der Region natürlich noch ein anderes Ziel, wenn sie ihre Fenster und Gänge erleuchten: Im festlichen Ambiente konsumiert es sich besser, das Weihnachtsgeschäft ist für den Einzelhandel ohnehin das umsatzstärkste im Jahr. So ist die opulente Dekoration des Wildauer A10-Centers seit gestern auch komplett und in Betrieb. Nach Angaben von Centermanager Sven Schulze kostet allein die Grundausstattung der Weihnachtsdekoration des Einkaufszentrums rund eine Million Euro. Hinzu kommen jährlich um die 40 000 Euro für Instandhaltung, Aufbau und Betrieb.

Herrnhuter-Stern in der Jüterboger Innenstadt

Herrnhuter-Stern in der Jüterboger Innenstadt.

Quelle: Uwe Klemens

Die Ideen dafür bekommt er von einer Ausstattungsfirma, die sich auf die Innenausstattung von Einkaufszentren spezialisiert hat. Die einzelnen Elemente werden eigens für das Center hergestellt. Auch privat legt Sven Schulze viel Wert auf die passende Adventsstimmung. „Ich bin ein richtiger Weihnachtsfreak“, sagt er, „mir ist die Adventszeit immer viel zu kurz.“ Sein Zuhause schmückt er deshalb schon jetzt mit Tannenbaum, Figuren, Krippen und vielen Lichtern.

Von Anja Meyer

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