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Störende Radfahrer

Zernsdorf Störende Radfahrer

Obwohl es an der Ortsdurchfahrt in Neue Mühle und Zernsdorf einen gut ausgebauten Rad- und Gehweg gibt, nutzen viele Radfahrer lieber die Straße. Autofahrer ärgert das, weil es immer wieder brenzlige Situationen gibt. Der Radweg eigentlich Pflicht, aber gefährlicher, sagt die Stadt.

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Radfahrer müssen den Rad- und Fußweg durch Neue Mühle und Zernsdorf nehmen, dürfen nicht auf der Straße fahren.

Quelle: Frank Pawlowski

Zernsdorf. Vor einigen Wochen mussten Autofahrer noch die herausragenden Gullys auf der abgefrästen Straße umkurven. Inzwischen ist die Ortsdurchfahrt in Neue Mühle und Zernsdorf wieder glatt, hat einen neuen Belag. Zwar passen die Gullys an vielen Stellen immer noch nicht richtig, einige sitzen jetzt zu tief. Doch für die Autofahrer tun sich ganz andere „Hindernisse“ auf – in Gestalt von Fahrradfahrern.

Mal der Weg, mal die Straße

MAZ-Leser Patrick Henze ärgert sich schon lange darüber, dass manche von ihnen die Radwege neben der Straße nicht nutzen, obwohl die in einem guten Zustand sind. „Man sollte nicht immer auf die Autofahrer schimpfen“, sagt er. Beim Vor-Ort-Termin zeigt sich tatsächlich: mal nehmen Radfahrer den Weg, mal die Straße. Autos fahren dann im großen Bogen um sie herum. Ein Anwohner bestätigt, dass es oft zu brenzligen Situationen auf der viel befahrenen Verbindungsstraße nach Königs Wusterhausen kommt.

Beschilderung ist eindeutig

Dabei ist die Beschilderung eigentlich eindeutig. Links das Fahrrad, rechts die Fußgänger – das bedeutet, dass Radfahrer nicht die Fahrbahn, sondern den getrennten Rad- und Fußweg benutzen müssen. Wer das nicht tut, muss mit einem Bußgeld zwischen 20 und 35 Euro rechnen. Der Landkreis hat zu diesem Thema extra einen Flyer „Radfahrer und Fußgänger“ herausgebracht. Dort werden die verschiedenen Verkehrsschilder erklärt. Hingegen erklärt die Stadtverwaltung, es bestehe kein Zwang für Radfahrer, den für sie freigegebenen Gehweg zu nutzen.

Ein Schild ist verschwunden

Doch es gibt ein weiteres Problem. An der Einfahrt zur Küchenmeisteralle endet neuerdings der Rad- und Fußweg in Richtung Neue Mühle. Das Schild ist seit den Bauarbeiten verschwunden. Radfahrer müssen jetzt hier sogar die Straße benutzen, obwohl der Weg bis zur Schleuse führt. „Besonders für die vielen Schüler ist das doch kreuzgefährlich“, meint Patrick Henze und schüttelt den Kopf.

Vor-Ort-Termin ist verabredet

Dem Straßenverkehrsamt ist das Problem der fehlenden Beschilderung bekannt, teilte Kreissprecherin Heidrun Schaaf auf eine MAZ-Anfrage mit. „Möglicherweise sind Schilder durch die Bauarbeiten abhanden gekommen. Die Stadt hat sich bereits an die Straßenbehörde gewandt. Daher wird ein Vor-Ort-Termin verabredet, an dem Stadt und Straßenverkehrsamt teilnehmen.“ Einen Termin dafür gibt es noch nicht.

Radfahrer auf der Straße gut aufgehoben

Laut Stadtsprecherin Katja Klinner ist der Weg stadteinwärts nach heutigen Maßstäben zu schmal für Radfahrer und Fußgänger. Das Straßenverkehrsamt sei dazu übergegangen, innerorts keine Radwege mehr anzuordnen, sondern als Alternative Gehwege anzubieten, die befahren werden dürfen. Statistisch seien Unfälle mit Radfahrern auf den Fuß- und Radwegen häufiger als auf der Straße. Hier besteht eine erhöhte Gefahr durch Ausfahrten und Einmündungen. Die Fahrbahn in Neue Mühle und Zernsdorf seien in einem sehr guten Zustand: „Die Radfahrer sind hier gut aufgehoben.“

Von Frank Pawlowski

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