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Dahme-Spreewald Stollen gehen auf Deutschlandreise
Lokales Dahme-Spreewald Stollen gehen auf Deutschlandreise
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11:25 19.10.2016
Oliver Ölscher, Anne Heinicke, Sigrid Scholz und Andreas Scholz mit Töchterchen Leah Alexis im Arm (v.l.) vor der Bäckerei. Quelle: Frank Pawlowski
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Wildau

Für diesen Einkauf braucht man wirklich einen Lkw. Und den hatte Oliver Ölscher am Dienstagvormittag auch mitgebracht. Der Chef von Möbel Höffner in Waltersdorf holte die erste Ladung seiner XXL-Bestellung bei der Bäckerei Scholz in der Wildauer Bergstraße persönlich ab.

1,5 Tonnen Stollen hat das Möbelunternehmen geordert. Das Gebäck wird in der Weihnachtszeit in 19 Märkten zwischen Hamburg und München für einen Euro pro Scheibe verkauft, eine Tasse Kaffee gibt’s dazu. Höffner versüßt seinen Kunden damit den Einkauf – und hilft zugleich dem traditionsreichen Wildauer Familienbetrieb. Die Sperrung der Bergstraße hat der Bäckerei empfindliche Umsatzeinbußen beschert. Sigrid Scholz kann sich an eine vergleichbare Durststrecke in der 88-jährigen Geschichte der Bäckerei nicht erinnern. „So schlimm war es noch nie“, sagt sie.

In diesem Möbelwagen wurde die erste Stollen-Ladung abtransportiert. Quelle: Frank Pawlowski

Ihr Sohn Andreas Scholz führt das Geschäft in der vierten Generation. Er freut sich über die Unterstützung des Möbel-Riesen und ist dankbar dafür. Ebenso für die Treue der vielen Stammkunden, die sich weiterhin auf den Weg in die Bergstraße machen. Die Laufkundschaft hingegen bleibt weitgehend aus, seit die Bauarbeiten in der Bergstraße vor einem Jahr begonnen haben. Am Dienstag wurden 250 Stollen auf den Höffner-Lkw verladen, drei Kilogramm wiegt jedes Exemplar. In ein paar Wochen werden noch 3000 kleinere Stollen ausgeliefert. Schon zum dritten Mal gehen die Wildauer Stollen mit Höffner auf vorweihnachtliche Deutschlandreise. „Das kommt sehr gut bei unseren Kunden an. In Waltersdorf haben sich einige sogar schon erkundigt“, berichtet Oliver Ölscher. Im Restaurant des Waltersdorfer Marktes gibt es die Stollen ab 21. November.

Die Bauarbeiten in der Bergstraße nähern sich derweil dem vorläufigen Ende. Der dritte Bauabschnitt ist fast fertig. „Wenn alles gut läuft, können wir die Straße am 28. Oktober wieder für den Verkehr freigeben“, sagt Wildaus Tiefbauchef Bernd Quicker. Bis zum Frühjahr 2017 kann der Verkehr auf der viel befahrenen Verbindungsstraße nach Königs Wusterhausen ungehindert rollen. Dann wird sie für den vierten und letzten Bauabschnitt zwischen Jahnstraße und Fichtestraße noch einmal bis Juni voll, danach halbseitig gesperrt. Die FertigstelIung ist für Ende August geplant.

Das knapp drei Millionen Euro Bauvorhaben begann holprig im vorigen Jahr. Ein Rechtsstreit um Baumfällungen sorgte für Verzögerungen. Auf der aufgerissenen, gesperrten Straße tat sich monatelang nichts.

Dauerbaustelle Bergstraße

Der Ausbau der Bergstraße in Wildau hat im Juli 2014 begonnen. Ein Rechtsstreit um Baumfällungen sowie Tiefbauarbeiten an der Dorfaue führten zu Verzögerungen.

Früher als geplant wird nun der aktuelle Bauabschnitt fertig. Am 28. Oktober soll die Bergstraße für den Verkehr freigegeben werden. Erst im Frühjahr 2017 wird weitergebaut. Bis Juni wird die Straße erneut voll gesperrt, danach gibt es bis zum Abschluss der Bauarbeiten im August eine halbseitige Sperrung.

Die Kosten für den Ausbau der 1,2 Kilometer langen Straße betragen knapp drei Millionen Euro.

Von Frank Pawlowski

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