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Storch verschollen – ein Ort in großer Sorge

Bestensee Storch verschollen – ein Ort in großer Sorge

Kurz hatte der Storch Anfang April auf dem Nest in Bestensee gesessen. Doch dann flog er wieder ab und ward nicht mehr gesehen. Deswegen ist die Sorge im Ort groß, dass Adebar Bestensee für immer verloren gegangen sein könnte. Doch Fachleute geben Hoffnung. Es könnte sogar sein, er trifft noch ein. Die Störche, die die Ostroute fliegen, brauchen länger.

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Ein leeres Storchennest lässt die Bestenseer bangen: Kommt Adebar noch, oder nicht? Fachleute sagen, es gibt noch Hoffnung.

Quelle: Foto: Andrea Müller

Bestensee. Der Storchenhorst von Bestensee steht einsam und verlassen. Zwar wurde Adebar Anfang April kurz auf dem Nest gesehen, doch seitdem gibt es keine Spur mehr von ihm. Die Befürchtung ist groß, dass der Storch Bestensee für immer den Rücken gekehrt hat.

Vermutet wird, dass die Umsetzung des Horstes im Februar die Ursache dafür sein könnte. Das Gestell samt Nest stand auf einem privaten Grundstück, dessen Eigentümer verstorben war. Nun wollte die Gemeinde das Nest sichern und stellte es ein paar Meter weiter auf gemeindeeigenes Land.

Horste beliebt, in denen Brut schon erfolgreich war

Der Storchen-Fachmann für das Dahmeland, Bernd Ludwig, ist derzeit im Urlaub und kann auf die drängenden Fragen der Bestenseer keine Antworten geben. Deswegen sprang Marius Adrian vom Naturschutzbund in Berlin ein – ebenfalls ein Spezialist für die Vogelwelt. „Ein Nest wird von Störchen immer wieder gern benutzt, wenn dort die Brut bereits einmal erfolgreich war“, sagt er. Dass der Storch irritiert sein könnte durch das Versetzen, hält er eher für unwahrscheinlich. Ausschließen möchte es Adrian allerdings auch nicht.

Im Winter wurde das Nest um wenige Meter versetzt

Im Winter wurde das Nest um wenige Meter versetzt. Nun stellt sich die Frage, ob das den Bestenseer Storch irritiert haben könnte.

Quelle: Peter Reiber

Aus seiner Sicht ist der Zeitraum des Umsetzens entscheidender. Das könnte zu spät passiert sein. Zudem wäre es möglich, dass dabei Nestmaterial verloren ging. „Störche wollen ein benutztes Nest, eins, in dem vielleicht noch getrocknete Frösche aus dem letzten Jahr liegen“, sagt er. Auch das unmittelbare Umfeld sei wichtig. Gab es hier vielleicht Veränderungen durch Bautätigkeit, so dass das Nahrungsangebot für Adebar verschlechtert wurde, fragt er. Auf jeden Fall sei eine Veränderung immer mit Auswirkungen verbunden. „Dann werden die Karten neu gemischt“, so der Vogel-Fachmann.

Ankunft des Storches noch möglich

Marion Szindlowski von der „Storchenschmiede“ in Linum wollte wissen, ob der Bestenseer Storch beringt gewesen sei. Dann hätte man seine Route nachverfolgen können. Sie meint zudem, dass der Storch von Anfang April nicht zwingend der Bestenseer Storch gewesen sein muss. Sie kann aus persönlicher Erfahrung mit Störchen berichten, dass die manchmal auch andere Horste ausprobieren, dort sogar Nestmaterial für das eigene Nest stibitzen. Szindlowski beruhigt auch die Gemüter in Bestensee. „Es kommen immer noch Störche an“, sagt sie. Besonders die Störche, die die Ostroute nähmen, seien wesentlich länger unterwegs, weil ihre Wege weiter sind. Zudem sei der Storch nicht auf Dauer für Bestensee verloren, falls kein Adebar den Weg in diesem Jahr in den Ort findet.

Dann könnte vielleicht doch noch das neue Projekt in Zusammenarbeit mit der Schule zur Storchenbeobachtung greifen.

Von Andrea Müller

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