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Dahme-Spreewald Streetdance-Meister aus dem Fläming
Lokales Dahme-Spreewald Streetdance-Meister aus dem Fläming
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11:40 08.04.2016
Synchronität, Akrobatik und Spaß an der Mischung von Tanzstilen sind die Markenzeichen von „Evolution7“. Quelle: Peter Degener
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Jüterbog

Zwölf junge Tänzer aus dem Fläming bilden eine der erfolgreichsten Streetdance-Gruppen in Deutschland. Unter dem Namen „Evolution7“ trainieren sie regelmäßig in der Tanzschule Mierisch in Jüterbog. Zuletzt gewann „Evolution7“ im Februar den größten Tanzpokal Ostdeutschlands in Dresden, an dem mehr als 900 Tänzer teilgenommen haben. Am Sonnabend wollen sie im niedersächsischen Cloppenburg die Norddeutsche Meisterschaft der Urban Dance Organisation UDO gewinnen. Es wäre ihr sechster Titel in Folge.

Seit der Gründung der Gruppe im Jahr 2010 hat die Crew bei 31 Auftritten bereits 18 Siege errungen. Seit den Erfolgen im vergangenen Jahr wird „Evolution7“ nicht mehr als „Fortgeschritten“, sondern in der „Profi“-Kategorie eingestuft. Die jüngsten Tänzer sind dabei gerade erst einmal 14 Jahre alt, Tanzlehrer Tilo Mierisch ist mit 34 Jahren der Älteste.

„Unsere Show ist ein Mix aus vielen modernen Tanzstilen und Akrobatik“, sagt Tilo Mierisch. Der Choreograph ist Inhaber der gleichnamigen Tanzschule und führt die Gruppe. Elemente aus BrJüterbog.

„Streetstyle verbindet alle Tanzarten, die auf der Straße getanzt werden“, sagt Raphaela Strehle. Die 21-jährige Treuenbrietzenerin tanzt schon seit 13 Jahren und ist seit Gründung ein festes Mitglied der Gruppe. „Die Siege wecken den Ehrgeiz, sich zu beweisen, aber ich bin vor allem hier, um körperlich und physisch gefordert zu werden“, sagt die Sportassistentin. Gemeinsam mit Tänzern aus Altes Lager, Luckenwalde, Zossen, Jüterbog und Sperenberg trainiert sie mindestens sechs Stunden pro Woche für die Wettkämpfe.

„Man braucht Disziplin und Ehrgeiz. Das man zuverlässig zum Training kommt, ist das Wichtigste“, sagt Donato Widmann. Der 15-jährige Sperenberger ist vor einem halben Jahr zum festen Mitglied aufgestiegen. „Ich will etwas erleben, auf das ich später zurückblicken und stolz sein kann“, sagt der Schüler. Was ihn und die teils deutlich älteren Mitglieder verbindet sind Leidenschaft für den Tanz und ein starker Zusammenhalt. „Wenn wir bei einem Wettbewerb zu einhundert Prozent funktionieren, beweist das, dass wir gerade genau die richtigen Leute in der Gruppe haben“, sagt Strehle.

Bei den Proben tanzen trotzdem immer wieder junge Anwärter auf einen Platz in der Mannschaft mit. Sie kommen aus den insgesamt vier Tanzschulen, die Mierisch in der Region etabliert hat. Dort werden größtenteils die üblichen Tanzkurse für Kinder und Erwachsene angeboten. „Gesellschaftstanz für Erwachsene ist unsere Hauptaufgabe“, sagt Tilo Mierisch. Doch wenn ihm und seiner Frau jemand mit tänzerischem Talent und Disziplin auffällt, wird er in die sogenannte „Stage Class“, das Wettkampfteam, eingeladen.

Nur dreieinhalb Minuten Zeit haben die Tänzer, um die Jury zu überzeugen. Rund zehn Songs kommen in der kurzen Show zu Gehör. Zu den schnellen musikalischen Schnitten werden die Formationen getanzt. Die Spezialität der Gruppe ist die Synchronität. Dazu gehört nicht nur, im Takt zu bleiben, sondern auch die Formationen präzise auszuführen und beim „Locking“ – wenn alle Zwölf plötzlich in der Bewegung erstarren – buchstäblich nicht aus der Reihe zu tanzen.

Bei der Norddeutschen Meisterschaft am Wochenende kommt noch eine weitere Schwierigkeit hinzu. Dort darf die Show im Gegensatz zu anderen Wettbewerben höchstens zweieinhalb Minuten lang sein, fünf Sekunden später wird die Musik abgedreht. Mit einem Sieg wäre „Evolution7“ automatisch für die Deutsche Meisterschaft im Juni qualifiziert. Die Ambitionen reichen aber weiter. Die stetige Weiterentwicklung ihrer Show soll die Tänzer im August bis zur Streetdance-Weltmeisterschaft in Glasgow führen.


Info: Für 28. Mai lädt die Tanzschule Mierisch zu einem Aktionstag mit Auftritten der Tanzklassen und der Gruppe „Evolution7“ in ihre Luckenwalder Filiale im Hof der Käthe-Kollwitz-Straße 72a ein.

Von Peter Degener

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