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Streit über Straßenausbau auf Halbinsel Kohlgarten

Teupitz Streit über Straßenausbau auf Halbinsel Kohlgarten

Um den Straßenausbau auf der Halbinsel Kohlgarten gibt es Streit. Eine Interessengemeinschaft von Anwohnern fordert die Reduzierung der geplanten Straßenbreite

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Über die Ausbaupläne für die Straße auf der Teupitzer Halbinsel Kohlgarten wird intensiv diskutiert.

Quelle: Fotos: Karen Grunow (2)

Teupitz. Der Weg auf die Teupitzer Halbinsel Kohlgarten ist beschwerlich – tiefe Schlaglöcher, spritzender Matsch, kaum Ausweichmöglichkeiten bei Gegenverkehr. Alltag für die Menschen, die dort leben. Das soll sich nun ändern. Darüber freuen sich die Kohlgärtner einerseits. „Wir wollen eine Straße und wir wollen auch Abwasser“, sagt Detlef Fähling, einer der Sprecher der neuen Interessengemeinschaft Kohlgarten (IG). Andererseits aber halten sie die Planungen der Stadt Teupitz für den Ausbau der Kohlgarten-Straße für zu aufwendig und zu teuer. Sie plädieren für „eine sachlich richtige, finanziell vertretbare, sozial sinnvolle Baumaßnahme im Kohlgarten“.

Ausbaukosten 1,3 Millionen

Rund 1,3 Millionen Euro wahrscheinliche Ausbaukosten sind derzeit im Gespräch. Geplant ist, an der Zufahrt der von der Bahnhofstraße abzweigenden Straße in den Kohlgarten eine 5,50 Meter breite Fahrbahn anzulegen. Dafür muss zunächst ein Damm aufgeschüttet werden. Zum hinteren Teil der Insel soll die insgesamt 1574 Meter lange und sich auf der Insel verzweigende Straße schmaler werden bis auf eine Breite von 4,75 Meter. „Wir wollen auskömmliche Straßen in auskömmlichen Straßenbreiten“, erklärt der ehrenamtliche Bürgermeister Dirk Schierhorn (Bürgernettz­werk). Entsprechende Beschlüsse zum Bauvorhaben waren von den Stadtverordneten einstimmig gefasst worden, betont er auch.

Die Vertreter der Interessengemeinschaft Kohlgarten setzen sich für eine Reduzierung der geplanten Straßenbreite auf drei Meter ein, um die erheblichen Kosten geringer zu halten, und haben sich dafür über ähnliche Ausbaubeispiele in der Region informiert. „Darum versuchen wir, Vorschläge und Änderungen einzubringen“, sagt Detlef Fähling.

Unterschriftensammlung stand am Anfang der Interessengemeinschaft

Ende August hatten er und seine Mitstreiter eine Unterschriftensammlung gestartet; schon am ersten Wochenende hatten zwei Drittel der Eigentümer unterzeichnet. Das war der Anstoß, nun die IG Kohlgarten zu gründen. Insgesamt befinden sich 98 Grundstücke auf der Halbinsel, auf zahlreiche befinden sich Wochenendhäuschen.

Kürzlich gab es eine Einwohnerversammlung, initiiert von der IG. Stadt, Bauamt der Verwaltung des Amtes Schenkenländchen und der beauftragte Planer erläuterten das Bauvorhaben. 75 Prozent der Kosten müssen durch die Anlieger getragen werden. Auch für den Teupitzer Haushalt, so Schierhorn, ist der Ausbau nicht unerheblich; denn 25 Prozent der Gesamtkosten muss die Stadt tragen. „ Das oberste Ziel ist, eine lange Zeit beständige Straße zu bauen“, sagt er. Auch ein Lkw und vor allem Rettungsfahrzeuge müssen gefahrlos passieren können, es soll vernünftige Ausweichmöglichkeiten geben. Da der Kohlgarten einen sehr schlammigen Untergrund habe, sei hier eine ordentliche Pflasterung vonnöten. Momentan finden schon einige Arbeiten statt, Telefon- und auch Stromleitungen werden zum Teil neu verlegt.

Amtsdirektor: Planungen werden sich nicht ändern

„An den Planungen wird sich nichts ändern“, sagt auch Thomas Koriath, der Amtsdirektor des Schenkenländchens. Eine ordentliche Erschließung sei notwendig. Das bedinge auch der Bebauungsplan, der seit 2013 existiert. Jahrelang war zuvor darum gerungen worden. „Jetzt haben wir Baurecht für den gesamten Kohlgarten“, sagt Schierhorn. Seitdem ist auch schon neu gebaut worden. Der Wert der Kohlgarten-Grundstücke, sagt Koriath auch, habe sich durch den offiziellen Bebauungsplan mittlerweile teilweise schon mehr als verdoppelt.

Von Karen Grunow

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