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Streit um Aufstellung des Bebauungsplan Schulerweiterung

Zeuthen Streit um Aufstellung des Bebauungsplan Schulerweiterung

Mitglieder des Ortsentwicklungsausschusses kritisieren die von der Verwaltung vorgeschlagene große Variante des Bebauungsplans für den Schulanbau der Grundschule am Wald. Sie befürchten eine Erweiterung der Kapazitäten.

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Der Campus der Grundschule am Wald in Zeuthen, auf dem bald ein neuer Hort- und Mensabau errichtet werden soll.

Quelle: Foto: Oliver Becker

Zeuthen. Streit um die Erweiterung der Grundschule am Wald in Zeuthen: Im jüngsten Ortsentwicklungsausschuss hatte die Verwaltung bei der Aufstellung des Bebauungsplans vorgeschlagen, die zu bebauende Fläche groß anzusetzen, um beide angedachten Ausbauschritte realisieren zu können. Geplant ist in einem ersten Schritt der Bau eines Hort- und Mesagebäudes.

Ein zweiter Bau, die sogenannte Zwillingsschwester mit weiteren Schulräumen in einem zweiten Ausbauschritt, wurde per Beschluss der Gemeindevertretung zuvor jedoch abgelehnt. Während SPD, Linke und BfZ dem Vorschlag des Rathauses folgten, kritisierten Abgeordnete der anderen Fraktionen die Vorlage. Sie befürchten, mit der großen Variante des Bebauungsplans handele man gegen den Beschluss der Gemeindevertretung und ebene so den Weg für die mehrheitlich nicht gewollte Schulerweiterung. Anfang Oktober will die Gemeindevertretung hierzu entscheiden.

Große Variante in der Kritik

„Wir werden als Fraktion dieser großen Variante nicht zustimmen, weil die Gemeindevertretung einen klaren Beschluss getroffen hat“, sagte Karl Uwe Fuchs (FDP). „Wir wollen die kleine Variante, um keine falschen Hoffnungen zu wecken“, so Fuchs weiter. Daran müsse sich der B-Plan orientieren. Die große Variante sei keine Lösung, weil die Grundschule schon heute an der Kapazitätsgrenze arbeite. In der Folge setze man auf den Neubau der gemeinsamen Grundschule mit Eichwalde und Schulzendorf. Unklar ist weiter, wo die neue Schule gebaut werden könnte. „Wir haben von der Verwaltung eine mangelhafte Analyse vorgelegt bekommen“, kritisiert der FDP-Mann. Die Standortsuche gehe weiter und werde nach der Bürgermeisterwahl neu angegangen.

„Fassen wir den Bebauungsplan in der großen Variante, manifestieren wir den Bau auch der Zwillingsschwester“, sagte Nadine Selch (CDU). „Das wäre entgegen dem Beschluss der Gemeindevertretung“, so Selch weiter. Sie ist für den Neubau der gemeinsamen Schule mit den Nachbarkommunen. Mehr als 600 Schüler seien an der Bestandsschule nicht tragbar. „Bislang haben wir nur geschaut, welche gemeindeeigenen Grundstücke wir haben, um diesen Schulbau umzusetzen“, sagte sie mit Blick auf die neue gemeinsame Schule. Man müsse aber auch Flächen betrachten, die sich nicht im Eigentum befinden, dennoch hervorragend dafür eignen würden.

„Man hat die Scheuklappen auf und sucht nicht nach der besten Alternative“, sagte Selch. „Ich habe die Dimension der Vorlage zunächst unterschätzt und kann verstehen, dass wir, wenn wir die Fläche groß ansetzen, gegen den Beschluss handeln“, sagte Jonas Reif (Grüne). „Als Standort für die neue Schule wird derzeit ein Grundstück in der Schillerstraße bevorzugt, andere Flächen, wie der Bauhof jedoch überhaupt nicht betrachtet“, kritisierte er erneut.

Entwicklungsoptionen offenhalten

„Wenn wir den B-Plan in der kleinen Form beschließen, engen wir uns selber nur unnötig ein“, sagte Zeuthens Bürgermeisterin Beate Burgschweiger (SPD). Entscheide man sich später für eine Erweiterung, müsste man erneut den B-Plan beschließen. „Man sollte sich diese Entwicklungsoption offenhalten“, so die SPD-Frau. Die gemeinsame Schule werde mit dem zweiten Ausbauschritt nicht hinfällig. „Denn eine Kapazitätserweiterung soll ja bei der Grundschule am Wald nicht stattfinden“, so Burgschweiger weiter.

„Wir wollen die gemeinsame Schule.“ Denn weitere Kapazitäten seien erforderlich. Mehr Kinder müssten künftig unterrichtet werden. Die Standortsuche ginge weiter – der Zeuthener Winkel sei weiter für einen Schulbau interessant und mit im Fokus.

„Das, was wir vorgelegt haben, war nur ein erster Aufschlag“, so Burgschweiger. „Ich bin für die große Variante unter der Prämisse, dass wir im B-Plan genau festlegen, dass Wald und Spielfläche in irgendeiner Form erhalten bleiben“, sagte Sonja Pansegrau (Linke). Denn mit dem Hort- und Mensabau gingen Teile dieser Flächen verloren. Sie wolle keinen neuen Schulkomplex auf dem Campus der Bestandsschule. „Wir bedauern, dass die Gespräche für eine gemeinsame Schule im Regionalausschuss so langsam vorangehen. Der Neubau muss forciert werden, gerne auch zusammen mit Wildau, da das Raumproblem bei uns drängt“, sagte sie.

Von Oliver Becker

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